LVMH-Aktie legt um 1,3 % zu, obwohl RBC das Kursziel auf 600 € senkte und das „Outperform“-Rating beibehielt
Im Luxussektor herrscht nach wie vor ein instabiles Gleichgewicht. Am 25. März wird die LVMH-Aktie bei 466,50 € gehandelt und hat in den letzten 24 Stunden um 1,3 % zugelegt. Dies deutet darauf hin, dass die Bullen versuchen, nach dem zunehmenden Verkaufsdruck in den letzten Monaten wieder die Kontrolle zu erlangen.
Höhepunkte
- Die LVMH-Aktie stabilisiert sich nach einem vorherigen Rückgang. Die technischen Indikatoren bestätigen jedoch einen Abwärtstrend mit begrenzter Aufwärtswahrscheinlichkeit auf kurze Sicht.
- RBC senkte das Kursziel auf 600 €, hält aber an der Outperform-Einstufung fest und verweist auf die nachlassende Nachfrage, den Gegenwind durch die Währung und die zunehmenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten.
- Kurzfristig könnte der Kurs Abwärtsrisiken aufweisen, sofern sich die makroökonomischen Bedingungen und die Luxusnachfrage nicht verbessern.
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RBC hat sein Kursziel für LVMH von 625 € auf 600 € gesenkt, stuft die Aktie aber weiterhin mit "Outperform" ein. Dies signalisiert einen vorsichtigeren kurzfristigen Ausblick, ohne die konstruktive langfristige Haltung aufzugeben. Die Bank erwartet für das erste Quartal einen Umsatz von 18,57 Milliarden Euro. Dies bedeutet ein flaches organisches Wachstum, aber einen Rückgang um 9 % im Vergleich zum Vorjahr aufgrund negativer Währungseffekte. Diese Kombination impliziert den zunehmenden Einfluss externer Faktoren auf das Gesamtergebnis.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 deutet das Basisszenario von RBC auf einen leichten Umsatzrückgang von 0,6 % hin. Dies geht mit einem Anstieg des Betriebsergebnisses um 1,6 % einher. Die erwartete Rentabilitätsverbesserung ist auf eine bescheidene Margenausweitung zurückzuführen. Dies deutet darauf hin, dass LVMH trotz der schwächeren Umsatzdynamik seine Preissetzungsmacht und Kostendisziplin beibehält. Diese Divergenz zwischen Umsatz- und Gewinnwachstum unterstreicht eine Übergangsphase. Effizienzsteigerungen gleichen die nachlassende Nachfrage teilweise aus.
Die Bank weist auch auf Abwärtsrisiken im Zusammenhang mit geopolitischen Risiken hin, insbesondere im Nahen Osten. Dieser trägt rund 6 % zum Konzernumsatz bei. In einem moderaten Stressszenario, das einen Umsatzrückgang von 30 % in der Region vorsieht, könnte der jährliche Gesamtumsatz um 2,4 % sinken, wobei die Margenerosion begrenzt wäre. Trotz dieser Risiken und eines Kursrückgangs von 13% hält RBC LVMH weiterhin für eine langfristige Kernbeteiligung. Die Analysten verweisen auf die strukturellen Stärken des Unternehmens und seine führende Position im Sektor.
Technische Struktur zeigt anhaltenden Abwärtstrend
Das technische Profil von LVMH bleibt trotz des jüngsten Wachstums überwiegend rückläufig. Die Aktie tendiert innerhalb eines klar definierten Abwärtskanals nach unten. Aufeinanderfolgende niedrigere Höchststände bestätigen den anhaltenden Verkaufsdruck. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt ist weiterhin rückläufig und bleibt unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Dies verstärkt den längerfristigen Negativtrend.
Die unmittelbare Unterstützung liegt jetzt bei 450 €, einem Niveau, das während der jüngsten Rückschläge gehalten hat. Ein Durchbruch unter diese Schwelle würde wahrscheinlich zu einem beschleunigten Abwärtstrend in Richtung 420 € führen, wo zuvor eine historische Nachfrage zu verzeichnen war. Auf der Oberseite liegt der Widerstand fest bei 500 €. Danach folgt eine stärkere Barriere bei 520 €, die mit früheren Konsolidierungszonen übereinstimmt.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (Januar 2026 - März 2026). Quelle: TradingView.
Die Momentum-Indikatoren deuten auf eine begrenzte Erholungsstärke hin. Der Relative-Stärke-Index liegt weiterhin im mittleren 40er-Bereich. Er zeigt, dass die Aktie zwar nicht mehr überverkauft ist, es ihr aber an einem starken Aufwärtsmomentum fehlt. Auch die Volumenmuster deuten auf eine Verteilung hin. Bei Rückgängen wird tendenziell mehr gehandelt als bei Aufschwüngen. Dieses Ungleichgewicht bestätigt die Tatsache, dass die institutionellen Anleger ihr Engagement in diesem Vermögenswert immer noch reduzieren.
Kurzfristige Aussichten deuten auf anhaltende Volatilität hin
LVMH dürfte in nächster Zeit weiter unter Druck stehen. Es wird erwartet, dass sich der Kurs in den kommenden Wochen innerhalb einer Spanne von 440 bis 500 € bewegen wird. Das Basisszenario deutet auf eine fortgesetzte Konsolidierung in der Nähe der aktuellen Niveaus hin. Darüber hinaus besteht aufgrund der hohen Konzentration makroökonomischer Unsicherheiten eine abwärts gerichtete Tendenz.
In einem rückläufigen Szenario könnte ein Durchbruch unter 450 € den Weg in Richtung 420 € eröffnen. Ein potenzieller Rückgang von etwa 10 % gegenüber dem derzeitigen Niveau ist wahrscheinlich. Dieses Ergebnis könnte durch die schwache chinesische Nachfrage und die aktuellen Gewinnmeldungen verursacht werden.
Morgan Stanley senkte sein Kursziel für LVMH von € 635 auf € 565, behielt aber die Einstufung "Equalweight" bei und signalisierte damit einen vorsichtigeren kurzfristigen Ausblick. Die Korrektur spiegelt die schwächeren Erwartungen für Anfang 2026 wider, da die Umsätze im Bereich Mode- und Lederwaren im ersten Quartal nun um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr zurückgehen dürften.
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