Michael Saylor und Krypto-Führer drängen die USA zur Einführung einer strategischen Bitcoin-Reserve
Der Mitbegründer von Strategy, Michael Saylor, und eine Gruppe von Führungskräften aus der Kryptowährungsbranche versammelten sich auf dem Capitol Hill zu einem Rundtischgespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem Ziel, eine Strategie zur Förderung des Bitcoin-Gesetzes zu entwickeln. Die Gesetzgebung fordert die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve der USA und ermächtigt die Regierung zum Erwerb von bis zu 1 Million BTC über fünf Jahre.
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Das Treffen, das von Senatorin Cynthia Lummis (R-Wyo.) und Abgeordnetem Nick Begich (R-Alaska) organisiert wurde, markierte den bisher sichtbarsten Versuch, Präsident Donald Trumps Durchführungsverordnung vom März zur Einrichtung einer föderalen Bitcoin-Reserve und eines separaten Lagerbestands an digitalen Vermögenswerten gesetzlich zu verankern, berichtete CNBC.
Positionen und Diskussionspunkte
Zu den Teilnehmern gehörten Saylor, der CEO von Marathon Digital, Fred Thiel, und andere führende Vertreter von Mining- und Verwahrungsfirmen. Die Befürworter der Initiative bezeichneten die Reserve als strategische Absicherung und eine Möglichkeit, um sicherzustellen, dass die USA die nächste Phase der Finanzinfrastruktur anführen, die auf nachweislich knappen digitalen Vermögenswerten aufbaut. Der Plan, bis zu 1 Million BTC - etwa5 % des endgültigen Angebots der Kryptowährung - zu akkumulieren, sieht eine langfristige Haltung vor und wurde mit einem "digitalen Fort Knox" verglichen.
Dennoch bleibt der weitere Weg unklar. Finanzminister Scott Bessent hat vor direkten Käufen durch die Regierung gewarnt und im August erklärt, dass die Behörden nicht beabsichtigen, Bitcoin direkt zu kaufen, sondern sich stattdessen hauptsächlich auf beschlagnahmte Vermögenswerte im Wert von 15 bis 20 Milliarden Dollar verlassen werden, wobei sie sich die Möglichkeit künftiger Anpassungen offen lassen. Diese Haltung verdeutlicht das Spannungsverhältnis zwischen den ehrgeizigen Zielen des Gesetzgebers und dem Finanzierungsmodell, mit dem neue Kosten für den Steuerzahler vermieden werden sollen.
Ausblick und nächste Schritte
Das taktische Ziel des Runden Tisches bestand darin, die Positionen der Branche abzustimmen und einen Weg für den Gesetzentwurf durch die Kongressausschüsse zu finden. Befürworter argumentieren, dass das Bitcoin-Gesetz die finanzielle Widerstandsfähigkeit stärken und eine Absicherung gegen systemische Risiken bieten würde, während Kritiker auf Volatilität und Sicherheitsbedenken hinweisen. Trumps Durchführungsverordnung verlangt bereits, dass das Finanzministerium Rechts- und Investitionsanalysen für die Verwaltung der Bitcoin-Reserve und des breiteren Bestands an digitalen Vermögenswerten vorlegt - eine Arbeit, die die endgültige Fassung des Gesetzes prägen wird.
Im Moment hängen die Aussichten des Bitcoin-Gesetzes von der Bildung von Koalitionen ab. Wenn der Kongress den vorgeschlagenen Rahmen annimmt, könnten die USA von der Ad-hoc-Verwahrung beschlagnahmter Münzen zu einer verwalteten Reserve mit einem mehrjährigen Akkumulationsplan und klaren Regeln für die Verwahrung und Buchführung übergehen. Andernfalls könnte die Reserve auf die von den Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmten Vermögenswerte beschränkt bleiben.
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