Bithumb kündigt Entschädigung nach fehlerhafter Auszahlung von 620.000 BTC an

Bithumb kündigt Entschädigung nach fehlerhafter Auszahlung von 620.000 BTC an
Bithumb gleicht ungewollte BTC-Verkäufe aus

Die südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb hat ein umfassendes Entschädigungsprogramm angekündigt, nachdem ein interner Verarbeitungsfehler zur versehentlichen Verteilung einer großen Menge Bitcoin an Hunderte von Nutzern führte, was kurzzeitig die Marktpreise störte und einen Panikhandel auslöste.

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Die Börse erklärte, dass durch schnelle interne Kontrollen der Schaden begrenzt, externe Geldtransfers verhindert und sichergestellt wurde, dass die Vermögenswerte der Kunden vollständig geschützt bleiben, während die Aufsichtsbehörden benachrichtigt wurden und Korrekturmaßnahmen eingeleitet wurden.

Fehlerhafte Auszahlung innerhalb weniger Minuten eingedämmt

Der Vorfall ereignete sich am 6. Februar 2026 während eines Auszahlungsprozesses für Event-Belohnungen, als ein manueller Eingabefehler dazu führte, dass Bitcoin-Mengen falsch eingegeben wurden. Infolgedessen erhielten 695 Nutzer unbeabsichtigte Zuteilungen in Höhe von insgesamt 620.000 BTC. Bithumb stellte die anormalen Transaktionen innerhalb von 20 Minuten fest und verhängte innerhalb von 35 Minuten Handels- und Abhebungsbeschränkungen für die betroffenen Konten.

Nach Angaben der Börse wurden 618.212 BTC bzw. 99,7 % noch am selben Tag wiederhergestellt. Die verbleibenden 1.788 BTC, die bereits intern veräußert worden waren, wurden vollständig mit den im Besitz des Unternehmens befindlichen Vermögenswerten verrechnet, um eine vollständige Bilanzkonsistenz zu gewährleisten. Bithumb bestätigte, dass keine extern transferierten Bitcoin die Plattform verlassen haben und dass alle Wallet-Salden weiterhin eins zu eins mit den Kundeneinlagen übereinstimmen.

Obwohl die plötzlichen Verkäufe kurzzeitig zu starken Kursschwankungen führten, normalisierten sich die Marktbedingungen nach Angaben der Börse innerhalb weniger Minuten und die automatischen Systeme zur Verhinderung von Liquidationen funktionierten wie vorgesehen, so dass größere Liquidationen verhindert werden konnten.

Entschädigungsplan zielt auf Verluste durch Panikverkäufe ab

Bithumb meldete zwar keinen dauerhaften Verlust von Kundengeldern, räumte aber ein, dass einige Nutzer während des kurzen Volatilitätsfensters Geschäfte zu ungünstigen Preisen abschlossen. Die Börse schätzt den potenziellen Gesamtschaden für die Kunden auf etwa 10 Mrd. ₩ (7,5 Mio. $) und hat sich zur vollständigen Entschädigung verpflichtet.

Die Entschädigungsmaßnahmen umfassen eine 110%ige Erstattung für Panikverkaufsverluste, die sowohl die Preisdifferenz als auch eine zusätzliche Prämie abdeckt. Alle Nutzer, die während des Zeitfensters des Vorfalls auf der Plattform eingeloggt waren, erhalten eine Barauszahlung in Höhe von ₩20.000, und die Handelsgebühren für alle Märkte werden ab dem 9. Februar für sieben Tage auf Null gesetzt. Bithumb kündigte außerdem die Einrichtung eines permanenten 100-Milliarden-Dollar-Kundenschutzfonds an, der im Falle künftiger Vorfälle sofortigen Schutz bieten soll.

Die Börse teilte mit, dass die Entschädigungszahlungen nach der Überprüfung der Transaktionen automatisch abgewickelt werden, wobei die meisten Rückerstattungen voraussichtlich innerhalb einer Woche abgeschlossen sein werden.

Verstärkte Kontrollen und aufsichtsrechtliche Überwachung

Bithumb bestätigte, dass es den Vorfall allen zuständigen Behörden gemeldet hat und mit einer Vor-Ort-Inspektion der südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörde kooperiert. Das Unternehmen kündigte mehrere Reformen an, darunter verbesserte Systeme zur Überprüfung von Vermögenswerten, obligatorische mehrstufige Genehmigungen für Auszahlungen, KI-basierte Anomalieerkennung und eine vollständige externe Prüfung durch globale Sicherheitsfirmen.

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