DOT fällt, nachdem ein Hacker durch eine Schwachstelle in der Polkadot-Bridge 1 Milliarde Token geprägt hat

DOT fällt, nachdem ein Hacker durch eine Schwachstelle in der Polkadot-Bridge 1 Milliarde Token geprägt hat
DOT rutschte nach einem Ethereum-Bridge-Exploit ab

DOT fiel am Montag stark, nachdem ein Angreifer eine Schwachstelle in der Bridge-Infrastruktur des Projekts auf Ethereum ausnutzte und 1 Milliarde nicht autorisierte DOT-Token prägte. Innerhalb weniger Minuten fiel der Token von etwa $1,23-$1,24 auf $1,15-$1,16, bevor er sich teilweise auf etwa $1,19-$1,20 erholte.

Höhepunkte

  • Der Angreifer prägte 1 Milliarde überbrückte DOT auf Ethereum und verkaufte die Token über einen Liquiditätspool.
  • DOT fiel kurzzeitig von etwa 1,23 bis 1,24 US-Dollar auf 1,15 bis 1,16 US-Dollar, bevor er sich teilweise erholte.
  • Der Angreifer zog aufgrund der geringen Liquidität des überbrückten Tokens etwa 108,2 ETH bzw. rund 237.000 US-Dollar ab.
  • Das Polkadot-Hauptnetzwerk und der native DOT waren nicht betroffen; die Schwachstelle lag im Hyperbridge-Gateway auf Ethereum.

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Die Sicherheitslücke traf die Brücke, nicht das Hauptnetzwerk

Nach Angaben von Arkham und Lookonchain hat der Angreifer 1 Milliarde Bridged DOT auf Ethereum geprägt und die Token sofort in einen Liquiditätspool verkauft. Trotz des enormen Nominalbetrags war der Angreifer nicht in der Lage, sich zum Marktwert auszahlen zu lassen, da die überbrückte Version von DOT nur über eine begrenzte Liquidität verfügte, so dass die Beute bei etwa 108,2 ETH oder etwa 237.000-240.000 US-Dollar lag.

Der wichtigste Punkt für den Markt ist, dass der Vorfall nicht den nativen DOT-Token im Polkadot-Hauptnetzwerk betraf. Analysten und Sicherheitsforscher sagten, dass das Problem auf das Hyperbridge-Gateway auf Ethereum beschränkt war, während die Polkadot-Relay-Chain und der echte DOT auf Polkadot nicht betroffen waren. Damit ist der Schaden für das Netzwerk eher reputations- und marktgetrieben als systemisch.

Wie die Schwachstelle funktionierte

Nach einer ersten Analyse von CertiK wurde der Angriff durch eine Replay-Schwachstelle in der calculateRoot-Funktion des Merkle Mountain Range-Dienstes ermöglicht. Dies hatte zur Folge, dass Zustandsnachweise nicht fest an bestimmte Anfragen gebunden waren, so dass zuvor verwendete Zustandszusagen wiederverwendet werden konnten. Darüber hinaus prüfte die Funktion tokenGateway.handleChangeAdmin die Eingabedaten nicht streng, was dem Angreifer die Möglichkeit eröffnete, den Administrator des überbrückten DOT-Vertrags auf Ethereum zu ändern.

Nachdem er diese Kontrolle erlangt hatte, führte der Angreifer eine einzige Transaktion aus, mit der er die gesamte 1 Milliarde Token prägte und sie dann verkaufte. Der Vorfall hat erneut die Anfälligkeit von Cross-Chain-Bridges verdeutlicht: Selbst wenn das Basisnetzwerk nicht kompromittiert ist, kann ein Angriff auf den verbindenden Vertrag eine unmittelbare Marktreaktion auslösen.

Was der Vorfall für den Markt bedeutet

Einer der schwächsten Punkte in der Krypto-Infrastruktur ist nach wie vor das Brückendesign, und nicht unbedingt die zugrunde liegenden Blockchains selbst. Zweitens zeigt es, wie heftig ein Token selbst auf einen lokal begrenzten Vorfall reagieren kann: DOT verlor innerhalb weniger Minuten mehr als 6-7 %, obwohl der tatsächliche Gewinn des Angreifers aufgrund der geringen Liquidität auf etwa 237.000 $ begrenzt war.

Für Polkadot bedeutet das, dass man schnell handeln muss, um die Schwachstelle zu patchen und den Markt davon zu überzeugen, dass das Problem wirklich auf die Ethereum-Bridge beschränkt war. Bis Hyperbridge ein vollständiges Post-Mortem veröffentlicht, liefern die On-Chain-Daten und die vorläufige technische Analyse von CertiK das klarste Bild der Ereignisse.

Zuvor wurde berichtet, dass Polkadot das DOT-Angebot begrenzt und die Ausgaberate senkt.

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