WTI rutscht ab, da die Pause zwischen den USA und dem Iran die geopolitische Risikoprämie verringert
WTI ist wieder in Richtung 84 $ pro Barrel gefallen, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran ihre militärischen Angriffe eingestellt haben, was die unmittelbare Sorge vor einer tieferen Störung der Ölexporte aus dem Nahen Osten verringert hat. Die Benchmark fiel am Montag um mehr als 5 %, nachdem sie letzte Woche noch über 90 $ gehandelt wurde, während Brent in Richtung 92 $ zurückwich.
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Dennoch bleibt die Atempause fragil, und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat sich noch nicht vollständig normalisiert, was Rohöl anfällig für erneute geopolitische Volatilität macht.
Aufbau der US-Lagerbestände erhöht den Druck
Der jüngste EIA-Bericht bot den Verkäufern zusätzliche Unterstützung. Die kommerziellen Rohölvorräte in den USA stiegen in der Woche bis zum 17. Juli um 2,0 Millionen Barrel auf 411,7 Millionen Barrel. Die Benzinvorräte stiegen um 0,8 Millionen Barrel, während die Destillatvorräte um 1,4 Millionen Barrel zunahmen. Trotz dieser Zunahmen liegen die Rohölvorräte weiterhin 6 % unter ihrem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt, und auch die Benzin- und Destillatvorräte sind vergleichsweise niedrig. Dies deutet darauf hin, dass der physische Markt nicht überversorgt ist, auch wenn die jüngsten Wochenzahlen das unmittelbare bullische Szenario geschwächt haben.
Angebotsrisiken haben nachgelassen, sind aber nicht verschwunden
Die allgemeinen Angebotsaussichten bleiben ungewöhnlich ungewiss. Die EIA erwartet, dass sich die Produktions- und Handelsströme im Nahen Osten allmählich wieder dem Niveau vor dem Konflikt annähern, schätzt jedoch, dass im vierten Quartal etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag an Produktion offline bleiben könnten. Die weltweiten Lagerbestände wurden ebenfalls erheblich abgebaut, was bedeutet, dass der Wiederaufbau von Versorgungspuffern Zeit in Anspruch nehmen kann. Folglich könnte eine weitere Eskalation unter Beteiligung des Irans, des Tankerverkehrs oder der regionalen Infrastruktur die Risikoprämie, die während des jüngsten Ausverkaufs aus den Preisen verschwunden ist, schnell wiederherstellen.
Inflationssorgen weichen vor der Fed-Entscheidung
Niedrigere Ölpreise haben einen Teil der Inflationsangst gemildert, die kürzlich die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe getrieben hatte. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve bei der Sitzung in dieser Woche ist mit dem Rückgang des Rohölpreises gesunken, obwohl die Inflation weiterhin über dem 2 %-Ziel der Fed liegt und energiebedingte Angebotsschocks ein politisches Anliegen bleiben. Die Händler werden sich nun auf die FOMC-Entscheidung, das BIP des zweiten Quartals und die jüngsten PCE-Inflationsdaten konzentrieren, um Signale für die US-Nachfrage und die Zinserwartungen zu erhalten.
Technische Struktur schwächt sich unter 88 $ ab
Der Tageschart zeigt, dass die Erholung von etwa 68 $ in der Nähe von 94 $ ins Stocken geriet, wo die Verkäufer aggressiv zurückkehrten. Der anschließende Rückgang unter 88 $ und die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte haben die kurzfristige Struktur geschwächt. Eine erste Unterstützung befindet sich im Bereich von 82-80 $. Ein nachhaltiger Durchbruch unter diesen Bereich, wie ich in WTI eases after rally as geopolitical premium meets supply uncertainty warnte, könnte 76 $ und anschließend 72 $ freilegen. Auf der Oberseite muss sich WTI über 88-90 $ erholen, um die unmittelbaren Abwärtsrisiken zu verringern, während ein Ausbruch über 94 $ erforderlich wäre, um das breitere Erholungsszenario wiederzubeleben.
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