Dow-, S&P 500- und Nasdaq-Futures fallen, da die Märkte an einem Waffenstillstand mit dem Iran zweifeln
Die US-Aktienfutures gaben am Donnerstag nach, nachdem die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran erneut auf widersprüchliche Aussagen der beteiligten Parteien gestoßen waren. Die Wall Street bewertet nun nicht nur die bloße Möglichkeit eines Friedensplans, sondern auch, wie realistisch seine Umsetzung angesichts neuer Streiks und steigender Ölpreise ist.
Höhepunkte
- Dow-, S&P 500- und Nasdaq-Futures fielen, nachdem die Hoffnung auf einen Waffenstillstand mit dem Iran schwächer wurde.
- Die Ölpreise stiegen erneut, was die Besorgnis über die Inflation und den Druck auf die US-Wirtschaft verstärkte.
- Der Markt verlagert sich vom kurzfristigen Optimismus auf die Bewertung des Risikos eines länger andauernden Konflikts und der Reaktion der Fed.
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Nach Angaben von Yahoo!Finance gaben die S&P 500-Futures im vorbörslichen Handel am Donnerstag um 0,7 % bis 0,8 % nach, die Dow Jones-Kontrakte verloren 0,7 % und die Nasdaq 100-Futures 1 %. Der Druck verstärkte sich, nachdem die US-Aktien bereits am Mittwoch in Erwartung möglicher Fortschritte auf dem Weg zu einem Waffenstillstand zugelegt hatten, dieser Schwung aber aufgrund neuer Berichte über Raketenangriffe und das Ausbleiben eines bestätigten diplomatischen Durchbruchs schnell wieder verblasste.
Der Markt nimmt seinen Optimismus zurück
Der Hauptgrund für den Rückgang war eine erneute Zunahme der geopolitischen Unsicherheit. Der Iran stellte harte Bedingungen für einen Waffenstillstand, darunter die Beendigung von Angriffen auf iranische Beamte, Reparationen und die volle souveräne Kontrolle über die Straße von Hormuz. Gleichzeitig sprachen die USA weiterhin von der Notwendigkeit einer Einigung, jedoch ohne Anzeichen für einen vereinbarten Rahmen, der das Risiko für die Ölversorgung rasch verringern könnte.
Aus diesem Grund machte der Markt den Optimismus der vorangegangenen Sitzung praktisch zunichte. Während die Anleger am Mittwoch noch bereit waren, in Erwartung einer diplomatischen Pause Aktien zu kaufen, verlagerte sich der Schwerpunkt am Donnerstag auf das Risiko eines anhaltenden Konflikts und dessen wirtschaftliche Folgen. Dieser Umschwung war besonders bei den Nasdaq-Futures zu beobachten: Der Technologiesektor reagiert in der Regel stärker auf eine schwächere Risikobereitschaft und wachsende makroökonomische Unsicherheit.
Öl und makroökonomische Risiken rücken wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit
Zur gleichen Zeit, als die Futures fielen, stiegen die Ölpreise. Brent bewegte sich über 107 $ pro Barrel und WTI kletterte auf über 94 $; die Marktübersichten wiesen auch auf noch höhere Intraday-Niveaus hin, und zwar angesichts des anhaltenden Krieges und der Bedrohung der Versorgung durch die Straße von Hormuz. Dies hat die Besorgnis der Anleger über die Inflation und höhere Kosten für Verbraucher und Unternehmen in den USA verstärkt.
Ein weiterer Risikofaktor bleibt die Erwartung an die Geldpolitik. Der Markt beobachtet die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung und versucht einzuschätzen, wie die Federal Reserve auf den neuen Ölschock reagieren wird. Höhere Energiepreise erschweren die Aufgabe der US-Notenbank: Einerseits verstärken sie den Inflationsdruck, andererseits erhöhen sie das Risiko einer schwächeren Verbrauchernachfrage und einer Konjunkturabschwächung.
Was dies über die Marktstimmung aussagt
Der Rückgang der S&P-Futures um 0,8 %, der Dow-Futures um 0,7 % und der Nasdaq-Futures um fast 1 % zeigen, dass der Markt nicht mehr mit einer schnellen Deeskalation rechnet.
Solange Washington und Teheran in ihren Botschaften uneins sind und der Ölpreis hoch bleibt, wird die Wall Street den Nahostkonflikt nicht als vorübergehenden Ausbruch von Volatilität betrachten, sondern als einen Faktor, der sich direkt auf Inflation, Zinssätze und Verbrauchernachfrage auswirken kann.
Zuvor wurde berichtet, dass Aktien steigen und Öl fällt, da die Märkte die Signale des Waffenstillstands berücksichtigen.
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