Iran plant die Einführung von Bitcoin-Zahlungen für Tanker in der Straße von Hormus
Der Iran beabsichtigt, während einer zweiwöchigen Waffenruhe neue Regeln für Öltanker einzuführen, die die Straße von Hormuz passieren. Die Behörden wollen von den Schiffen eine Gebühr in Kryptowährung erheben und gleichzeitig jeden Tanker, der diese strategisch wichtige Route benutzt, kontrollieren.
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Nach Angaben von Hamid Hosseini, einem Sprecher des iranischen Verbandes der Exporteure von Öl, Gas und petrochemischen Produkten, plant Teheran, alle Schiffe zu kontrollieren, die die Meerenge passieren. Damit soll sichergestellt werden, dass der Waffenstillstand nicht zum Waffentransfer genutzt wird. Gleichzeitig wird nicht erwartet, dass der Iran die Inspektionen beschleunigt, so dass es bei jedem Schiff zu Verzögerungen kommen kann, berichtet die Financial Times.
Nach dem vorgeschlagenen System müssen die Tanker die iranischen Behörden per E-Mail über ihre Ladung informieren. Sie erhalten dann den zu zahlenden Mautbetrag in digitaler Währung. Der Tarif wird voraussichtlich 1 $ pro Barrel Öl betragen. Leere Tanker werden kostenlos passieren dürfen. Hosseini sagte auch, dass Bitcoin-Zahlungen schnelle Transaktionen ermöglichen und das Risiko der Verfolgung oder Beschlagnahmung aufgrund von Sanktionen verringern würden.
Bedrohungen und Bedenken
Inmitten dieser Entwicklungen wurden Tanker im Persischen Golf per Funk gewarnt: Schiffe, die versuchen, ohne Genehmigung der iranischen Behörden zu passieren, könnten Ziel von Militärschlägen werden. Das Thema ist zu einem der kompliziertesten in den Verhandlungen über die Verlängerung des Waffenstillstands geworden, da der Wunsch des Irans, die Kontrolle über die Straße von Hormuz zu behalten, auf den starken Widerstand der USA und ihrer regionalen Verbündeten stößt.
Die Schifffahrtsunternehmen verfolgen einen vorsichtigen Ansatz. Große Akteure, darunter Maersk, erklären, dass sie dringend versuchen, die Bedingungen für eine mögliche Wiederaufnahme des Transits zu klären, aber es gibt noch keine vollständige Klarheit über die Sicherheit der Route. Marktteilnehmer schätzen, dass derzeit Hunderte von Schiffen im Persischen Golf warten, und die Beseitigung dieses Rückstaus wird einige Zeit in Anspruch nehmen: Während früher etwa 135 Schiffe pro Tag die Meerenge passierten, könnten es jetzt nur noch 10-15 pro Tag sein.
Wie der Konflikt zu der Gefahr einer Blockade der Meerenge führte
Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Ölhandel, über die bis zu 20 % der weltweiten Lieferungen abgewickelt werden. Jede Störung wirkt sich unmittelbar auf den Markt aus. Die seit langem bestehenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA und ihren Verbündeten haben wiederholt zu Drohungen mit einer Blockade der Meerenge als geopolitisches Druckmittel geführt.
In jüngster Zeit ist die Situation durch Militäraktionen und Angriffe auf die Infrastruktur eskaliert. Als Reaktion darauf hat der Iran die Kontrolle über die Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge verschärft, und einige Tanker waren bereits direkten Drohungen und Angriffen ausgesetzt, als sie versuchten, die Meerenge zu passieren.
Es ist erwähnenswert, dass die Ölpreise unter 100 US-Dollar pro Barrel gefallen sind, nachdem US-Präsident Donald Trump beschlossen hatte, die Angriffe auf den Iran auszusetzen.
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