Silberpreis testet 94 Dollar, da der Druck auf den Dollar zurückkehrt
Der Silberpreis (XAG/USD) hielt sich am Freitag, den 27. Februar, nahe der 94 $-Marke, nachdem eine volatile Woche von starken Gewinnmitnahmen zu erneuten Käufen übergegangen war, so dass Händler entscheiden mussten, ob die jüngste Erholung der Beginn eines weiteren Anstiegs oder nur eine Pause in einem bereits angespannten Markt ist.
Höhepunkte
- Spot-Silber wurde bei 93,67 $ gehandelt und erholte sich damit nach dem Rückschlag vom Donnerstag deutlich.
- Ein festerer Dollar blieb ein Hindernis, da der DXY bei 97,79 lag.
- Niedrigere Treasury-Renditen boten Unterstützung, da die 10-jährige Rendite unter 4 % sank.
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Die Preisskala verschiebt sich nach einer zweitägigen Taumelphase nach oben
Das Chartbild von Silber ist erneut zu einem Momentum-Test geworden. Nachdem das Metall am Donnerstag wieder unter die 87 $-Marke gefallen war, erholte es sich am Freitag wieder in Richtung 94 $-Marke, wobei es einen Großteil des verlorenen Bodens zurückeroberte und zeigte, dass die Käufer nach der jüngsten Erschütterung immer noch bereit waren, schnell einzusteigen. Diese Art von Umkehrung deutet normalerweise auf einen aktiven Markt hin, aber noch nicht auf einen ruhigen.
Die unmittelbare technische Zone liegt jetzt zwischen etwa 90 $ und 94 $. Ein Halten über 90 $ würde darauf hindeuten, dass der Markt nach den Schwankungen im Februar wieder einen höheren Boden bildet, während ein sauberer Anstieg über 94 $ Silber wieder in die Nähe des oberen Endes seiner jüngsten Handelsspanne bringen würde und die Frage aufwerfen würde, ob das Metall die extremen Niveaus vom Januar wieder herausfordern kann.
Auf der Abwärtsseite ist der jüngste Rückzug in den mittleren 80 $-Bereich nach wie vor die sichtbarste Unterstützungsreferenz aus dem Handel dieser Woche. Wenn die Preise wieder durch diesen Bereich rutschen, sieht die Erholung eher nach einer Eindeckung von Short-Positionen als nach neuer Überzeugung aus. Im Moment ist das stärkere Signal, dass der Silberpreis selbst nach seinem früheren Anstieg und seiner Korrektur weiterhin sehr empfindlich auf Einbrüche reagiert.

Dynamik des Silberpreises (Januar - Februar 2026). Quelle: TradingView.
Der starke Dollar begrenzt die Dynamik, aber die Zinsen sind weniger restriktiv
Der makroökonomische Hintergrund sendet gemischte Signale. Der Dollar-Index stieg am Freitag auf etwa 97,79, womit sich der bescheidene monatliche Anstieg fortsetzte und der Druck auf in Dollar notierte Rohstoffe anhielt. Dies ist für Silber von Bedeutung, da eine festere US-Währung die Einstiegskosten für Käufer außerhalb der Vereinigten Staaten erhöht und den Durchbruch nach einem starken Aufschwung bremsen kann.
Gleichzeitig bewegten sich die Renditen der Staatsanleihen in die andere Richtung. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen fiel am Freitag unter 4 % und erreichte mit etwa 3,98 % den niedrigsten Stand seit Ende November. Niedrigere Renditen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichen Vermögenswerten, was dazu beigetragen hat, dass Edelmetalle selbst bei einem festeren Dollar gestützt werden.
Was Händler bis zum Ende des Monats Februar beachten sollten
Die nächste Frage ist, ob Silber den Februar mit Stabilität und nicht mit einem weiteren heftigen Ausschlag beenden kann. Die Erholung am Freitag deutet darauf hin, dass der Markt den Rückgang vom Donnerstag verkraftet hat, ohne das Interesse der breiten Öffentlichkeit zu verlieren, und ein Schlusskurs in der Nähe der aktuellen Niveaus würde die Ansicht bestärken, dass die jüngste Schwäche eher eine Korrektur als eine tiefgreifende Umkehr war.
Händler werden wahrscheinlich zunächst drei Signale im Auge behalten: ob der Dollar seine Erholung fortsetzt, ob die 10-jährige Rendite unter 4 % bleibt und ob geopolitische Schlagzeilen die Nachfrage nach defensiven Werten hoch halten. Wenn die Renditen niedrig bleiben und die Risikobereitschaft zurückhaltend bleibt, könnte Silber auch ohne einen schwächeren Dollar unterstützt bleiben.
Wie bereits berichtet, hat Silber aufgrund der erhöhten geopolitischen Risiken in Bezug auf die USA und den Iran eine Nachfrage nach sicheren Häfen verzeichnet, was nach der jüngsten Volatilität zu einem erneuten Kaufinteresse führte.
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