Brent fällt unter 90 $, da die Spannungen im Nahen Osten nachlassen
Die Ölpreise fielen am Montag deutlich, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran am Wochenende ihre Militärschläge eingestellt hatten. Dies weckte Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Konflikts und ein geringeres Risiko lang anhaltender Störungen der weltweiten Energieversorgung. Der Rückgang folgte auf drei Wochen mit starken Gewinnen, die durch die Sorge getrieben waren, dass die Kämpfe die Ölexporte durch die Straße von Hormus und das Rote Meer drosseln könnten.
Höhepunkte
- Brent fiel auf 87,29 $, während WTI auf 84,60 $ sank.
- Die USA und der Iran pausierten am Wochenende ihre Militärschläge.
- Der Schiffsverkehr durch Hormus liegt weiterhin weit unter dem Normalniveau.
- Versorgungsrisiken im Nahen Osten stützen weiterhin die Ölpreise.
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Brent -Rohöl wurde bei 87,29 $ pro Barrel gehandelt, was einem Tagesminus von 11,6 % entspricht, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 6,5 % auf 84,60 $ pro Barrel fiel. Der Rückgang machte einen Teil der kriegsbedingten Rallye der letzten Woche zunichte, als Brent kurzzeitig zum ersten Mal seit Mai über 100 $ pro Barrel stieg, da sich die Schifffahrtsstörungen im Nahen Osten verschärften, berichtete Reuters.
Diplomatische Pause kühlt Öl-Rallye ab
Der jüngste Rückgang erfolgte, nachdem der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, erklärt hatte, dass Präsident Donald Trump beschlossen habe, die US-Militäroperationen gegen den Iran zu pausieren, um zusätzliche Zeit für diplomatische Bemühungen zu gewinnen.
Die Märkte interpretierten die Entscheidung als erstes bedeutendes Zeichen dafür, dass der Konflikt kurzfristig nicht weiter eskalieren könnte. Analysten erklärten, dass Investoren nach fast zwei Wochen voller Angriffe, die einen der weltweit wichtigsten Energiekorridore störten, nach jedem Anzeichen für eine Entspannung der geopolitischen Risiken gesucht hatten.
Dennoch bleibt die Schifffahrtsaktivität weit unter dem Normalniveau. Daten von Kpler zeigten, dass am Wochenende täglich weniger als 10 Rohstoffschiffe die Straße von Hormus passierten, was unterstreicht, dass viele Betreiber zögern, zurückzukehren, bis sich die Sicherheitslage verbessert hat.
Schifffahrtsrisiken stützen weiterhin die Preise
Trotz des Ausverkaufs am Montag warnten Analysten, dass die Versorgungsrisiken nicht verschwunden sind.
Der Verkehr durch die Meerenge Bab el-Mandeb blieb ebenfalls unter Druck, nachdem die Huthi-Bewegung aus dem Jemen die saudi-arabische Ölinfrastruktur entlang der Küste des Roten Meeres angegriffen hatte. Gleichzeitig erklärte die Ukraine, sie habe am Wochenende mehrere russische Ölanlagen angegriffen, was eine weitere Unsicherheitsquelle für die globalen Energiemärkte darstellt.
Marktteilnehmer erwarten, dass sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nur allmählich erholen wird, da Tankerbetreiber die Sicherheitsrisiken weiterhin prüfen, bevor sie den normalen Betrieb wieder aufnehmen. Jede erneute Störung könnte das Angebot schnell verknappen und die Rohölpreise wieder nach oben treiben.
Märkte konzentrieren sich weiterhin auf Versorgungssicherheit
Der Rückgang am Montag spiegelt eher die verbesserten Erwartungen an die Diplomatie als eine vollständige Lösung der geopolitischen Spannungen wider. Brent liegt weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Eskalation des Konflikts, während sich der Tankerverkehr sowohl durch die Straße von Hormus als auch durch die Meerenge Bab el-Mandeb noch nicht normalisiert hat.
Da zwei kritische globale Schifffahrtsrouten immer noch unter ihrer normalen Kapazität arbeiten und zusätzliche Störungen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg bestehen, reagieren die Energiemärkte weiterhin hochsensibel auf politische Entwicklungen. Ein Scheitern der diplomatischen Bemühungen könnte den jüngsten Rückgang der Rohölpreise schnell umkehren.
Zuvor berichteten wir, dass die Huthis die saudi-arabische Schifffahrt bedrohen, während sich die Risiken am Ölmarkt verschärfen.
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