The quality group knackt Umsatzmilliarde, More Nutrition treibt US-Expansion voran

The quality group knackt Umsatzmilliarde, More Nutrition treibt US-Expansion voran
TQG knackt Umsatzmilliarde

Quelle: Forbes AT

Höhepunkte

  • The Quality Group prognostiziert für 2025 einen Umsatz von über 1 Mrd. Euro nach einer Verfünffachung auf über 800 Mio. Euro zwischen 2021 und 2024.
  • CVC hält seit 2022 81 Prozent an TQG, während Gründer Christian Wolf nach seinem Ausstieg 2023 keine operative Rolle mehr innehat.
  • TQG expandiert durch den Zukauf der US-Marke Raw Nutrition im April 2025 und eine laufende More-Nutrition-US-Expansion, bleibt aber mit über 80 Prozent Umsatzanteil stark vom deutschen Markt abhängig.

Während der Markt für Nahrungsergänzungsmittel und Lifestyle-Produkte weltweit weiter wächst, rückt in der DACH-Region ein Konzern in den Fokus, der sein Wachstum stark über Social Media beschleunigt hat. The Quality Group (TQG), entstanden aus More Nutrition und ESN, rechnet für 2025 mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz. Parallel treibt die Gruppe ihre Internationalisierung an, unter anderem mit einem Ausbau des US-Geschäfts.

Umsatzsprung, Eigentümerstruktur und Wachstumshebel

Mitgründer Christian Wolf (Mitgründer von More Nutrition) beschreibt im Forbes-Interview, wie Social Media zum zentralen Wachstumstreiber für die Marke wurde. More Nutrition wurde 2017 gegründet und fusionierte später mit ESN, daraus ging TQG hervor. Zwischen 2021 und 2024 habe sich der Umsatz laut Bericht auf über 800 Mio. Euro vervierfacht, 2025 werde die Milliardenschwelle überschritten. Als Profitabilitätsindikator wird eine EBITDA-Marge von rund 12 Prozent für 2023 genannt, was bei aktuellen Umsätzen einem EBITDA von über 100 Mio. Euro entsprechen würde.

2022 stieg der Private-Equity-Fonds CVC schrittweise ein und übernahm 81 Prozent des Unternehmens. Wolf, der nach dem Merger noch rund 17 Prozent gehalten haben soll, verkaufte im Zuge des Einstiegs mehr als die Hälfte seiner Anteile, Details kommentiert er laut Bericht wegen Verschwiegenheitsvereinbarungen nicht. In Medien kursierende Summen von „über 10 Mio. Euro“ für seinen Exit seien im Verhältnis zur damaligen Bewertung von 800 Mio. Euro zu niedrig, heißt es im Beitrag, ohne dass Wolf eine Zahl bestätigt. Seit seinem Ausstieg 2023 hat Wolf keine operative Rolle mehr, bleibt aber als prominentes Gesicht in der öffentlichen Wahrnehmung eng mit der Marke verknüpft.

Expansion in die USA und mögliche IPO-Gerüchte

TQG erweitert sein Portfolio und setzt auf Wachstum außerhalb des Kernmarkts Deutschland. Im April 2025 wurde der Zukauf der US-Marke Raw Nutrition verkündet. Zudem expandiert More Nutrition laut Bericht aktuell in die USA, entsprechende Jobs seien auf der Unternehmenswebseite ausgeschrieben und teils bereits besetzt worden. Der Artikel beziffert den Anteil Deutschlands am Umsatz von More Nutrition weiterhin auf mehr als 80 Prozent, was die Abhängigkeit vom Heimatmarkt verdeutlicht und zugleich Spielraum für Auslandswachstum zeigt.

Mit Private-Equity-Kapital im Rücken werden außerdem wiederholt Spekulationen über einen möglichen Börsengang genannt. Wolf sagt im Interview, er wisse noch nicht, wie seine Rolle bei einem Exit oder IPO aussehen würde. Für ein Unternehmen mit IPO-Perspektive gelten Reputationsrisiken als sensibel, insbesondere wenn die Markenkommunikation stark über polarisierende Social-Media-Präsenz läuft. TQG wird seit Mai 2024 von CEO Heikki Takala geführt, der zuvor Amer Sports leitete; im Bericht wird beschrieben, dass Takala aktiv den Austausch mit Wolf gesucht habe.

Reputationsrisiken im Social-Media-getriebenen Supplementgeschäft

Das Geschäftsmodell im Nahrungsergänzungssektor ist stark von Vertrauen, Claims und Influencer-Marketing geprägt, was Konfliktpotenzial erhöht. Wolf polarisiert laut Bericht mit konfrontativem Kommunikationsstil, Auseinandersetzungen mit Medien und juristischen Streitfällen. Eine TQG-Sprecherin wird mit der Einschätzung zitiert, man schätze Wolfs „wertvollen Draht zur Community“ sowie kreative Impulse und Trendverständnis. Gleichzeitig werden im Text Konflikte mit Kritikerinnen und Kritikern sowie Verfahren im Umfeld von Werbeaussagen und öffentlicher Kritik thematisiert, die für die Branche typisch sind, wenn Marketingaussagen rechtlich überprüft werden.

Für TQG ergibt sich daraus ein Spannungsfeld: Reichweite und Markenbindung durch Creator-getriebenes Marketing auf der einen Seite, Risiko von Kontroversen auf der anderen. Der Bericht verweist außerdem auf einen boomenden Weltmarkt, der in den kommenden Jahren deutlich wachsen könnte, was das Interesse von Investoren an skalierbaren Marken wie More und ESN weiter erhöht. Ob die Wachstumsstory mittelfristig in Richtung weiterer Zukäufe, stärkere US-Durchdringung oder Börsengang führt, bleibt offen.

Zuletzt berichteten wir über den Forbes Top Creators-Summit 2025 und die Veröffentlichung der „Top Creators 2025“-Liste mit 40 einflussreichen Social-Media-Persönlichkeiten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Im Mittelpunkt standen die Professionalisierung der Creator-Ökonomie, neue Kooperationsmodelle zwischen Influencern und Unternehmen sowie der wachsende Stellenwert von Creatormarketing. Thematisiert wurden dabei auch die Risiken stark polarisierender Creator – unter anderem am Beispiel von Christian Wolf.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.