Bundesregierung setzt auf China- und USA-Gespräche zur Stabilisierung von Handel und Zöllen

Bundesregierung setzt auf China- und USA-Gespräche zur Stabilisierung von Handel und Zöllen
Handel stabilisieren: China & USA

Nach Angaben des Artikels plant Bundeskanzler Friedrich Merz in dieser Woche zwei eng getaktete Spitzentreffen in Peking und Washington, die auch wegen ihrer möglichen wirtschaftspolitischen Wechselwirkungen aufmerksam beobachtet werden. Bild berichtet, in Regierungskreisen heiße es demnach, in China gehe es vor allem darum, die Wirtschaftsbeziehungen zumindest zu stabilisieren, während in den USA der Zollkonflikt mit Präsident Donald Trump auf der Agenda steht. Der Reiseablauf ist konkret terminiert, mit Abflug am Dienstagabend Richtung Peking und dem anschließenden US-Besuch zu Wochenbeginn.

Höhepunkte

  • Bundeskanzler Merz reist am Mittwoch nach Peking zu Gesprächen mit Xi Jinping, gefolgt von einem Washington-Besuch am Montag, wobei beide Termine eng miteinander verflochten sind.
  • Deutsche Exporte nach China belaufen sich 2024 auf rund 213 Milliarden Euro, die Importe auf etwa 519 Milliarden Euro, womit sich ein Handelsdefizit von mehr als 300 Milliarden Euro ergibt.
  • Merz muss in Washington Fortschritte im Zollkonflikt mit Trump anstreben, nachdem das EU-Parlament das Abkommen gestoppt hat und neue US-Zölle angekündigt wurden.

Reiseroute und wirtschaftliche Agenda

Der Kanzler fliegt laut Artikel am Dienstag um 18.25 Uhr mit dem Regierungsairbus nach Peking und trifft dort am Mittwoch Staatspräsident Xi Jinping zu einem Antrittsbesuch nach neun Monaten im Amt. In der Nacht auf Freitag wird Merz zurückerwartet, bevor bereits am Montag die nächste Reise nach Washington folgt. Die direkt aufeinanderfolgenden Termine seien den Kalendern der Staatslenker geschuldet und damit ein Zufall. Gleichzeitig betont der Artikel, dass sich beide Visiten nicht losgelöst voneinander betrachten lassen, weil die wirtschaftlichen Gespräche in Peking die Stimmung in Washington beeinflussen könnten.

Handelsfragen zwischen Berlin und Peking

Im Zentrum der China-Reise stehe nach Darstellung des Artikels das deutsche Interesse, die Wirtschaftsbeziehungen zu China zu stabilisieren. Als Begründung wird genannt, dass mehr als eine Million Arbeitsplätze in Deutschland vom Export nach China abhängen, während China sich stärker abschotte. Der Artikel führt zudem EU-Handelszahlen für 2024 an: Exporte nach China von rund 213 Milliarden Euro und Importe von etwa 519 Milliarden Euro, was ein Defizit von mehr als 300 Milliarden Euro bedeute. Als mögliches Ziel wird beschrieben, dass Merz Zusagen erreichen könnte, Märkte nicht weiter zu schließen oder den Export strategisch wichtiger Güter wie kritischer Mineralien nicht stärker einzuschränken, zugleich bleibe offen, was Deutschland dafür anbieten könnte.

Zollkonflikt und Ukraine-Thema im transatlantischen Umfeld

Der Artikel erwartet, dass Trump genau darauf schauen wird, was Merz mit Xi bespricht, vor allem bei Wirtschaftsfragen, und bei einem Eindruck besonderer Nähe zu Peking ungnädig reagieren könnte. Als Hintergrund wird genannt, dass China die USA gerade als Deutschlands wichtigsten Handelspartner überholt habe. In Peking will Merz dem Bericht zufolge auch die Ukraine ansprechen, verbunden mit der Erwartung, China solle sich bei möglichen Waffenlieferungen oder rüstungsrelevanter Unterstützung zurückhalten, wobei der Artikel Xi eine geringe Bereitschaft dazu zuschreibt. In Washington muss Merz laut Text anschließend versuchen, im Zollkonflikt mit Trump voranzukommen, während die Fronten als verhärtet beschrieben werden und das EU-Parlament die Umsetzung des Zollabkommens zwischen den USA und der EU erneut auf Eis gelegt habe, vor dem Hintergrund neu von Trump angekündigter Zölle.

Wir berichteten zuvor über den deutlichen Anstieg des Silberpreises (XAG/USD) im Umfeld neuer US-Zölle und wachsender geopolitischer Spannungen, die die Nachfrage nach sicheren Häfen erhöhten. In dem Beitrag wurden zudem zentrale technische Marken wie Widerstand und Unterstützungen sowie ein weiterhin grundsätzlich zinsbullisches, aber kurzfristig überkauftes Marktbild beschrieben.

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