Ripple eröffnet Hauptsitz in Dubai
Ripple eröffnet in Dubai eine neue Zentrale für den Nahen Osten und Afrika. Das Unternehmen plant, sein regionales Team angesichts der wachsenden Nachfrage nach regulierten Blockchain-Zahlungs- und Verwahrungsdienstleistungen zu verdoppeln.
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Laut seiner offiziellen Website befindet sich die neue Niederlassung im Dubai International Financial Centre (DIFC). Ripple erklärt, dass dieser Schritt dazu beitragen wird, enger mit Kunden und Partnern in der gesamten Region zusammenzuarbeiten. Der Nahe Osten spielt bereits eine bedeutende Rolle im globalen Geschäft von Ripple, zu dessen Kunden unter anderem die Zand Bank, Ctrl Alt, Garanti BBVA, Absa Bank und Chipper Cash zählen.
Warum Ripple sich für die VAE entschieden hat
Reece Merrick, Ripples Geschäftsführer für den Nahen Osten und Afrika, sagte, die Region sei in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wachstumsmotor geworden. Seinen Angaben zufolge verzeichnet das Unternehmen seit seinen Anfängen in den VAE eine starke Nachfrage lokaler Unternehmen nach regulierter, Blockchain-basierter Zahlungsinfrastruktur – und diese Nachfrage wächst weiter.
Vertreter Dubais sehen in Ripples Expansion ein Zeichen für das wachsende Vertrauen großer Unternehmen in die Regulierung digitaler Vermögenswerte des Emirats. Arif Amiri, CEO der DIFC Authority, sagte, die Präsenz von Ripple stärke Dubais Position als globaler Knotenpunkt für Blockchain-Technologie.
Das regionale Wachstum von Ripple wurde zudem durch behördliche Genehmigungen unterstützt. Im März 2025 gab das Unternehmen bekannt, dass es als erster Blockchain-Zahlungsanbieter eine Voll-Lizenz von der Dubai Financial Services Authority (DFSA) erhalten habe. Dies ermöglicht es Ripple, regulierte grenzüberschreitende digitale Zahlungsdienste von innerhalb des DIFC anzubieten.
Darüber hinaus wurde RLUSD – Ripples durch den US-Dollar gedeckter Stablecoin – von der DFSA anerkannt. Das bedeutet, dass regulierte Unternehmen innerhalb des DIFC den Vermögenswert nutzen können.
Ripple ist überzeugt, dass das neue Büro in Dubai seine Präsenz im Nahen Osten und in Afrika stärken, die Unterstützung für Finanzinstitute ausweiten und die Einführung einer regulierten Blockchain-Infrastruktur beschleunigen wird.
Von Nomaden zu globalen Drehkreuzen
Vor nicht allzu langer Zeit hatten große Krypto-Unternehmen überhaupt keinen festen Hauptsitz. Die Branche wuchs rasch unter regulatorischer Unsicherheit, sodass viele Projekte bewusst vermieden, an eine bestimmte Gerichtsbarkeit gebunden zu sein. Binance beispielsweise operierte jahrelang ohne offiziellen Sitz, wechselte zwischen Ländern und passte sich den lokalen Anforderungen an.
Das hat sich geändert, da der Markt reift und das institutionelle Interesse wächst. Krypto-Unternehmen benötigen nun Lizenzen, Bankbeziehungen und Zugang zu Großkunden. Infolgedessen etablieren sie sich in etablierten Finanzzentren wie Dubai, Singapur und Hongkong. In diesem Zusammenhang ist der Hauptsitz von Ripple nicht nur eine Expansion – er spiegelt einen umfassenderen Wandel hin zu einer strukturierteren und regulierteren Branche wider.
Erwähnenswert ist auch, dass Ripple XRP in letzter Zeit aktiver in den Kredit- und DeFi-Märkten positioniert hat.
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