ASIC gibt Krypto-Firmen mehr Zeit zur Sicherung von AFS-Lizenzen

ASIC gibt Krypto-Firmen mehr Zeit zur Sicherung von AFS-Lizenzen
ASIC gewährt Krypto-Unternehmen mehr Zeit für die Lizenzierung

​Australiens Finanzaufsichtsbehörde hat Krypto-Unternehmen mehr Zeit eingeräumt, um neue Lizenzanforderungen zu erfüllen. Die Australian Securities and Investments Commission hat ihre No-Action-Position bis zum 30. September 2026 verlängert und damit eine wichtige Compliance-Frist für Unternehmen verschoben, die mit digitalen Vermögenswerten handeln, welche unter das Finanzdienstleistungsgesetz fallen könnten.

Höhepunkte

  • ASIC verlängerte die No-Action-Position für Krypto-Firmen bis zum 30. Sept. 2026.
  • Die vorherige Frist war der 30. Juni 2026.
  • Unternehmen, die mit regulierten digitalen Vermögenswerten handeln, benötigen möglicherweise eine AFS-Lizenz.
  • Die Verlängerung gilt auch für Antragsteller von Markt- und Clearing-Lizenzen.

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Regulierungsbehörde gewährt Unternehmen drei zusätzliche Monate

Laut CoinGape gibt die Verlängerung Unternehmen für digitale Vermögenswerte zusätzliche drei Monate Zeit, um eine Australian Financial Services Licence zu beantragen oder zu ändern. Die vorherige Frist war der 30. Juni 2026.

Eine AFS-Lizenz ist für Unternehmen erforderlich, die regulierte Finanzdienstleistungen in Australien erbringen. Für Krypto-Unternehmen kann diese Anforderung für Betriebe gelten, die mit Stablecoins, tokenisierten Vermögenswerten, Investmentprodukten, Custody-Diensten, digitalen Wallets und Handelsplattformen arbeiten, je nachdem, wie diese Produkte strukturiert sind.

Die ASIC hat ihre regulatorischen Leitlinien im Oktober 2025 durch das Information Sheet 225, bekannt als INFO 225, aktualisiert. Die Leitlinien klärten, wann Produkte für digitale Vermögenswerte nach geltendem australischem Recht als Finanzprodukte behandelt werden können. Dieses Update brachte mehr Krypto-Unternehmen in den Lizenzrahmen des Landes und erhöhte den Druck auf Unternehmen, ihren regulatorischen Status zu formalisieren.

Die Aufsichtsbehörde weitete zudem den Umfang ihrer Erleichterungen aus. Die No-Action-Position gilt nun auch für Unternehmen, die unter Vereinbarungen als bevollmächtigte Vertreter oder Vermittler mit bestehenden AFS-Lizenzinhabern operieren oder solche eingehen.

Lizenzierungsoffensive weitet sich auf den gesamten Sektor aus

Die Änderung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Krypto-Unternehmen in Australien an ein formelleres regulatorisches Umfeld anpassen. Coinbase sicherte sich im April eine AFS-Lizenz in Australien, was unterstreicht, wie große Plattformen dazu übergehen, lokale Anforderungen zu erfüllen.

ASIC hatte zuvor Unternehmen für digitale Vermögenswerte aufgefordert, vor der früheren Frist im Juni schnell zu handeln. Unternehmen, die den Betrieb ohne die erforderliche Lizenz fortsetzen, können gegen Finanzdienstleistungsgesetze verstoßen und mit Strafen, einschließlich erheblicher Bußgelder, rechnen.

Die Verlängerung gilt auch für Unternehmen, die eine Australian Market Licence oder eine Clearing- und Settlement-Facility-Lizenz anstreben. Die ASIC erklärte, dass diese Unternehmen die Aufsichtsbehörde schriftlich über ihre Absicht informieren und bis zur selben Frist im September ein Vorgespräch führen müssen.

Die Lizenzierungsbemühungen sind Teil einer umfassenderen Neuausrichtung des australischen Ansatzes zur Krypto-Aufsicht. Das Land verabschiedete im April sein Digital Asset Framework, da die politischen Entscheidungsträger eine nationale Struktur für den Sektor schaffen wollten, während Krypto-Aktivitäten innerhalb der bestehenden Finanzmarktschutzmechanismen gehalten werden.

Australien integriert Krypto in das Lizenzsystem

Die Verlängerung ist kein Rückzug von der Regulierung. Sie gibt den Unternehmen mehr Zeit, bestätigt aber auch, dass Australien von Krypto-Unternehmen, die Finanzprodukte anbieten, erwartet, unter formellen Lizenzregeln zu agieren.

Die am stärksten betroffenen Unternehmen sind wahrscheinlich diejenigen, die mit Stablecoins, Wrapped Tokens, tokenisierten Wertpapieren, Custody, Wallets und Handelsplattformen befasst sind. Für kleinere Firmen könnten die zusätzlichen drei Monate das Risiko von Störungen verringern. Für größere Betreiber bekräftigt die Frist die Notwendigkeit, Krypto-Produkte mit dem australischen Finanzdienstleistungsregime in Einklang zu bringen.

Die Entscheidung der ASIC verschafft der Branche eine Atempause, aber die Richtung bleibt klar: Unternehmen für digitale Vermögenswerte in Australien werden näher an die traditionelle Finanzregulierung herangeführt.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2025 führte die australische Regierung einen neuen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte ein, der darauf ausgelegt ist, den Branchenteilnehmern mehr Klarheit zu verschaffen und Risiken im Zusammenhang mit Verbraucherschutz und Marktintegrität zu adressieren.

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