Bithumb Südkorea wegen Bitcoin-Panne mit parlamentarischer Untersuchung konfrontiert
Das südkoreanische Parlament hat den Chef der Krypto-Börse Bithumb vorgeladen, nachdem ein massiver Bitcoin-Transferfehler während einer Werbeveranstaltung politische und regulatorische Bedenken ausgelöst hatte.
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Der Vorfall, der von den Behörden als schwerwiegender Zusammenbruch der internen Kontrollen beschrieben wurde, führte zu einer kurzen Unterbrechung des Handels und verschärfte die Prüfung eines Marktes für digitale Vermögenswerte, der zeitweise mit dem inländischen Aktienmarkt konkurriert hat, was die Beteiligung von Privatkunden angeht.
40-Milliarden-Dollar-Fehler löst parlamentarische Anhörung aus
Wie Bloomberg berichtet, haben Gesetzgeber den CEO von Bithumb, Lee Jae-won, wegen einer fehlerhaften Überweisung von schätzungsweise 40 Milliarden Dollar in Bitcoin befragt. Der Fehler ereignete sich bei einer Werbeauszahlung, bei der ein Angestellter kleine, auf Won lautende Belohnungen verteilen sollte, stattdessen aber Bitcoin-Überweisungen abwickelte.
Nach Angaben, die während der Anhörung bekannt wurden, wurden irrtümlich etwa 2.000 BTC an jeden berechtigten Nutzer geschickt, anstatt 2.000 koreanische Won. Einige Empfänger verkauften die Münzen sofort, was zu einer starken Volatilität des Handelspaars BTC/KRW an der Börse führte, bevor der Handel am Freitagabend eingestellt wurde.
"Bithumb hat Bitcoin verschenkt, die sich nicht im Besitz des Unternehmens befanden, und das nennen wir nackte Leerverkäufe", sagte Min Byeong-deok, ein Gesetzgeber der regierenden Demokratischen Partei, während der Sitzung. Er fügte hinzu, dass die Börse tatsächlich sogenannte "Geister-Bitcoin" vertrieben habe.
Lee entschuldigte sich während der Anhörung mit den Worten: "Wir entschuldigen uns aufrichtig bei der Öffentlichkeit, die durch die irrtümliche Überzahlung bei unserer Werbeveranstaltung zutiefst beunruhigt war." Er führte den Vorfall auf einen Systemfehler zurück und räumte ein, dass die internen Sicherheitsvorkehrungen nicht richtig funktioniert haben.
"Die Strategie der Börse, das Volumen der zu überweisenden Währung mit den tatsächlichen Beständen abzugleichen, hatte versagt, und der Betrag wurde auch nicht auf einem separaten Konto verbucht, um die Sicherheit der Transaktion zu gewährleisten", sagte Lee.
Wiederherstellungsbemühungen und regulatorische Auswirkungen
Bithumb sagte, dass die meisten der irrtümlich übertragenen Vermögenswerte wiederhergestellt wurden, obwohl 1.786 Bitcoin verkauft worden sein sollen, bevor die Konten eingefroren wurden. Südkoreas Finanzaufsichtsbehörde hat eine Untersuchung der Compliance und des Risikomanagements bei der zweitgrößten Börse des Landes eingeleitet.
Kwon Dae-young, stellvertretender Vorsitzender der Finanzdienstleistungskommission, sagte: "Die Regierung betrachtet diesen Vorfall als eine ernste Angelegenheit, die Risiken im Zusammenhang mit virtuellen Vermögenswerten und Schwachstellen in internen Kontrollsystemen aufgedeckt hat."
Die Gesetzgeber stellten auch in Frage, ob es Börsen erlaubt sein sollte, auf Won lautende Stablecoins ohne stärkere Sicherheitsvorkehrungen auszugeben, was die allgemeinen Bedenken hinsichtlich der Aufsicht über einen Markt widerspiegelt, der zusammen mit den Privatanlegern in Südkorea rasch gewachsen ist.
Fazit
Der Bitcoin-Transferfehler von Bithumb in Höhe von 40 Milliarden Dollar hat Schwächen in den internen Kontrollsystemen einer der größten südkoreanischen Börsen aufgedeckt. Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden haben Ermittlungen eingeleitet und mögliche institutionelle Reformen angedeutet. Der Vorfall unterstreicht die wachsende politische Kontrolle, der sich Krypto-Plattformen in Märkten gegenübersehen, in denen die Beteiligung von Privatkunden stark zugenommen hat.
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