Bitcoin fällt unter 71.000 US-Dollar, da die Liquidität knapp wird und sich der Verkauf beschleunigt.

Bitcoin fällt unter 71.000 US-Dollar, da die Liquidität knapp wird und sich der Verkauf beschleunigt.
Bitcoin sinkt angesichts wachsender makroökonomischer Bedenken

Bitcoin weitete seinen jüngsten Rückgang während des asiatischen Handels aus und rutschte unter die Marke von $71.000, da der Verkaufsdruck bei globalen Technologieaktien auf die Kryptomärkte übergriff. Die Bewegung dämpfte die Hoffnungen auf einen nachhaltigen Aufschwung nach der Volatilität der letzten Woche und verstärkte die wachsende Empfindlichkeit von Bitcoin gegenüber breiteren Makrotrends.

Höhepunkte

  • Während des asiatischen Handels fiel der Bitcoin inmitten der Schwäche globaler Technologiewerte und anderer Risikoanlagen auf etwa 70.050 $.
  • On-Chain- und Flow-Daten deuten auf eine rückläufige Beteiligung hin, wobei der Bull Score Index von CryptoQuant bei null liegt, US-Spot-Bitcoin-ETFs zu Nettoverkäufern werden und die Gesamtliquidationen innerhalb von 24 Stunden 654 Mio. $ übersteigen.
  • Analysten sind nach wie vor geteilter Meinung. Einige warnen vor einem weiteren Abwärtstrend in Richtung 38.000 $ aufgrund der knappen Liquidität, während andere anmerken, dass bisher nur etwa 6 % des Spot-Bitcoin-ETF-Vermögens abgezogen worden sind.

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Die weltweit größte Kryptowährung fiel laut TradingView-Daten am 5. Februar auf etwa 70.050 $. Der Rückgang fiel mit starken Verlusten bei asiatischen Aktien zusammen, wo erneute Sorgen über Ausgaben für künstliche Intelligenz, hohe Bewertungen und eine nachlassende Gewinndynamik die Anleger von Risikoanlagen abhielten.

On-Chain-Daten signalisieren nachlassende Beteiligung

Die Marktschwäche wird zunehmend als strukturell und nicht als rein stimmungsabhängig eingestuft. Der jüngste Bericht von CryptoQuant zeigt, dass der Bull Score Index bei Null liegt, was darauf hindeutet, dass Bitcoin mit einer dünneren Käuferbasis und knapper werdender Liquidität arbeitet. Die Daten von Glassnode deuten ebenfalls auf schwache Spotvolumina und ein Nachfragevakuum hin, wobei dem Verkaufsdruck keine nachhaltigen Käufe gegenüberstehen.

Bitcoin-Preisentwicklung. Quelle: TradingView

Institutionelle Ströme unterstreichen die Verschiebung. U.S. Spot Bitcoin ETFs haben von einer Nettoakkumulation zu einem Nettoverkauf umgeschwenkt, was zu einer Nachfragelücke in Zehntausenden von Bitcoin im Jahresvergleich geführt hat. Die Coinbase-Prämie ist seit Oktober negativ geblieben, was auf eine gedämpfte US-Spot-Nachfrage hindeutet. Das Wachstum der Stablecoins ist ebenfalls ins Stocken geraten, und das Wachstum der USDT-Marktkapitalisierung ist zum ersten Mal seit 2023 negativ.

Die Derivatemärkte spiegeln die wachsende Vorsicht wider. Die Gesamtliquidationen von Kryptowährungen stiegen innerhalb von 24 Stunden auf über 654 Mio. USD, wobei laut CoinGlass 272 Mio. USD auf Bitcoin entfielen. Das offene Interesse ging zurück, die Refinanzierungssätze drehten ins Negative, und die Nachfrage nach Abwärtsabsicherung durch Optionen stieg.

Analysten warnen vor weiterem Abwärtstrend, Geduld erforderlich

Trotz des Rückgangs betonen einige Analysten, dass das langfristige Narrativ weiterhin intakt ist.

"Es ist weniger als vier Monate her, dass Bitcoin ein neues Allzeithoch von 125.000 $ erreichte", sagte John Haar von Swan Bitcoin. "An der langfristigen Bitcoin-Investitionsthese hat sich nichts geändert."

Andere sind vorsichtiger. Georgii Verbitskii von TYMIO sagte: "Eines der Kernargumente von Bitcoin - dass es zuverlässig vor Fiat-Inflation schützt - wird kurzfristig in Frage gestellt." Stifel hat davor gewarnt, dass Bitcoin bis auf 38.000 $ fallen könnte, und führt dabei die knappe Liquidität, den regulatorischen Stillstand und ETF-Abflüsse an, obwohl der ETF-Analyst Eric Balchunas feststellte, dass "nur 6 % der Vermögenswerte, die in Spot Bitcoin ETFs gehalten werden, abgezogen wurden."

Warum das wichtig ist

Bitcoin wird zunehmend wie eine Risikoanlage mit hohem Beta gehandelt und nicht wie eine defensive Absicherung. On-Chain-Daten und ETF-Ströme deuten eher auf eine nachlassende Beteiligung als auf Panikverkäufe hin. Bis sich die Liquidität verbessert und die Nachfrage zurückkehrt, warnen Analysten, dass Volatilität und Abwärtsrisiken fortbestehen könnten.

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