Bitcoin-Optimisten peilen 80.000 Dollar an, doch Inflationsängste bremsen den Aufschwung

Bitcoin-Optimisten peilen 80.000 Dollar an, doch Inflationsängste bremsen den Aufschwung
BTC fällt angesichts makroökonomischer Gegenwinde unter 77.000 Dollar

Die Bullen sind bestrebt, Bitcoin wieder über die 80.000-Dollar-Marke zu treiben, doch makroökonomische Gegenwinde verhindern einen nachhaltigen Ausbruch. Nachdem es Bitcoin Anfang dieser Woche nicht gelungen ist, sich über 79.400 Dollar zu halten, hat die Kryptowährung nachgegeben und notiert derzeit bei rund 77.000 Dollar.

Höhepunkte

  • Der BTC-Kurs liegt bei 76.160,56 $, was einem Rückgang von 2,1 % innerhalb der letzten 24 Stunden entspricht.
  • Die 80.000-Dollar-Marke bleibt entscheidend für die Bestätigung des Aufwärtstrends.
  • Die Stimmung der US-Verbraucher sank auf 49,8 Punkte und erreichte damit einen neuen Tiefststand.
  • Die Inflationserwartungen für das kommende Jahr stiegen auf 4,7 %, während die langfristigen Erwartungen auf 3,5 % kletterten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Aktuelle Marktsituation

Bitcoin erreichte ein 12-Wochen-Hoch bei fast 79.400 US-Dollar, konnte jedoch zum dritten Mal in acht Handelstagen die wichtige Widerstandsmarke von 79.000 US-Dollar nicht durchbrechen. Die Kryptowährung bewegt sich nun um die 77.000-Dollar-Marke, was die vorsichtige Stimmung unter den Anlegern widerspiegelt.

Auch Ethereum zeigte Schwäche und notierte bei 2.323 $. Der Crypto Fear & Greed Index liegt bei 38 und befindet sich damit weiterhin in der „Fear“-Zone, zeigte jedoch in den letzten Tagen eine leichte Verbesserung.

Makroökonomische Hindernisse

Laut CoinDesk sind die jüngsten Daten zur Verbraucherstimmung der University of Michigan das Haupthindernis für weitere Kursgewinne. Der Index fiel auf ein Rekordtief von 49,8 Punkten, was vor allem auf wachsende Inflationssorgen im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran zurückzuführen ist. Die Inflationserwartungen für ein Jahr stiegen auf 4,8 %, während die längerfristigen Erwartungen auf 3,5 % kletterten – den höchsten Stand seit Oktober 2025.

Diese Zahlen schränken den Spielraum der Federal Reserve für eine Lockerung der Geldpolitik ein. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihren Leitzins diese Woche unverändert bei 3,5–3,75 % belassen wird. Ähnliche Zurückhaltung ist auch bei anderen großen Zentralbanken zu beobachten.

Für Bitcoin bedeutet die aktuelle Situation, dass die kryptospezifische Nachfrage allein nicht ausreicht. Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs bleiben eine wichtige Stütze bei Kursrückgängen, doch ihre Wirkung ist begrenzt, wenn Investoren davon ausgehen, dass die Fed länger an ihrer restriktiven Geldpolitik festhält.

Die Bank of Japan ist ein weiterer Faktor. Händler preisen ebenfalls die Möglichkeit einer Zinserhöhung im Juni ein. Sollte sich die globale Liquidität aus mehreren Richtungen gleichzeitig verknappen, könnte es für Bitcoin schwieriger werden, die 80.000-Dollar-Marke schnell zurückzuerobern.

Derzeit ist das Marktbild klar: Die Bullen streben weiterhin einen Ausbruch an, doch die makroökonomischen Bedingungen schränken den Spielraum für einen nachhaltigen Aufwärtstrend ein.

Ausblick und Risiken

Die 80.000-Dollar-Marke bleibt für viele Käufer der letzten Zeit ein bedeutender psychologischer Widerstand und Break-even-Punkt, was starken Verkaufsdruck erzeugt.

Bis zur Entscheidung der Fed und der Veröffentlichung neuer Inflationsdaten dürfte BTC weiterhin sehr empfindlich auf Signale zu Zinssätzen und Dollar-Liquidität reagieren.

Während das institutionelle Interesse und die Zuflüsse in ETFs weiterhin stützend wirken, halten Analysten einen überzeugenden Ausbruch über 80.000 Dollar ohne klarere positive Signale von der makroökonomischen Seite für unwahrscheinlich. 

Wir haben bereits zuvor darauf hingewiesen, dass Bitcoin vor der Fed-Entscheidung in Richtung 77.000 $ fällt.

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