Polizei ermittelt gegen Bithumb-Chef wegen Einstellung des Sohnes eines Abgeordneten
Die Polizei in Seoul hat ein Strafverfahren gegen Bithumb-Chef Lee Jae-won eingeleitet. Er steht im Verdacht, bei der Vermittlung eines Arbeitsplatzes für den Sohn des Nationalversammlungsabgeordneten Kim Byung-kee geholfen zu haben.
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Laut Yonhap prüft die Abteilung für öffentliche Kriminalitätsermittlungen der Metropolitan Police Agency in Seoul, ob Lee auf Anfrage von Kim eine Anstellung bei Bithumb vermittelt hat.
Details des Vorfalls
Die Untersuchung steht im Zusammenhang mit Vorwürfen, der Abgeordnete habe Bithumb gebeten, seinen zweiten Sohn einzustellen. Die Polizei prüft zudem, ob Kim später parlamentarische Aktivitäten ausübte, die der Krypto-Börse zugutegekommen sein könnten.
Berichten zufolge haben Ermittler die Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters erhalten. Dieser Aussage zufolge traf sich Kim im November 2024 mit Lee in einem Restaurant in Mapo, Seoul, und brachte während des Treffens den Einstellungswunsch vor.
Zu diesem Zeitpunkt war Kim Mitglied im Ausschuss für politische Angelegenheiten der Nationalversammlung, der die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission beaufsichtigt. Die Polizei prüft, ob seine Arbeit an Themen im Zusammenhang mit Krypto-Börsen mit der mutmaßlichen Einstellungsanfrage in Verbindung gestanden haben könnte.
Laut Yonhap glauben die Ermittler, dass Kim sich auf „Monopolfragen“ konzentrierte, die Dunamu betrafen, den Betreiber von Upbit und einen der Hauptkonkurrenten von Bithumb. Die Polizei prüft, ob diese Maßnahmen mit der Anstellung seines Sohnes verknüpft waren.
Die Untersuchung umfasst auch einen weiteren möglichen Einstellungsfall. Die Strafverfolgungsbehörden prüfen, ob Kim Bithumb gebeten hat, einen Mitarbeiter aus seinem Büro einzustellen. Medienberichten zufolge trat diese Person im September letzten Jahres bei Bithumb ein.
Durchsuchungen in der Bithumb-Zentrale
Am 8. Juni führte die Polizei eine weitere Durchsuchung in der Bithumb-Zentrale in Gangnam-gu und an anderen Standorten durch. Lee wurde im neuen Haftbefehl als Verdächtiger geführt.
Bei einer vorangegangenen Durchsuchung im Februar nannte die Polizei Kim als Verdächtigen wegen Bestechung aufgrund einer mutmaßlichen Vorzugsbehandlung seines Sohnes. Zu diesem Zeitpunkt wurde Bithumb in dem Fall als Zeuge behandelt.
Es wird erwartet, dass die Ermittler das beschlagnahmte Material sichten, bevor sie Personen befragen, die mit dem Einstellungsprozess in Verbindung stehen. Laut Yonhap könnte die Polizei den Mitarbeiter und andere beteiligte Personen vorladen, um die Details der Einstellung und deren Kenntnis über die mutmaßlichen Anfragen zu klären.
Eine wichtige regionale Plattform
Bithumb ist eine der wichtigsten Krypto-Börsen Südkoreas und einer der Hauptkonkurrenten von Upbit auf dem lokalen Markt. Branchenschätzungen zufolge entfällt auf Bithumb etwa ein Viertel des inländischen Krypto-Handelsvolumens, während Bithumb und Upbit zusammen faktisch das Rückgrat des südkoreanischen Marktes für digitale Vermögenswerte bilden.
Die Bedeutung von Bithumb geht über die einer regulären Handelsplattform hinaus. Südkorea bleibt einer der aktivsten Krypto-Märkte Asiens, sodass Probleme bei einer großen lokalen Börse schnell zu einem Thema nicht nur für Nutzer, sondern auch für Regulierungsbehörden, Investoren und die gesamte Branche werden. Vor diesem Hintergrund wird die Untersuchung gegen Bithumb als wichtiger Test für das Vertrauen in die Infrastruktur des regionalen Krypto-Marktes angesehen.
Zur Erinnerung: Südkorea verhängte gegen Bithumb eine Geldstrafe von 24,5 Millionen US-Dollar wegen Verstößen gegen die Anti-Geldwäsche-Bestimmungen.
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