ZachXBT vergleicht das Worldcoin-Modell mit den Taktiken von FTX

ZachXBT vergleicht das Worldcoin-Modell mit den Taktiken von FTX
ZachXBT kritisiert World (ehemals Worldcoin) scharf

Der bekannte Krypto-Ermittler ZachXBT hat „World“, das umbenannte Projekt des OpenAI-CEO Sam Altman, scharf kritisiert. Die Äußerungen erfolgten als Reaktion auf einen Beitrag von Elon Musk, der das Projekt als „Altmans Betrug“ bezeichnete.

Höhepunkte

  • ZachXBT warf World (ehemals Worldcoin) vor, ein ausbeuterisches Modell zur Token-Verteilung anzuwenden.
  • Das Projekt soll angeblich biometrische Daten von Menschen in Entwicklungsländern im Austausch gegen geringe Token-Belohnungen gesammelt haben.
  • Das Token-Angebot steigt auf ein untragbares Niveau, wobei es angeblich zu Insiderverkäufen kommt.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

ZachXBT erklärte, dass „World“ weitaus mehr Aufmerksamkeit verdiene, als ihm derzeit zuteilwerde. Er warf dem Projekt vor, seinen WLD-Token mit einem räuberisch geringen Umlaufvolumen auf den Markt gebracht zu haben, vergleichbar mit den Praktiken von Sam Bankman-Frieds FTX. Dem Ermittler zufolge habe das Unternehmen Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen ausgenutzt, indem es ihnen kleine Mengen an Token im Austausch für ihre biometrischen Daten (Iris-Scans) anbot.

ZachXBT argumentierte, dass die versprochene Identitätstechnologie stattdessen zu einem Schwarzmarkt für verifizierte Konten geführt habe. Er teilte einen Screenshot, der zeigt, wie solche Konten auf Treuhandplattformen für nur 0,50 $ pro Stück verkauft werden, was Fragen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems aufwirft. 

Anstatt sein Versprechen einer sicheren Identitätsüberprüfung einzulösen, hat das Projekt angeblich zur Entstehung eines Schwarzmarktes für verifizierte Konten beigetragen. Unterdessen wächst das Token-Angebot weiter auf ein untragbares Niveau, während Insider ihre Bestände stillschweigend über außerbörsliche Geschäfte verkaufen.

Zunehmende Kritik inmitten des Streits zwischen Musk und Altman

Der Beitrag von ZachXBT erschien inmitten eines erneuten Konflikts zwischen Elon Musk und Sam Altman. Musk verklagt OpenAI und hat Altman vorgeworfen, das Unternehmen von seiner ursprünglichen gemeinnützigen Mission abzubringen. Elon Musk bezeichnete Sam Altman in seinem Beitrag zudem als „Scam Altman“ und fügte damit dem öffentlichen Streit um Altman und Worldcoin eine weitere Ebene hinzu.

Vor diesem Hintergrund geriet Worldcoin erneut unter Druck. ZachXBT behauptete zudem, dass das WLD-Angebot auf ein untragbares Niveau steige und dass Insider ihre Positionen stillschweigend über außerbörsliche Geschäfte abstoßen würden. Berichte wiesen zudem darauf hin, dass die World Foundation 85,45 Millionen WLD für 25 Millionen US-Dollar über FalconX zu einem Durchschnittspreis von 0,293 US-Dollar verkauft habe.

Die Marktreaktion fiel negativ aus. WLD fiel um mehr als 2 % auf 0,2519 US-Dollar, bei einer täglichen Handelsspanne von 0,2477 bis 0,2579 US-Dollar. Gleichzeitig stieg das 24-Stunden-Handelsvolumen um fast 7 %, während die offenen Positionen in WLD-Futures auf 177,51 Millionen US-Dollar zunahmen.

Reputationsrisiko für ein Projekt zur digitalen Identität

Der Streit um Worldcoin geht über den Kurs von WLD hinaus. Das Projekt baut eine digitale Identitätsinfrastruktur auf der Grundlage biometrischer Daten auf, was bedeutet, dass das Vertrauen der Nutzer und der Regulierungsbehörden eines seiner wichtigsten Vermögenswerte ist. Wenn verifizierte Konten auf Schwarzmärkten weit verbreitet gehandelt werden, wirft dies Fragen hinsichtlich der praktischen Widerstandsfähigkeit des World-ID-Modells auf. Die Kritik

von ZachXBT lässt auch frühere Bedenken hinsichtlich der Tokenomics des Projekts wieder aufleben: geringer Umlauf, umfangreiche Freigaben, Verkäufe durch die Stiftung und möglicher Insiderdruck. Für die Kryptomärkte ist dies nach dem Zusammenbruch von FTX eine vertraute Reihe von Risiken: Ein begrenzter Umlaufbestand kann den Preis zunächst stützen, doch eine steigende Emission und Verkäufe durch Großaktionäre belasten den Markt oft.

Vorerst bleiben die Behauptungen von ZachXBT nur Anschuldigungen und keine rechtlich festgestellten Tatsachen. Doch die Diskussion zeigt, dass Worldcoin wahrscheinlich nicht nur Fragen zu Datenschutz und Biometrie beantworten muss, sondern auch Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von WLD.

Auswirkungen auf die Krypto-Branche

Die Kritik von ZachXBT, einem der angesehensten unabhängigen Ermittler im Kryptobereich, unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Ethik und Transparenz großer Projekte, die mit sensiblen biometrischen Daten umgehen.

Der Fall Worldcoin verdeutlicht die potenziellen Reputations- und regulatorischen Risiken für Projekte, die Anreize durch Kryptowährungen mit der Erhebung personenbezogener Daten verbinden.

Darüber hinaus berichteten wir, dass ZachXBT ein nordkoreanisches IT-Netzwerk aufgedeckt hat, das monatlich 1 Million US-Dollar erwirtschaftet.

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