Brent steigt nach Angriffen im Roten Meer erstmals seit Mai über 100 $

Brent steigt nach Angriffen im Roten Meer erstmals seit Mai über 100 $
Brent klettert aufgrund von Versorgungssorgen über 100 $

​Rohöl der Sorte Brent kletterte am Donnerstag zum ersten Mal seit Mai 2026 über 100 $ pro Barrel, da erneute Angriffe auf Öltransporte im Roten Meer die Besorgnis verstärkten, dass der Konflikt im Nahen Osten die weltweite Energieversorgung stören könnte. Diese Entwicklung setzte eine wochenlange Rallye fort, die durch eskalierende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie wachsende Risiken für wichtige Exportrouten angetrieben wurde.

Höhepunkte

  • Brent-Rohöl stieg zum ersten Mal seit Mai 2026 über 100 $ pro Barrel.
  • Öl verteuerte sich nach Angriffen auf zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer.
  • Versorgungssorgen erstrecken sich nun über die Straße von Hormus hinaus.
  • Höhere Energiepreise könnten den globalen Inflationsdruck verstärken.

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Brent-Rohöl stieg um 4,78 % auf bis zu 100,05 $ pro Barrel, nachdem die vom Iran unterstützte Huthi-Bewegung im Jemen erklärt hatte, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer angegriffen. Die Vorfälle verschärften die Sorgen um die Sicherheit eines der weltweit wichtigsten Schifffahrtskorridore und verstärkten die bestehende Unsicherheit in Bezug auf Rohölexporte aus dem Persischen Golf, berichtet Bloomberg.

Angebotsrisiken weiten sich über die Straße von Hormus hinaus aus

Die jüngsten Angriffe lenken die Aufmerksamkeit des Marktes über die Straße von Hormus hinaus, wo der Schiffsverkehr bereits durch die erneuten Feindseligkeiten zwischen Washington und Teheran beeinträchtigt wurde. Die Bab-el-Mandeb-Straße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, ist zu einer immer wichtigeren Route für Ölexporte geworden, da Unternehmen nach Alternativen zum Persischen Golf suchten.

Die Möglichkeit, dass beide Wasserstraßen mit lang anhaltenden Störungen konfrontiert sein könnten, hat Händler dazu veranlasst, die Angebotsrisiken neu zu bewerten. Die Marktteilnehmer reagieren zudem auf schwindende Erwartungen für einen diplomatischen Durchbruch, nachdem Vertreter sowohl der USA als auch des Irans die Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen kürzlich heruntergespielt haben.

Höhere Versicherungskosten, längere Schifffahrtsrouten und die Aussicht auf ein knapperes physisches Angebot haben den Aufwärtsdruck auf die Rohölpreise verstärkt. Die Rückkehr von Brent auf das Niveau von 100 $ spiegelt die wachsende Sorge wider, dass die Störungen länger andauern könnten als ursprünglich erwartet.

Energiemärkte rüsten sich für anhaltende Volatilität

Die jüngste Rallye hat weitreichendere Auswirkungen auf die Inflation und die Geldpolitik. Steigende Ölpreise könnten die Transport-, Fertigungs- und Nebenkosten weltweit erhöhen und die Bemühungen der Zentralbanken erschweren, die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen.

Für die Finanzmärkte hat die Bewegung die Spekulationen angeheizt, dass die Entscheidungsträger die Zinssätze länger auf einem hohen Niveau halten müssen, falls die Energiepreise hoch bleiben. Ölproduzierende Nationen könnten von stärkeren Exporteinnahmen profitieren, während importierende Volkswirtschaften mit der Aussicht auf höhere Treibstoffrechnungen und erneutem Druck auf die Verbraucherpreise konfrontiert sind.

Geopolitisches Risiko kehrt an den Ölmarkt zurück

Die Rückkehr von Brent über 100 $ pro Barrel unterstreicht, wie schnell geopolitische Entwicklungen die Energiemärkte umgestalten können. Da die Angriffe sowohl die Region am Roten Meer als auch wichtige Exportrouten am Golf betreffen, preisen Anleger zunehmend die Möglichkeit anhaltender Versorgungsunterbrechungen ein. Sofern die Spannungen nicht nachlassen, dürften die Rohölpreise weiterhin hochsensibel auf Entwicklungen im Nahen Osten reagieren.   

Wie wir bereits berichteten, bedrohen die Huthis die saudi-arabische Schifffahrt, während sich die Risiken am Ölmarkt vertiefen.

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