LVMH-Aktie gewinnt 1,7%, da die US-Verkäufe den Ausblick für 2026 erhöhen
Am 15. Dezember wird die LVMH-Aktie bei 634,80 € gehandelt, was einem Anstieg von 1,7 % in den letzten 24 Stunden entspricht und eine leichte Erholung nach wochenlangem richtungslosem Handel bedeutet. Das aktuelle Niveau liegt in der Nähe des 50-Tage-SMA, aber immer noch unter dem 200-Tage-SMA.
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Höhepunkte
- LVMH wird bei €634,80 gehandelt, mit einem Plus von 1,7 %, unterstützt durch die erneute Nachfrage nach Luxusgütern in den USA.
- Die technischen Daten zeigen einen vorsichtigen Aufwärtstrend, mit einem Widerstand bei 650 € und einer Unterstützung bei 600 €.
- Die Wachstumsprognose von 4% für 2026 hängt von einer anhaltenden Dynamik in den USA und einer Erholung in China ab.
Der jüngste Auslöser für die Aufwärtsbewegung des LVMH-Kurses ist der wachsende Optimismus hinsichtlich der Verbrauchernachfrage in den USA bis zum Jahr 2026. Laut MonteNapodaily rechnet das Konglomerat mit einem Wachstum von bis zu 4 % im nächsten Jahr, wobei das US-Luxussegment die Erholung anführt. Dies spiegelt sowohl solide Trends in der Urlaubssaison als auch strategisches Marketing in US-Premiumstädten wider, wo LVMH seine Markenpräsenz durch die Renovierung von Flaggschiffen und erlebnisorientierte Einzelhandelskonzepte erhöht hat.
Das breitere Umfeld bleibt jedoch uneinheitlich. Während der Appetit der Amerikaner auf hochwertige Waren wieder zunimmt, entwickeln sich andere Regionen wie Japan und Teile Europas weiterhin unterdurchschnittlich. China, das in der Vergangenheit mehr als 30 % zum Umsatzwachstum im Luxussegment beigetragen hat, bleibt aufgrund des sich verlangsamenden BIP-Wachstums und der ungleichmäßigen Erholung nach dem COVID unberechenbar.
In der Zwischenzeit lieferte das Unternehmen eine bescheidene positive Überraschung bei den Q3-Ergebnissen. LVMH verzeichnete ein leichtes organisches Umsatzwachstum, das den Konsens der Analysten übertraf und die Stimmung der Anleger vorübergehend aufhellte. Dies trug dazu bei, dass sich die Aktie im Oktober stabilisieren konnte, nachdem sie seit ihren Höchstständen im Sommer um fast 15 % gefallen war. Im gesamten Luxussektor bleiben Vergleiche relevant. Während Hermès seine Preissetzungsmacht und sein Prämienwachstum beibehalten hat, sehen sich Konkurrenten wie Kering mit größeren Herausforderungen konfrontiert, insbesondere in ihrem Gucci-Segment. Richemont profitiert weiterhin von der Nachfrage nach Schmuck und Uhren, ist aber weniger stark in den Bereichen Mode und Lederwaren engagiert, in denen LVMH nach wie vor dominiert.
Trotz positiver Dynamik droht Widerstand bei €650
Aus Sicht der technischen Analyse scheint sich eine kurzfristige Unterstützung bei 615 € zu bilden, wo die Aktie im November mehrfach abprallte. Ein festerer Boden ist bei 600 € auszumachen, einem psychologisch wichtigen Niveau und dem jüngsten Swing-Tief. Auf der Oberseite sieht sich LVMH einem Widerstand zwischen €645 und €655 gegenüber - einer Zone, die zwei jüngste Erholungsversuche im Oktober und Anfang Dezember stoppte.
Das Volumen war zwar konstant, aber nicht beeindruckend, was darauf hindeutet, dass weder die Bullen noch die Bären wirklich überzeugt sind. Momentum-Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) bewegen sich um die neutrale 55er-Marke und signalisieren weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen. Die MACD-Linien konvergieren, was häufig einem Ausbruch vorausgeht - die Richtung bleibt jedoch ungewiss.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (Oktober 2025 - Dezember 2025). Quelle: TradingView.
An den ausländischen Börsen, wie z. B. dem OTC-Markt unter dem Kürzel LVMHF, bewegt sich der auf US-Dollar lautende Kurs in der Nähe von 738 $, was ein ähnliches flaches bis leicht bärisches Profil widerspiegelt. In den letzten Sitzungen war die Volatilität begrenzt, wobei die Bewegungen innerhalb eines Tages im Allgemeinen innerhalb einer engen Spanne von 1 % lagen. Die Anlegerbeteiligung ist nach wie vor verhalten, was auf eine abwartende Haltung im Hinblick auf die Gewinnprognosen zum Jahresende schließen lässt.
Mildes Aufwärtsszenario abhängig von regionalen Nachfragetrends
Wenn die Nachfrage in den USA weiterhin ansteigt und die makroökonomischen Bedingungen stabil bleiben - insbesondere, wenn der chinesische Tourismus wieder anzieht und der Zinsdruck nachlässt - könnte LVMH den Widerstandsbereich zwischen 655 und 660 € erneut testen und möglicherweise durchbrechen. In diesem Fall ist eine kurzfristige Bewegung in Richtung 675 € im ersten Quartal 2026 möglich. Ein starkes Weihnachtsgeschäft und die Beilegung von Arbeitskonflikten würden eine solche Rallye wahrscheinlich beschleunigen.
Im Basisszenario erzielt das Unternehmen wie prognostiziert ein organisches Wachstum von 3 bis 4 %, aber der Margendruck und die ungleichmäßige globale Erholung halten die Aktie in den nächsten zwei bis drei Monaten in einer Spanne zwischen 610 und 650 €. Die Marktteilnehmer werden wahrscheinlich die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 abwarten, um Klarheit über die künftigen Margenprognosen zu erhalten.
Die Beschäftigten von Moët & Chandon und Veuve Clicquot, die zur LVMH-Sparte Moët Hennessy gehören, haben erneut Streiks wegen der von der Gewerkschaft CGT organisierten Bonuskürzungen zum Jahresende begonnen . Der weltweite Vertrieb ist zwar vorerst nicht betroffen, doch könnte ein längerer Streik die Abfüllung und die Urlaubslogistik stören - eine für den Champagnerabsatz entscheidende Zeit.
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