Ölpreise steigen, da Huthi-Angriffe die Schifffahrt im Roten Meer bedrohen
Rohöl der Sorte Brent stieg am Mittwoch kräftig an, nachdem Berichte über einen Angriff auf Tanker im Roten Meer die Besorgnis über die weltweite Ölversorgung verstärkt hatten. Der Vorfall verschärfte die wachsenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, wo der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiterhin wichtige Schifffahrtsrouten bedroht.
Höhepunkte
- Brent stieg auf 96 $, während WTI 88 $ erreichte.
- Huthis bekannten sich zu Angriffen auf zwei saudi-arabische Tanker.
- Das Rote Meer ist für saudi-arabische Rohölexporte lebenswichtig geworden.
- Ein breiterer Konflikt könnte die Schifffahrts- und Versicherungskosten in die Höhe treiben.
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Brent -Rohöl stieg auf 96,09 $ pro Barrel, ein Plus von 0,63 %, während WTI auf 88,14 $ kletterte und damit 1,93 % zulegte. Die Rallye folgte auf Berichte, wonach ein Tanker südwestlich von Al Shuqaiq, Saudi-Arabien, getroffen worden war. Die vom Iran unterstützte Huthi-Bewegung im Jemen bekannte sich später zu Angriffen auf zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer, wie Bloomberg berichtete.
Angriff im Roten Meer erhöht Druck auf Ölsmärkte
Die United Kingdom Maritime Trade Operations teilte mit, der Kapitän eines Tankers habe gemeldet, etwa 70 Meilen südwestlich von Al Shuqaiq von einem nicht identifizierten Projektil getroffen worden zu sein. Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Der Angriff scheint der erste bekannte Schlag gegen Tanker zu sein, die das Rote Meer passieren, seit der USA-Iran-Konflikt Ende Februar eskaliert ist. Die Huthis haben kürzlich damit gedroht, saudi-arabische Exporte durch die Meerenge Bab el-Mandeb zu blockieren, was die Sorge verstärkt, dass sich Störungen über die Straße von Hormus hinaus ausweiten könnten.
Das Rote Meer ist zu einer immer wichtigeren Exportroute für saudi-arabisches Rohöl geworden, nachdem der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederholt unterbrochen wurde. Jede Bedrohung für Schiffe, die diesen Korridor nutzen, schürt sofort Ängste vor Versorgungsrisiken und höheren Transportkosten.
Ausweitung des Konflikts trübt Marktausblick
Der Tankerangriff erfolgte, während die USA die zwölfte Nacht in Folge Angriffe auf iranische Militärziele durchführten, darunter Raketenlager, Küstenüberwachungssysteme und Luftabwehranlagen. Das Weiße Haus hat signalisiert, dass die Militäroperationen fortgesetzt werden, bis der Iran aufhört, die Handelsschifffahrt anzugreifen, und die Straße von Hormus wieder öffnet.
Gleichzeitig gab es kaum Anzeichen für eine Wiederaufnahme der Diplomatie. Präsident Donald Trump sagte, der Iran sei nicht zu Verhandlungen bereit, während iranische Beamte erklärten, die Gespräche beschränkten sich auf den indirekten Austausch von Botschaften. Teheran warnte zudem, dass es reagieren würde, falls die USA weitere Infrastruktur innerhalb des Irans angreifen sollten.
Sicherheit der Schifffahrt rückt in den Fokus
Der jüngste Angriff unterstreicht, wie schnell geopolitische Ereignisse die Energiemärkte beeinflussen können. Da sowohl die Straße von Hormus als auch das Rote Meer unter Druck stehen, preisen Händler zunehmend die Möglichkeit von Versorgungsunterbrechungen anstelle tatsächlicher Produktionsverluste ein.
Sollten die Angriffe auf die Handelsschifffahrt anhalten, könnten Frachtkosten, Versicherungsprämien und Rohölpreise noch weiter steigen. Für ölimportierende Volkswirtschaften würde dies den Inflationsdruck zu einem Zeitpunkt erhöhen, an dem viele Zentralbanken noch versuchen, die Preise zu stabilisieren.
Wie wir bereits berichteten, weitet sich der USA-Iran-Konflikt aus, während der Schiffsverkehr in Hormus abnimmt.
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