Michelle Bowman von der Fed plädiert für eine ausgewogene Aufsicht, da Blockchain und KI zunehmen

Michelle Bowman von der Fed plädiert für eine ausgewogene Aufsicht, da Blockchain und KI zunehmen
Michelle Bowman betont das Potenzial der Blockchain

Auf dem Blockchain-Symposium 2025 in Wyoming forderte die stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank für Aufsicht Michelle Bowman Regulierungsbehörden und Branchenführer auf, Innovationen aktiv zu fördern und gleichzeitig die Finanzstabilität zu gewährleisten. Sie betonte, dass die Vereinigten Staaten bei der Gestaltung ihres Ansatzes für digitale Vermögenswerte und aufkommende Technologien "an einem Scheideweg" stehen.

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In ihrer Rede hob Bowman hervor, dass Blockchain, Tokenisierung, künstliche Intelligenz und sogar Quantencomputer das Potenzial haben, Finanzdienstleistungen grundlegend zu verändern. Diese Instrumente, so Bowman, könnten Ineffizienzen bei der Übertragung von Vermögenswerten beseitigen, Transaktionskosten senken und den Zugang zu den Kapitalmärkten erweitern. Besondere Aufmerksamkeit widmete sie der Tokenisierung als Lösung für die seit langem bestehenden Probleme bei Eigentumsübertragungen, bei denen langsame manuelle Prozesse durch rationalisierte digitale Systeme ersetzt werden könnten.

"Jeder größere historische Wandel - Industrialisierung, Kommunikation, Internet - brachte tiefgreifende Veränderungen mit sich. Blockchain und KI könnten sich als ebenso bedeutend erweisen", so Bowman.

Von der Vorsicht zur Wettbewerbsfähigkeit

Bowman räumte zwar ein, dass die Regulierungsbehörden dazu neigen, sich auf die Risiken zu konzentrieren, betonte jedoch, dass übermäßige Vorsicht die Wettbewerbsfähigkeit der USA untergraben könnte. Sie wies darauf hin, dass Banken bereits digitale Vermögensverwahrungsdienste testen und Tokenisierung zur Verbesserung der Effizienz einsetzen, wobei die Nachfrage bei Instituten aller Größenordnungen steigt.

Sie wies auch auf die Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes hin, das die Bankaufsichtsbehörden mit der Entwicklung eines Regulierungsrahmens für Stablecoins beauftragte, als Beweis dafür, dass digitale Vermögenswerte in das Finanzsystem integriert werden. Stablecoins, so Bowman, könnten schließlich die traditionelle Zahlungsinfrastruktur stören.

Aufbau eines anpassungsfähigen Überwachungsmodells

Bowman betonte, dass die Federal Reserve auf ein Regulierungsmodell hinarbeitet, das Risikomanagement mit Raum für Innovationen kombiniert. Sie nannte vier Schlüsselprinzipien: Regulierungssicherheit, Verhältnismäßigkeit, Einhaltung von Verbraucherschutzstandards und Beibehaltung der Führungsrolle der USA als Drehscheibe für Innovationen.

"Wir können keinen Einheitsansatz verfolgen", sagte Bowman und forderte die Regulierungsbehörden auf, die einzigartigen Merkmale neuer Finanztechnologien zu berücksichtigen, anstatt veraltete Regeln anzuwenden.

Sie gab außerdem bekannt, dass das Reputationsrisiko bei aufsichtlichen Überprüfungen nicht mehr berücksichtigt wird. Diese Änderung, so Bowman, gewährleistet gleiche Wettbewerbsbedingungen für Banken, die mit legalen Unternehmen zusammenarbeiten, einschließlich Unternehmen für digitale Vermögenswerte.

Für ein konstruktives Engagement

Bowman rief zur Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsbehörden, Banken und Entwicklern auf, um neue Technologien besser zu verstehen, insbesondere ihre potenzielle Rolle bei der Betrugsbekämpfung. Sie schlug sogar vor, dass Mitarbeiter der Federal Reserve davon profitieren könnten, kleine Mengen digitaler Vermögenswerte zu halten, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

"Innovation und Regulierung müssen nicht auf entgegengesetzten Seiten stehen", schloss Bowman. "Gemeinsam können sie ein sichereres, stärkeres und effizienteres Finanzsystem schaffen."

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