Ethereum bereitet sich mit einer neuen Sicherheitsstrategie auf das Quantenzeitalter vor

Ethereum bereitet sich mit einer neuen Sicherheitsstrategie auf das Quantenzeitalter vor
Ethereum verbessert den Netzwerkschutz

Die Ethereum-Entwickler haben eine spezielle Ressourcendrehscheibe ins Leben gerufen, die sich auf den Schutz des Netzwerks vor potenziellen Bedrohungen durch die Weiterentwicklung des Quantencomputers konzentriert. Im Wesentlichen geht es bei der Initiative darum, ein Ökosystem zu schützen, das bereits Milliarden von Dollar an Vermögenswerten hält und durch DeFi und intelligente Verträge weiter wächst.

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Die Post-Quantum Ethereum-Plattform, die von Mitgliedern der Ethereum Foundation vorgestellt wurde, stellt einen praktischen Schritt zur Aktualisierung des Protokolls dar. Im Gegensatz zu den inkrementellen Upgrades der vergangenen Jahre liegt der Schwerpunkt jetzt auf der Vorbereitung des Netzwerks auf grundlegende Veränderungen in der Art und Weise, wie Informationen verarbeitet werden.

Übergang zur Post-Quantum-Kryptographie

Das Post-Quantum-Team plant, bis 2029 quantenresistente Lösungen auf der Protokollebene zu implementieren, gefolgt von einer schrittweisen Einführung auf der Ausführungsebene. Dieser Ansatz предполагает eine schrittweise Migration, die alle Kernkomponenten des Netzwerks betrifft - vom Konsens bis zur Datenverarbeitung.

"Ethereum ist so konzipiert, dass es als widerstandsfähige, autonome Infrastruktur dient - nicht für Jahrzehnte, sondern für Jahrhunderte. Sicherheit ist eine der nicht verhandelbaren Eigenschaften: Dinge müssen das tun, was sie vorgeben zu tun, nicht mehr und nicht weniger. Diese Verpflichtung erstreckt sich auch darauf, sicherzustellen, dass Ethereum fundamentalen Veränderungen in der Art und Weise, wie das Universum Informationen verarbeitet, standhalten kann."

Ein Schlüsselprinzip hinter dieser Strategie ist die Fähigkeit, kryptographische Mechanismen zu aktualisieren, ohne das Netzwerk zu destabilisieren. Gleichzeitig erfordert der Übergang Koordination, Tests und eine schrittweise Implementierung.

"Das Quantencomputing wird die Kryptographie mit öffentlichen Schlüsseln, die Eigentum, Authentifizierung und Konsens in allen digitalen Systemen sicherstellt, letztendlich aufbrechen. Wir glauben nicht, dass ein kryptografisch relevanter Quantencomputer unmittelbar bevorsteht. Aber die Migration eines dezentralisierten, globalen Protokolls erfordert Jahre der Koordinierung, Entwicklung und formalen Überprüfung. Die Arbeit muss beginnen, lange bevor die Bedrohung eintrifft".

Was sich auf der Protokollebene ändern wird

Die Änderungen werden sich auf mehrere Ebenen auswirken. Auf der Ausführungsebene werden die Nutzer in der Lage sein, über die Abstraktion von Konten zu neuen Signaturverfahren überzugehen, ohne den Netzbetrieb zu unterbrechen. Auf der Konsens-Ebene wird eine allmähliche Abkehr von BLS-Signaturen hin zu Alternativen wie Hash-basierten Schemata wie XMSS in Betracht gezogen, wobei SNARK-basierte Lösungen zur Aufrechterhaltung der Skalierbarkeit beitragen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Datenverarbeitung. Die Entwickler testen Ansätze zur Gewährleistung der Datenverfügbarkeit unter Post-Quantum-Kryptographie. Der Fahrplan ist bereits in Stufen gegliedert - von der Implementierung eines Schlüsselregisters bis hin zu einer vollständigen Überarbeitung des Konsensverfahrens.

Warum dies für die Industrie und die Nutzer wichtig ist

Für den Markt ist dies mehr als ein technisches Upgrade. Ethereum ist nach wie vor die führende Plattform für DeFi-Protokolle, und jedes криптографические-Risiko wirkt sich direkt auf die Liquidität und das Vertrauen der Nutzer aus. Nach Angaben von DefiLlama liegt der Gesamtwert, der in dem Netzwerk gebunden ist, durchweg im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich, was die Sicherheit zu einem kritischen Anliegen macht.

Das Interesse an Post-Quantum-Sicherheit geht über den Krypto-Sektor hinaus. Es werden bereits Standards in diesem Bereich entwickelt, insbesondere vom U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST), während Banken und große Technologieunternehmen beginnen, solche Risiken in ihren Systemen zu berücksichtigen.

In diesem Zusammenhang sind die Maßnahmen von Ethereum eher eine frühzeitige Vorbereitung auf mögliche Veränderungen in der Kryptografie als eine Reaktion auf eine unmittelbare Bedrohung. Wenn die Umstellung reibungslos verläuft, könnte sie dem Netzwerk helfen, angesichts neuer Rechenkapazitäten widerstandsfähig zu bleiben und als Referenzmodell für andere Blockchains und Finanzplattformen zu dienen.

Gleichzeitig ist die Ethereum Foundation dabei, ihren Governance-Ansatz zu formalisieren. Zuvor stellte die Organisation das EF-Mandat vor, ein Dokument, das ihre Rolle innerhalb des Ökosystems und ihre Entscheidungsgrundsätze umreißt. Dieses Dokument, das als eine Mischung aus Charta, Manifest und internem Leitfaden beschrieben wird, legt die Verantwortung der Foundation für die langfristige Sicherheit und Nachhaltigkeit des Netzwerks fest, während es weiter wächst.

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