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Tether hat seine neu gestartete tether.wallet um einen Bitcoin-Faucet erweitert. Damit können Nutzer kleine Mengen an BTC über das Lightning Network erhalten und sich mit dem Ökosystem des Unternehmens vertraut machen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die neue Funktion wurde von Tether-CEO Paolo Ardoino auf der Bitcoin 2026-Konferenz in Lugano angekündigt. Um eine Auszahlung zu erhalten, müssen Nutzer mit den offiziellen Social-Media-Kanälen des Unternehmens interagieren und ihren tether.me-Benutzernamen verknüpfen.
Nach einer verifizierten Antwort mit dem Tag @btc sendet das System automatisch eine kleine Menge Bitcoin über das Lightning Network an die Wallet des Nutzers. Die Übertragung erfolgt nahezu sofort und vermeidet die für On-Chain-Transaktionen typischen Verzögerungen.
Tether setzt auf das Lightning Network, da es schnelle und kostengünstige BTC-Überweisungen ermöglicht. Dieser Ansatz soll den Einstieg für Nutzer vereinfachen, die bereits mit Stablecoins vertraut sind, aber noch keine Second-Layer-Lösungen von Bitcoin genutzt haben.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Verwendung von für Menschen lesbaren Benutzernamen anstelle langer Wallet-Adressen. In tether.wallet können Gelder an einen Benutzernamen gesendet werden, was Fehler reduziert und den Vorgang eher wie eine standardmäßige App-basierte Überweisung erscheinen lässt.
Die neue Wallet vereint Bitcoin, USDT und XAUT in einer einzigen Oberfläche. In dieser Konfiguration fungiert der Bitcoin-Faucet als Onboarding-Tool: Nutzer erhalten ein kleines Guthaben, können Transaktionen testen und ihre Vermögenswerte selbstständig verwalten, ohne auf externe Verwahrer angewiesen zu sein.
Die ersten Bitcoin-Faucets tauchten 2010 auf, als die Kryptowährung gerade erst an Fahrt gewann. Der bekannteste wurde vom Entwickler Gavin Andresen ins Leben gerufen, der pro Anspruch 5 BTC verschenkte, um Nutzer für das Netzwerk zu gewinnen. Faucets wurden zu einer einfachen Möglichkeit, Menschen an Bitcoin heranzuführen: Nutzer konnten einfache Aufgaben erledigen oder ein Captcha lösen, um Coins zu erhalten.
Im Laufe der Zeit verschwand dieses Modell weitgehend. Als der Preis von Bitcoin stieg, wurde das Verschenken selbst kleiner Beträge unwirtschaftlich, und die Auszahlungen sanken auf Bruchteile eines Cent. Zudem wurden Faucets zunehmend von Bots und Betrügern ausgenutzt, was ihre Wirksamkeit als Instrument zur Nutzerakquise schmälerte. Infolgedessen ließ das Interesse nach, und die Branche wandte sich anderen Onboarding-Methoden wie Börsenboni und Bildungsprogrammen zu. Erwähnenswert
ist, dass Tether vor zwei Wochen eine Wallet eingeführt hat, die Stablecoins, Gold und Bitcoin an einem Ort unterstützt.