Südkorea leitet Untersuchung gegen Bithumb nach Überweisungsfehler in Höhe von 43 Milliarden Dollar ein

Südkorea leitet Untersuchung gegen Bithumb nach Überweisungsfehler in Höhe von 43 Milliarden Dollar ein
Südkoreanische Aufsichtsbehörde prüft Krypto-Börse Bithumb nach großem Bitcoin-Ausfall

Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde leitete am Dienstag eine umfassende Untersuchung der Kryptowährungsbörse Bithumb ein, nachdem diese irrtümlich Bitcoin im Wert von rund 43 Milliarden Dollar transferiert hatte.

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Die Aufsichtsbehörde eskalierte eine Routineuntersuchung, nachdem die Börse letzte Woche irrtümlich 620.000 Bitcoin an Hunderte von Nutzern verteilt hatte, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet.

Ein FSS-Beamter sagte, die Untersuchung werde mit "größter Ernsthaftigkeit" durchgeführt und fügte hinzu, dass die Behörden gegen jedes Verhalten, das die Marktordnung störe, hart vorgehen würden. Die Ermittler untersuchen, wie Bithumb in der Lage war, ein Bitcoin-Volumen zu verteilen, das seine tatsächlichen Bestände weit übersteigt.

Fat-Finger-Fehler

Der Vorfall ereignete sich am 6. Februar während einer Werbekampagne, als ein Mitarbeiter Bitcoin anstelle von koreanischen Won als Belohnungseinheit eingab, was dazu führte, dass 620.000 Bitcoin auf Benutzerkonten gutgeschrieben wurden.

Bithumb gab an, 99,7 % der irrtümlich verteilten Gelder sowie 93 % der 1.788 Bitcoin, die die Nutzer verkauft hatten, wiedererlangt zu haben. Etwa 125 Bitcoin sind noch nicht zurückerhalten worden. Die Börse verpflichtete sich, die betroffenen Nutzer mit 110% ihrer Verluste zu entschädigen, nachdem das Handelspaar BTC-KRW auf ihrer Plattform um etwa 15% gefallen war.

Das Unternehmen kündigte außerdem an, die internen Kontrollen zu verstärken und einen 100 Mrd. Won (68 Mio. $) schweren Fonds zum Schutz der Nutzer einzurichten, um unerwarteten Risiken zu begegnen.

Analysten sagten, dass der Vorfall Schwächen im Risikomanagement von Bithumb aufzeigte, da die Börse in der Lage war, Transaktionen mit Bitcoin-Volumen durchzuführen, die sie nicht besaß. Lokale Medien berichteten, dass Bithumb zu diesem Zeitpunkt etwa 46.000 Bitcoin besaß.

Politische Auswirkungen

Der Fall hat die politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da Südkorea über den Digital Asset Basic Act debattiert, den zweiten umfassenden Rahmen des Landes zur Regulierung von Kryptowährungen.

Die Oppositionsabgeordnete Na Kyung-won von der People Power Party sagte, der Vorfall unterstreiche die strukturellen Risiken des Sektors und warnte, dass Börsen, die mit internen Ledger-Einträgen ohne entsprechende On-Chain-Transfers arbeiten, einen Liquiditätsengpass erleiden könnten.

Der Sprecher der People Power Party, Choi Bo-yoon, sagte, die operative Zuverlässigkeit der inländischen Kryptobörsen sei unter akzeptable Standards gefallen. Die regierende Demokratische Partei sagte, der Vorfall habe kritische Mängel in den internen Kontrollen und Buchhaltungssystemen offenbart.

Als Reaktion darauf kündigte die Regierungspartei Pläne an, die Beteiligung von Einzelpersonen an Kryptowährungsbörsen auf 15 bis 20 % zu begrenzen und nahm damit einen Vorschlag wieder auf, der zuvor auf Widerstand in der Branche gestoßen war. Regulierungsbehörden und Gesetzgeber diskutieren auch strengere Anforderungen, die die rechtlichen Verantwortlichkeiten von Krypto-Börsen stärker an die traditioneller Finanzinstitute angleichen würden.

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