Erdgas schwächelt bei nachlassender LNG-Nachfrage und reichlichen Lagerbeständen

Erdgas schwächelt bei nachlassender LNG-Nachfrage und reichlichen Lagerbeständen
Erdgas

Die US-Erdgaspreise blieben Anfang Juni unter Druck, nachdem sie von ihren Mehrwochenhochs zurückgefallen waren. Die Hauptgründe für den Rückgang waren mildere Wettervorhersagen für die zweite Monatshälfte, eine steigende Produktion und ein vorübergehender Rückgang der LNG-Exporte aufgrund saisonaler Wartungsarbeiten an wichtigen US-LNG-Exportanlagen. 

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Infolgedessen ist der Markt nach seiner Frühjahrsrallye in eine Korrekturphase eingetreten, wobei sich die Henry-Hub-Futures nahe der Marke von 3,1 $ pro MMBtu halten.

Lagerbestände bleiben auf komfortablem Niveau

Zusätzlicher Druck geht von den hohen Gasvorräten aus. Laut EIA liegen die Lagerbestände etwa 5 % über dem Fünfjahresdurchschnitt, was die Sorgen über mögliche Versorgungsengpässe während der Sommersaison mildert. Gleichzeitig revidierte die Behörde ihre Preisprognosen für 2026–2027 nach unten und begründete dies mit der Erwartung einer höheren Produktion, die primär durch den steigenden Ausstoß aus dem Permian Basin getrieben wird.

Unterstützende Faktoren bleiben bestehen, reichen aber nicht für eine Trendwende

Trotz der aktuellen Schwäche erhält der Markt weiterhin eine gewisse Unterstützung durch die Erwartung einer stärkeren Stromnachfrage während der sommerlichen Hitzeperiode. Zudem sollte der Abschluss der Wartungsarbeiten an den LNG-Anlagen dazu beitragen, die Exportnachfrage in den kommenden Wochen wiederherzustellen. Analysten merken jedoch an, dass für eine nachhaltige Preiserholung entweder eine längere Periode außergewöhnlich hoher Temperaturen oder ein deutlicherer Anstieg der LNG-Exporte erforderlich wäre. Momentan scheinen diese Faktoren nicht auszureichen, um ein neues bullisches Momentum zu erzeugen.

Mittelfristiger Ausblick bleibt moderat positiv

Langfristig bleibt der fundamentale Ausblick dank der weltweit wachsenden LNG-Nachfrage, der Ausweitung der US-Exportkapazitäten und des steigenden Stromverbrauchs durch Rechenzentren und industrielle Nutzer konstruktiv. Dennoch dürfte der Markt in den kommenden Monaten sehr empfindlich auf Lagerdaten, Wettervorhersagen und die Dynamik der LNG-Exporte reagieren. Das aktuelle Gleichgewicht der Faktoren deutet auf eine anhaltend hohe Volatilität hin, wobei kurzfristig der Abwärtssdruck überwiegt.

Kurzfristiger Ausblick

Die Unfähigkeit der NATGAS-Preise, über die Widerstandszone von 3,08–3,10 $ zurückzukehren und sich dort zu etablieren, deutet darauf hin, dass die Risiken weiterhin in Richtung eines Durchbruchs unter die Unterstützung bei 3,00–2,93 $ und eines Rückgangs in den Bereich von 2,84–2,80 $ tendieren, wo Kaufinteresse entstehen könnte, wie bereits in Natural gas declines again amid oversupply and weaker LNG exports erörtert. Ein Ausbruch über den genannten Widerstand würde den Weg für eine Bewegung in den Bereich von 3,16–3,20 $ ebnen.

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