Silberpreis testet Unterstützung bei 82 US-Dollar, da der starke Dollar den Markt unter Druck setzt
Silber (XAG/USD) setzte am Dienstag, den 3. März 2026, seinen Rückzug fort, wobei die Spotpreise nahe der 82 $-Marke handelten, nachdem ein weiterer volatiler Handelstag den Anstieg der letzten Woche zunichte gemacht hatte. Das Metall blieb unter Druck, da der US-Dollar anstieg und die Renditen der US-Staatsanleihen sich festigten, so dass sich die Händler darauf konzentrierten, ob sich der Silberpreis nach einem zweitägigen Einbruch stabilisieren kann oder anfällig für einen weiteren Rückgang bleibt.
Höhepunkte
- Spot-Silber wurde in der Nähe der 82 $-Marke gehandelt, nachdem es in einer breiten Spanne zwischen etwa 78 $ und 91 $ schwankte.
- Der Dollar-Index kletterte in Richtung des 99er Bereichs, was den Druck auf die in US-Währung gehandelten Metalle erhöhte.
- Die 10-jährige US-Rendite verharrte in der Nähe von 4,09 %, so dass das Zinsumfeld für nicht renditeträchtige Anlagen weniger freundlich blieb.
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Preisniveaus nach erneutem starken Einbruch wiederhergestellt
Das kurzfristige Chartbild hat sich deutlich defensiver entwickelt. Nachdem der Silberpreis in der vorangegangenen Sitzung nahe der 89 $-Marke geschlossen hatte, gab er wieder nach und wurde am Dienstag um die 82 $-Marke gehandelt - ein Rückgang, der groß genug war, um den Markt von der Diskussion über eine Erholung abzulenken und wieder auf Schadensbegrenzung zu setzen.
Der erste Bereich, auf den es jetzt ankommt, ist die Spanne zwischen etwa 81 $ und 78 $. Dieser Bereich deckt sich mit dem jüngsten Verkaufstief und dient nun als nächster Boden. Wenn es den Käufern gelingt, den Silberpreis oberhalb dieser Zone zu halten, könnte sich der Markt nach einer heftigen Kurskorrektur zu stabilisieren beginnen. Sollte diese Zone sauber durchbrochen werden, würde der Ausverkauf weniger wie eine vorübergehende Bereinigung aussehen, sondern eher wie eine Ausweitung der breiteren Umkehrung.
Auf der Oberseite befindet sich die erste Erholungszone bei 88 $, gefolgt von den niedrigen 90 $-Werten. Eine Rückkehr über diese Niveaus würde das Chartbild nicht vollständig korrigieren, aber es würde zeigen, dass die Dip-Käufe nach dem jüngsten Kurssturz zurückkehren. Bis dahin bleibt das Momentum fragil, und Erholungen könnten weiterhin auf Verkaufsdruck treffen.

Dynamik des Silberpreises (Januar - Februar 2026). Quelle: TradingView.
Der Dollar übernimmt die Rolle des wichtigsten kurzfristigen Treibers
Währungsschwankungen sind für die Entwicklung des Silberpreises von zentraler Bedeutung. Der US-Dollar-Index stieg am Dienstag wieder an, handelte um 99 und erreichte den höchsten Stand seit mehr als einem Monat, was Silber für Käufer in anderen Währungen teurer machte und nach dem Rückgang vom Montag neuen Druck erzeugte.
Dieser stärkere Dollar hat kurzfristig mehr Bedeutung als die Nachfrage nach sicheren Häfen. Auch wenn die geopolitischen Spannungen nach wie vor hoch sind, hat der Dollar selbst defensive Ströme angezogen und einen Teil der Aufmerksamkeit des Marktes von den Edelmetallen auf die Liquidität gelenkt. Das hat dazu geführt, dass Silber zwischen seiner defensiven Attraktivität und seiner Empfindlichkeit gegenüber makroökonomischen Straffungen hin- und hergerissen ist.
Das Ergebnis ist ein Markt, der eher reaktiv als gefestigt wirkt. Solange der Dollar fest bleibt, dürfte es für Silber schwierig sein, eine deutliche Erholung zu erzielen, insbesondere nach einem so starken Rückgang in nur zwei Sitzungen.
Renditen üben zusätzlichen Druck aus
Die Renditen von Staatsanleihen stiegen am Dienstag ebenfalls an, wobei die 10-jährige US-Note zwischen 4,09 % und 4,11 % gehandelt wurde. Dies ist insofern von Bedeutung, als steigende Renditen die Attraktivität von nicht renditeträchtigen Vermögenswerten verringern, insbesondere wenn die Anleger bereits zu Barmitteln und Dollar-Engagements tendieren.
Der Renditeanstieg muss nicht dramatisch sein, um die Stimmung zu beeinflussen. Nachdem sich der jüngste Anstieg des Silberpreises in die Länge gezogen hat, kann selbst ein bescheidener Anstieg der Zinssätze zu aggressiveren Gewinnmitnahmen führen, insbesondere wenn die Preise bereits instabil sind.
Die Volatilität bleibt das deutlichste Signal
Am auffälligsten ist, wie stark die täglichen Schwankungen geworden sind. Am Dienstag reichte die Spanne von etwa 78 $ bis 91 $, was unterstreicht, dass der Silberpreis nach wie vor in plötzlichen Ausbrüchen und nicht in einem stetigen Trend gehandelt wird. Eine solche Schwankungsbreite deutet in der Regel auf einen Markt hin, der nach einer größeren Neupositionierungsbewegung noch versucht, ein Gleichgewicht zu finden.
In den nächsten Sitzungen dürfte sich zeigen, ob das Metall eine Basis im Bereich der niedrigen 80 $-Marke bilden kann oder ob die Verkäufer den Markt weiter nach unten drücken. Im Moment scheint die Entwicklung des Silberpreises davon abhängig zu sein, ob sich das makroökonomische Umfeld abkühlt. Solange der Dollar oder die Renditen nicht nachgeben, bleibt die Volatilität erhöht und die Unterstützung wird weiterhin getestet.
Wie bereits berichtet, hat Silber aufgrund der gestiegenen geopolitischen Risiken in Bezug auf die USA und den Iran eine Nachfrage nach sicheren Häfen verzeichnet, was nach der jüngsten Volatilität zu einem erneuten Kaufinteresse führte.
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