Cramer setzt doppelt auf Nvidia und bezeichnet den Ausverkauf als Fehlbewertung

Cramer setzt doppelt auf Nvidia und bezeichnet den Ausverkauf als Fehlbewertung
Nvidia kann kein Angebot erhalten, aber Cramer weigert sich, auszusteigen

Jim Cramer setzt weiterhin auf NVIDIA (NVDA), obwohl die Aktie seit Anfang November um etwa 10 % gefallen ist. Er argumentiert, dass der Markt das Unternehmen im Vergleich zu seinem langfristigen geistigen Eigentum und seiner strategischen Dominanz in der KI-Infrastruktur unterbewertet.

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Er verweist auf ein wiederkehrendes Thema in der KI-Branche: Rechenleistung ist knapp, und NVIDIA bleibt eine der klarsten Möglichkeiten für Investoren, sich an diesem Engpass zu beteiligen, berichtet Finance Yahoo.

Cramer hob die Äußerungen von OpenAI-CFO Sarah Friar hervor, die Rechenleistung als eine begrenzte Ressource in der KI bezeichnete - eine Aussage, die viele so interpretieren, dass sie die Bedeutung von beschleunigtem Computing unterstreicht. Seine Enttäuschung besteht jedoch darin, dass die Aktie "nicht aus dem Weg gehen kann", selbst wenn das Narrativ um die KI-Nachfrage immer stärker wird. Er forderte die Anleger außerdem auf, das Vertrauen in CEO Jensen Huang aufrechtzuerhalten und betonte, dass die Führungsrolle ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal in einem wettbewerbsintensiven Zyklus sei. Cramer ist der Ansicht, dass die langfristigen Fundamentaldaten intakt sind, auch wenn sich der Aktienkurs kurzfristig nur schleppend entwickelt hat.

Die Wall Street bleibt optimistisch und verweist auf die Stärke des Ökosystems und die Sichtbarkeit der Nachfrage.

Cramers Haltung deckt sich mit einer breiteren positiven Einschätzung der Analysten. RBC Capital und Wolfe Research haben ihre "Outperform"-Ratings bekräftigt und führen NVIDIAs Ökosystembindung, die anhaltende KI-getriebene Nachfrage und einen starken Auftragsbestand als Gründe für das anhaltende Vertrauen an. Die Logik ist ganz einfach: NVIDIA verkauft nicht nur Chips, sondern ein ganzes Paket - Hardware, Software, Entwickler-Tools und Plattformintegration -, das für Kunden nur schwer zu replizieren oder zu wechseln ist. Dieser Ökosystemvorteil wird umso wertvoller, je mehr Unternehmen KI nicht nur zu Testzwecken einsetzen, sondern auch in der Produktion.

Analysten scheinen sich auch auf die Sichtbarkeit der Nachfrage zu verlassen, insbesondere da Rechenzentren ihre Kapazitäten ausbauen, um KI-Arbeitslasten in einem Tempo zu bewältigen, mit dem herkömmliche Infrastrukturen nicht mithalten können. Selbst wenn sich die Aktie abkühlt, deutet die von diesen Unternehmen beschriebene "Geschäftsrealität" darauf hin, dass die Position von NVIDIA in der KI-Lieferkette strukturell stark bleibt. Für die Bullen hat die jüngste Abkühlung weniger mit einer Schwächung der Fundamentaldaten zu tun, sondern eher mit der Verdauung der Bewertung nach einem historischen Lauf.

Das Thema KI geht über die Chips hinaus, aber Nvidia ist nach wie vor der führende Anbieter von Rechenleistung im Markt

Cramer verwies auch auf einen Kamingespräch zwischen Jensen Huang und dem CEO von Eli Lilly, bei dem es um die künftige Rolle der KI im Gesundheitswesen und sogar um die Verlängerung der Lebensspanne ging - ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Auswirkungen der KI über den technischen Bereich hinaus auf reale Branchen ausweiten. Das ist wichtig, denn je größer die Möglichkeiten der KI werden, desto größer könnte der Bedarf an Rechenleistung bleiben. NVIDIA fungiert in diesem Rahmen weiterhin als Standard-Rechenleistungstreiber" des Marktes, selbst wenn Anleger regelmäßig in billigere oder spekulativere KI-Titel umschwenken.

Dennoch enthält die Schlussfolgerung des Artikels einen wichtigen Kontrapunkt: Einige Investoren glauben, dass andere KI-Aktien kurzfristig ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis bieten, insbesondere wenn sie billiger sind und von makroökonomischen Veränderungen wie Zöllen und Onshoring in den USA profitieren. Unterm Strich bleibt NVIDIA für viele ein überzeugendes KI-Infrastrukturprodukt, aber die Preisentwicklung und die Bewertungserwartungen erfordern jetzt mehr Geduld. Ob der nächste Anstieg schnell oder später kommt, hängt weniger vom Hype ab - und mehr davon, wie schnell sich die KI-Ausgaben der Unternehmen in nachhaltiges Umsatzwachstum verwandeln.

Kürzlich schrieben wir, dass Nvidia im dritten Quartal einen Umsatz von fast 57 Milliarden US-Dollar erzielte, was die starke Nachfrage nach seinen Produkten für Rechenzentren widerspiegelt. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 deuten auf eine weitere Expansion hin, mit der Erwartung eines signifikanten Umsatzwachstums.

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