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Laut der Sicherheitsforscherin und MetaMask-Entwicklerin Taylor Monahan haben nordkoreanische IT-Mitarbeiter seit mindestens sieben Jahren in Kryptounternehmen und DeFi-Projekten gearbeitet.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Sie sagt, dass Dutzende von DeFi-Protokollen - einschließlich bekannter Plattformen - Code verwendet haben könnten, der von diesen Spezialisten entwickelt wurde. Gleichzeitig sind die "sieben Jahre Blockchain-Entwicklungserfahrung", die in ihren Lebensläufen aufgeführt sind, oft echt.
Experten bringen diese Aktivitäten mit der Lazarus-Gruppe in Verbindung - einem mit Nordkorea verbundenen Hackerkollektiv. Laut den Analysten von R3ACH hat die Gruppe seit 2017 rund 7 Milliarden Dollar in Kryptowährungen gestohlen. Zu den bekanntesten Angriffen gehören der 625-Millionen-Dollar-Hack der Ronin Bridge, der 235-Millionen-Dollar-Exploit von WazirX und der 1,4-Milliarden-Dollar-Raub von Bybit.
Neue Bedenken verstärkten sich nach dem 280-Millionen-Dollar-Exploit von Drift Protocol. Dem Projekt zufolge ist es sehr wahrscheinlich, dass der Angriff von Akteuren mit Verbindungen zu Nordkorea durchgeführt wurde.
Brancheninsider bestätigen, dass solche Taktiken schon seit Jahren angewandt werden. Der Gründer von Titan Exchange, Tim Ahhl, sagte, sein Team habe einmal einen Kandidaten interviewt, der sich später als Lazarus-Mitarbeiter herausstellte. Ihm zufolge trat der Kandidat sehr professionell auf und nahm an Videointerviews teil, vermied aber ein persönliches Treffen. Sein Name wurde später in einer mit der Hackergruppe verbundenen Datenbank gefunden.
Im Fall von Drift Protocol war die Situation noch komplexer. Den Ermittlungen zufolge waren an der Interaktion nicht direkt nordkoreanische Staatsangehörige beteiligt, sondern vielmehr Mittelsmänner mit vollständig konstruierten Identitäten - einschließlich Arbeitsverläufen, öffentlichen Profilen und beruflichen Netzwerken.
Das Ausmaß des Problems ist weitaus größer, als es scheinen mag. Laut Chainalysis haben Hacker im Jahr 2025 mehr als 3,4 Milliarden Dollar an Kryptowährungen gestohlen, wobei die meisten dieser Angriffe mit Nordkorea in Verbindung gebracht werden. In nur einem Jahr waren nordkoreanische Gruppen für etwa 2,02 Milliarden Dollar verantwortlich - etwa 60 % der gesamten Verluste in der Branche.
Dies deutet auf die Dominanz eines einzigen Akteurs hin. Berichten zufolge sind nordkoreanische Gruppen, darunter Lazarus, für bis zu drei Viertel der Angriffe auf Kryptoplattformen verantwortlich, und ihre Operationen verursachen in der Regel deutlich größere Schäden als die anderer Hacker.
Gleichzeitig hat es die Lazarus-Gruppe nicht mehr nur auf Unternehmen und Start-ups abgesehen. Kürzlich weitete sie ihre Operationen auf Privatanleger aus und stahl einem Händler 5,2 Millionen Dollar.