J&J erhöht Prognose für 2026 und erwartet einen Umsatz von 100,5 Mrd. US-Dollar

J&J erhöht Prognose für 2026 und erwartet einen Umsatz von 100,5 Mrd. US-Dollar
J&J übertrifft Umsatzschätzungen, aber Aktie rutscht wegen Gewinnrückgang um 2% ab

Johnson & Johnson verzeichnete ein weiteres starkes Quartal mit einem Umsatzanstieg von 9 % auf 24,6 Mrd. USD und übertraf damit den FactSet-Konsens von 24,1 Mrd. USD, da sich die Umstellung auf die Onkologie weiterhin auszahlt.

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Die Dynamik des Unternehmens wurde von zwei wichtigen Medikamenten zur Behandlung des Multiplen Myeloms, Darzalex und Carvykti, angeführt, die in den Mittelpunkt der Strategie von CEO Joaquin Duato gerückt sind, berichtet Market Watch.

Allein Darzalex erzielte im 4. Quartal einen Umsatz von 3,9 Mrd. USD, ein Plus gegenüber 3,1 Mrd. USD im Vorjahr und über der Schätzung von 3,7 Mrd. USD. J&J hat offen gesagt, dass es bis 2030 der weltweit führende Hersteller von Krebsmedikamenten werden will und bis dahin einen Umsatz von 50 Milliarden Dollar im Bereich Onkologie anstrebt. Duato hat das Myelom als eine Kategorie bezeichnet, die J&J dominieren will, und erklärte den Anlegern, dass es das Ziel sei, dass "vier von fünf" Patienten mindestens ein J&J-Produkt in ihrer Therapie verwenden. Der umfassendere Plan grenzt die Prioritäten des Unternehmens im Bereich der "innovativen Medizin" auf die Bereiche Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften ein, während sich die Medizintechnik auf die Bereiche Herz-Kreislauf, Chirurgie und Augenheilkunde konzentriert.

Gewinn bleibt hinter den Erwartungen zurück, da Umstrukturierung und Strategiewechsel greifen

Trotz des starken Umsatzes blieb die Rentabilität von J&J hinter den Erwartungen der Analysten zurück, was darauf hindeutet, dass die Übergangsphase des Unternehmens noch Kosten verursacht. Der Nettogewinn lag bei 5,1 Mrd. USD, höher als die 3,4 Mrd. USD des Vorjahres, aber unter der Konsensschätzung von 5,9 Mrd. USD. Die Aktien gaben nach dem Bericht im vorbörslichen Handel um etwa 2 % nach, obwohl die Umsatzzahlen solide waren. J&J ist auch dabei, sein Geschäftsmodell unter dem Dach von Duato umzugestalten. Dazu gehört auch die geplante Ausgliederung der Sparte für orthopädische Geräte, die etwa 10 % des Gesamtumsatzes ausmacht.

Diese Verlagerung soll das Unternehmen straffen und die Ressourcen auf seine sechs Kernbereiche konzentrieren, wobei die Onkologie im Mittelpunkt steht. Dennoch lag der bereinigte Gewinn pro Aktie bei 2,46 US-Dollar und entsprach damit den Erwartungen, nachdem akquisitionsbedingte und einmalige Posten herausgerechnet wurden. Nach Angaben des Unternehmens spiegelt diese bereinigte Kennzahl unter anderem die Auswirkungen der jüngsten Übernahme des Krebs-Biotech-Unternehmens Halda Therapeutics wider.

Der Ausblick für 2026 signalisiert Zuversicht, und die Aktie spiegelt eine Hausse-Bewertung wider

J&J hob seinen Ausblick an und rechnet für 2026 mit einem Umsatz von 100,5 Mrd. USD und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 11,53 USD, beides mehr als im Jahr 2025. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag der Umsatz bei 94,2 Mrd. USD und das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 11,03 USD, was zeigt, dass das Unternehmen von einer weiteren Beschleunigung des Wachstums im neuen Jahr ausgeht. Die neue Prognose übertrifft auch die Erwartungen der Börse: Der FactSet-Konsens liegt bei 98,94 Mrd. USD für den Umsatz und 11,48 USD für den Gewinn pro Aktie im Jahr 2026. Duato sagte kürzlich zu den Anlegern, er erwarte, dass J&J "2026 besser abschneiden wird als 2025", und sagte, dass die Sichtbarkeit im späteren Verlauf des Jahrzehnts ein zweistelliges Wachstum unterstützt. Der Markt hat diese Aussage bisher weitgehend unterstützt, da die J&J-Aktien im letzten Jahr um 47 % gestiegen sind, während der S&P 500 um 12 % zulegte. Die Aktie schloss am 15. Januar mit einem Rekordstand von 219,57 $, was unterstreicht, wie stark die Anleger die auf Onkologie ausgerichtete Strategie einpreisen.

Kürzlich schrieben wir, dass Johnson & Johnson seine Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 vor der Markteröffnung am 21. Januar veröffentlichen wird, was die Aufmerksamkeit der Anleger auf die bevorstehenden Prognosen und Entwicklungen in den Geschäftsbereichen Arzneimittel und medizinische Geräte lenkt.

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