US-Angriffe auf den Iran lassen Wall-Street-Futures steigen
Die US-Aktienfutures legten leicht zu, nachdem die Vereinigten Staaten eine weitere Runde von Angriffen auf den Iran gestartet hatten – ein Schritt, der das geopolitische Risiko erhöhte, ohne die Stimmung am Aktienmarkt sofort zu belasten. Die moderaten Gewinne deuteten darauf hin, dass Anleger weiterhin bereit waren, über die jüngste Eskalation hinwegzusehen, auch wenn Ölpreise, Inflation und die Politik der Federal Reserve zentrale Risiken für die Märkte blieben.
Höhepunkte
- Dow- und S&P 500-Futures stiegen um 0,1 %, während Nasdaq 100-Futures um 0,3 % zulegten.
- Die USA starteten neue Angriffe gegen den Iran nach früheren Militäraktionen in dieser Woche.
- Die Ölpreise bleiben ein zentrales Marktrisiko, wobei Brent nahe 95 $ pro Barrel notiert.
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Futures auf den Dow Jones Industrial Average und den S&P 500 stiegen um 0,1 %, während Nasdaq 100-Futures laut Yahoo Finance um 0,3 % zulegten. Die Bewegung erfolgte, nachdem das US Central Command neue Angriffe auf iranische Ziele bestätigt hatte, die auf frühere Schläge im Zusammenhang mit dem Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers nahe der Straße von Hormus folgten.
Märkte wägen Kriegsrisiko und Zinsängste ab
Der nächtliche Anstieg der Futures folgte auf eine schwierige Sitzung für US-Aktien. Am Mittwoch fiel der S&P 500 um 1,6 %, der Dow Jones Industrial Average sank um 1,9 % und der Nasdaq Composite verlor 2 %, da sich Anleger aus wachstumsstarken Technologieaktien zurückzogen und die Auswirkungen höherer Ölpreise neu bewerteten.
Der Konflikt mit dem Iran hält die Energiemärkte aufgrund der Bedrohung für die Straße von Hormus, eine der weltweit wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas, volatil. Brent-Rohöl notierte nach den jüngsten US-Angriffen nahe 95 $ pro Barrel, während auch West Texas Intermediate zulegte, da Händler auf eine mögliche iranische Reaktion warteten.
Die Inflation macht die Marktreaktion komplizierter. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr, der höchste Wert seit 2023, wobei Energiepreise einen Großteil des Anstiegs verursachten. Dies verstärkte die Erwartungen, dass die Fed bei einer Lockerung der Geldpolitik vorsichtig sein wird und die Zinsen möglicherweise hoch halten muss, falls sich der Ölschock auf Transport, Lebensmittel und Dienstleistungen ausweitet.
Gewinne und Daten halten Trader vorsichtig
Unternehmensnachrichten sorgten für eine weitere Ebene der Unsicherheit. Oracle meldete besser als erwartete Quartalsergebnisse, doch die Aktie fiel nachbörslich, da sich Anleger auf die hohen KI-bezogenen Ausgaben und den Finanzierungsbedarf konzentrierten. Die Reaktion zeigte, dass selbst solide Gewinne nicht ausreichen könnten, um Tech-Bewertungen zu stützen, wenn Kreditkosten und Investitionsausgaben steigen.
Die Märkte richten ihren Blick nun auf den Erzeugerpreisindex am Donnerstag für einen weiteren Einblick in den Inflationsdruck. Anleger beobachten zudem das erwartete Marktdebüt von SpaceX am Freitag, das den Appetit auf große Technologie- und KI-bezogene Börsengänge in einer Zeit hoher geopolitischer Risiken testen könnte.
Futures signalisieren Resilienz, keine Entwarnung
Der Anstieg der Futures deutet auf Marktstabilität hin, aber nicht auf eine uneingeschränkte Rückkehr zur Risikobereitschaft. Ein Plus von 0,1 % bei Dow- und S&P 500-Futures sowie ein Anstieg von 0,3 % bei Nasdaq 100-Futures sind geringfügige Bewegungen im Vergleich zum Ausmaß der Risiken, denen Anleger gegenüberstehen.
Vorerst behandelt der Aktienmarkt die neuen US-Angriffe als begrenztes Ereignis und nicht als Beginn einer umfassenderen Störung. Das könnte sich schnell ändern, wenn der Ölpreis weiter ausbricht, der Schiffsverkehr durch Hormus weiter gestört wird oder Inflationsdaten die Fed näher an eine weitere Zinserhöhung rücken.
Zuvor berichteten wir, dass der Ölpreis steigt, während die USA den Iran angreifen und die Sorgen um Hormus zurückkehren.
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