Glücksspiel-Survey: lotto 6aus49 bleibt wichtigste Spielform in Deutschland
Eine neue Erhebung zum Spielverhalten zeigt, dass Glücksspiel in Deutschland weiter breit genutzt wird, mit Lotto 6aus49 als dominierender Spielform. Grundlage ist der „Glücksspiel-Survey 2025“, der laut Studie vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und der Universität Bremen durchgeführt und vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert wurde.
Höhepunkte
- Lotto 6aus49 bleibt mit 13,88 Millionen Teilnehmern die beliebteste Spielform in Deutschland laut Glücksspiel-Survey 2025 mit 36,4 Prozent Gesamtbeteiligung.
- Der Anteil Spielsüchtiger beträgt 2,2 Prozent aller Glücksspielteilnehmer, bei den 18- bis 25-Jährigen sogar 4,6 Prozent und bei Männern 3,2 Prozent.
- Für 2024 prognostizierte die gemeinsame Glücksspielbehörde Brutto-Spielerträge von 14,4 Milliarden Euro im legalen deutschen Markt, ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2023.
Studienergebnisse zu Teilnahme und Risikospiel
Laut BILD wurden für den „Glücksspiel-Survey 2025“ 12.340 Menschen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren befragt. Demnach nahmen 2025 insgesamt 36,4 Prozent der 69,4 Millionen erwachsenen Deutschen an mindestens einem Glücksspiel teil, bei dem es Geld zu gewinnen gibt. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Anteil nahezu unverändert, 2024 waren es 36,5 Prozent.Am beliebtesten ist weiterhin das klassische Lotto 6aus49. Fast jeder Fünfte nahm mindestens einmal daran teil, das entspricht laut Studie rund 13,88 Millionen Menschen. Gleichzeitig entschieden sich 7,5 Prozent der Deutschen für riskantere Glücksspielformen wie Automatenspiele, Casinospiele oder Sportwetten.
Spielsucht, Altersgruppen und Geschlechterunterschiede
Der Anteil der Menschen mit Spielsucht lag laut Erhebung bei 2,2 Prozent, was etwa 1,2 Millionen Menschen entspricht. Axel Holthaus, Geschäftsführer von Lotto Niedersachsen und Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im Deutschen Lotto- und Totoblock, ordnete diese Größenordnung ein. In der Studie wird zudem ausgewiesen, bei welchen Formen Betroffene besonders häufig spielen, darunter virtuelle Automatenspiele sowie verschiedene Automatenangebote und Live-Sportwetten.Deutliche Unterschiede zeigt die Erhebung nach Alter. Bei den 18- bis 25-Jährigen liegt der Anteil der Betroffenen demnach bei 4,6 Prozent, bei den 56- bis 70-Jährigen bei 0,8 Prozent. Auch nach Geschlecht differieren die Werte, 3,2 Prozent der männlichen Spieler weisen laut Studie eine Glücksspielstörung auf, bei weiblichen Spielern sind es 1,1 Prozent.
Marktgröße und regulatorischer Rahmen
Die Zahlen unterstreichen, dass Glücksspiel in Deutschland ein relevanter Wirtschaftssektor bleibt. Die gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder rechnete für 2024 mit Brutto-Spielerträgen im legalen Glücksspielmarkt von rund 14,4 Milliarden Euro. Das entsprach einem Plus von fünf Prozent gegenüber 2023.Damit bleiben Prävention und Spielerschutz auch aus Marktsicht ein zentrales Thema, weil bereits kleinere Veränderungen bei Teilnahmequoten oder problematischem Spielverhalten große absolute Personenzahlen betreffen. Die Befragung für den Survey wurde zwischen dem 4. August und dem 26. November 2025 telefonisch und online durchgeführt. Die Studie ist vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert worden, der zugleich die staatlich konzessionierten Lottoanbieter bündelt.
Wir berichteten zuvor über die Debatte um den starken Spritpreisanstieg in Deutschland im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und der Lage an der Straße von Hormus. Dabei ging es auch um den ADAC-Vorwurf, dass selbst der eigentlich vom Ölpreis unabhängige Diesel-Ersatz HVO100 nahezu parallel teurer wurde, sowie um Forderungen nach mehr Transparenz und einer kartellrechtlichen Prüfung der Preisbildung.
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