Deutschlands verarbeitendes Gewerbe steigert Auftragseingang im September
Nach dem starken Rückgang im August zieht der reale Auftragseingang im deutschen verarbeitenden Gewerbe im September 2026 wieder an. Treiber sind vor allem die Automobilindustrie und der Maschinenbau, während auch die Bestellungen aus dem Ausland zulegen.
Das Wichtigste
- Der preisbereinigte Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe steigt im September 2026 saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent gegenüber August, ohne Großaufträge plus 5,1 Prozent.
- Der deutliche Zuwachs resultiert vor allem aus einem Anstieg in der Automobilindustrie um 10,5 Prozent und im Maschinenbau um 8,3 Prozent, gestützt durch einen Großauftrag.
- Auslandsaufträge legen im September 2026 um 2,8 Prozent zu, was den exportorientierten deutschen Industriesektor zusätzlich stützt.
Anstieg im September und Treiber der Bestellungen
Wie Destatis mitteilt, steigt der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2026 gegenüber August saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent. Ohne Großaufträge liegt das Plus bei 5,1 Prozent zum Vormonat.Im August 2026 sinkt der Auftragseingang nach revidierten vorläufigen Ergebnissen um 10,1 Prozent gegenüber Juli, nach zuvor gemeldeten minus 10,6 Prozent. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich liegt das Volumen im dritten Quartal 2026 insgesamt um 0,2 Prozent über dem zweiten Quartal, ohne Großaufträge ergibt sich ein Zuwachs von 0,1 Prozent.
Die Entwicklung im September wird zu einem großen Teil vom Anstieg in der Automobilindustrie getragen, wo die Bestellungen im Monatsvergleich um 10,5 Prozent zulegen. Auch der Maschinenbau verzeichnet mit plus 8,3 Prozent ein deutliches Wachstum, wobei ein Großauftrag in der Herstellung von Maschinen, Verbrennungsmotoren und Turbinen das Ergebnis zusätzlich stützt.
Impuls für Industrie und Exportgeschäft
Nach Gütergruppen steigen die Auftragseingänge bei den Investitionsgütern im September 2026 um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern ergibt sich ein Plus von 0,5 Prozent, bei den Konsumgütern ein besonders starker Zuwachs von 14,4 Prozent.Auch das Auslandsgeschäft entwickelt sich positiv. Die Auslandsaufträge nehmen im September 2026 um 2,8 Prozent zu, was dem exportorientierten deutschen Industriesektor zusätzlichen Rückenwind gibt.
In unserem früheren Beitrag zur DAX-Entwicklung haben wir den deutlichen Tagesanstieg und die bullische technische Lage des Index über wichtigen gleitenden Durchschnitten eingeordnet. Dabei standen das anhaltende Kaufinteresse, zentrale Unterstützungen sowie die kurzfristige Handelsspanne und ein mögliches Ausbruchsniveau als entscheidende Faktoren für die weitere Richtung im Fokus.
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