US-Gesetzgeber befassen sich mit dem Thema Krypto-Debanking inmitten wachsender Bedenken in Washington
Das Thema Krypto-Debanking gewinnt in Washington an Bedeutung. Gesetzgeber beider Parteien äußern sich besorgt darüber, dass Banken den Zugang zu Finanzdienstleistungen für Kryptounternehmen einschränken. Während die Republikaner bei der Forderung nach Untersuchungen die Führung übernommen haben, hat Senatorin Elizabeth Warren (D-Mass.), eine häufige Kritikerin der Krypto-Industrie, das Problem anerkannt.
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Während einer Anhörung des Bankenausschusses des Senats am Mittwoch mit dem Titel "Untersuchung der tatsächlichen Auswirkungen des Debanking in Amerika" äußerte Warren ihre Besorgnis darüber, dass Banken Konten für Unternehmen und Privatpersonen ohne klare Begründung schließen, berichtet The Block.
Warren wandte sich speziell an den CEO von Anchorage Digital, Nathan McCauley, dessen Firma, eine staatlich gecharterte Kryptobank, mit Problemen bei den Banken zu kämpfen hat. "Ich glaube nicht eine Sekunde, dass Sie aus unserem Bankensystem ausgeschlossen werden sollten", sagte Warren und fügte hinzu, dass Banken nicht in der Lage sein sollten, willkürlich Konten zu schließen, wenn die Firmen innerhalb der gesetzlichen Grenzen operieren.
Regulatorische Prüfung und Freigabe von FDIC-Dokumenten
Mit der Verschärfung der Debatte werden auch die Aufsichtsbehörden immer genauer unter die Lupe genommen. Am Mittwoch veröffentlichte die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) 175 Dokumente, die detailliert beschreiben, wie die Behörde kryptobezogene Bankaktivitäten überwacht hat. Der amtierende FDIC-Vorsitzende Travis Hill stellte fest, dass Banken, die eine Genehmigung für kryptobezogene Dienstleistungen beantragten, oft mit langen Verzögerungen, zusätzlichen Dokumentationsanforderungen und sogar mit einer völligen Ablehnung durch die Aufsichtsbehörden konfrontiert waren.
Die Kontroverse hat rechtliche Schritte ausgelöst: Coinbase hat eine Klage gegen die FDIC eingereicht und wirft ihr vor, den Zugang von Kryptounternehmen zu Bankdienstleistungen absichtlich zu behindern. Die Klage zielt auf interne Mitteilungen der Behörde ab, darunter sogenannte "Pausenbriefe", die angeblich an Banken geschickt wurden, um Krypto-Partnerschaften zu verhindern.
Da eine weitere Anhörung im Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses geplant ist, warten Kryptounternehmen und Gesetzgeber gleichermaßen auf weitere Entwicklungen. Warren hat das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) als wichtigen Akteur bei der Bekämpfung unlauterer Bankpraktiken genannt. Die CFPB ist jedoch unter Beschuss der Trump-Administration geraten, und der Milliardär Elon Musk hat sich für ihre Abschaffung durch das neu geschaffene Department of Government Efficiency eingesetzt.
Während sich Washington mit der Zukunft des Krypto-Bankwesens auseinandersetzt, unterstreicht die Debatte ein breiteres Ringen um finanziellen Zugang, regulatorische Klarheit und die sich entwickelnde Rolle digitaler Vermögenswerte in der US-Wirtschaft.
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