Erdgas konsolidiert sich bei verbessertem Angebotsausblick, aber geopolitische Risiken bleiben bestehen
Die Erdgaspreise bleiben unter Druck, nachdem der jüngste Bericht der U.S. Energy Information Administration einen Lageraufbau von 32 Bcf auswies, was dem unteren Ende der Markterwartungen entsprach. Während die Bestände weiter steigen, stützt die anhaltende Hitze in weiten Teilen der USA die Stromnachfrage für Klimaanlagen und begrenzt die Abwärtsendynamik.
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Händler konzentrieren sich weiterhin auf das Gleichgewicht zwischen saisonalen Lageraufbauten und wetterbedingtem Verbrauch.
Entwicklungen im Nahen Osten reduzieren Risikoprämie, ohne Versorgungsängste zu beseitigen
Die vorübergehende Beruhigung der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran hat die Befürchtungen einer unmittelbaren Störung des globalen LNG-Handels gemildert und einen Rückgang der europäischen Gaspreise ausgelöst. Das allgemeine Versorgungsbild bleibt jedoch fragil. Die europäischen Gasspeicher liegen immer noch deutlich unter ihrem saisonalen Durchschnitt, während der Wettbewerb mit Asien um LNG-Ladungen intensiv bleibt. Die Internationale Energieagentur warnt zudem, dass sich die LNG-Ströme durch die Straße von Hormus nur teilweise erholt haben, was den Markt anfällig für eine erneute geopolitische Eskalation macht.
Technischer Ausblick bleibt trotz Stabilisierung vorsichtig
Das technische Bild deutet weiterhin darauf hin, dass der übergeordnete Trend korrektiv bleibt. Jüngste Erholungsversuche hatten Mühe, nachhaltiges Kaufinteresse zu wecken, was darauf hindeutet, dass Marktteilnehmer weiterhin zögern, steigenden Preisen hinterherzulaufen. Solange Erdgas unter dem nahen Widerstand bleibt, dürften Erholungen auf Verkaufsdruck stoßen. Ein Anstieg über den Widerstand würde den kurzfristigen Ausblick verbessern und die nächste Widerstandszone freilegen, während erneute Schwäche die jüngsten Tiefs wieder in den Fokus rücken könnte, bevor stärkeres Kaufinteresse aufkommt.
Makroökonomisches Umfeld beeinflusst weiterhin die Stimmung
Abseits der Wettervorhersagen beobachten Anleger genau die US-Makrodaten und die Erwartungen an die Federal Reserve. Eine restriktive Geldpolitik stützt weiterhin den US-Dollar und könnte die spekulative Nachfrage an den Rohstoffmärkten begrenzen. Gleichzeitig reagieren die Energiemärkte hochsensibel auf geopolitische Schlagzeilen. Jede erneute Eskalation im Nahen Osten, insbesondere unter Beteiligung von LNG-Infrastruktur oder Schifffahrtsrouten, könnte trotz der derzeitigen relativen Ruhe schnell wieder eine erhebliche Risikoprämie in die Erdgaspreise einpreisen.
Wie ich in meinem Artikel Natural gas stabilizes as weather demand offsets storage growth anmerkte, begünstigen die Risiken derzeit weiterhin einen Durchbruch unter die aktuelle Unterstützung, was den Weg für einen Rückgang in den Bereich von 2,40-2,00 $ ebnen würde.
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