S&P 500-Futures fallen um 0,4 %, da Nvidia die KI-Rally nicht aufrechterhalten kann.
Die US-Aktienfutures verloren an Schwung, da Nvidias starke Ergebnisse keine neue Aufwärtsbewegung bei KI-Werten auslösten, während die Pattsituation um die Straße von Hormus Öl- und Anleiherenditen nach oben trieb. Die S&P 500-Futures fielen um etwa 0,4 %, was zeigt, dass sich die Anleger wieder stärker auf makroökonomische Risiken statt nur auf Unternehmensgewinne konzentrieren.
Höhepunkte
- Die S&P 500-Futures fielen um etwa 0,4 %.
- Brent-Öl stieg um 2 % und kletterte über 107 $ pro Barrel.
- Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen erreichte 4,1 % und lag damit über dem Zielkorridor der Fed von 3,50 % bis 3,75 %.
- Nvidias starker Bericht gab dem KI-Handel keinen neuen Impuls.
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Hormus belastet Risikoanlagen erneut
Laut Bloomberg verloren US-Aktien nach einer kurzen Erholung einen Teil ihres Auftriebes. Die S&P 500-Futures gaben um etwa 0,4 % nach, während Händler abwogen, ob die Hoffnung auf eine Einigung im Nahen Osten zu echten Fortschritten führen würde.
Das Öl reagierte schneller. Brent stieg um etwa 2 % und kletterte über 107 $ pro Barrel, nachdem Berichte bekannt wurden, dass Irans oberster Führer darauf bestand, das Land müsse sein Uran behalten. Das schwächte den Optimismus, dass die Parteien einer Einigung näherkommen, die eine Wiederöffnung der Straße von Hormus ermöglichen könnte.
Für die Märkte ist nicht nur das Öl selbst das Problem. Die Straße von Hormus bleibt eine der wichtigsten Routen für Energieexporte aus dem Persischen Golf. Jede Verzögerung bei den Gesprächen hält Angebotsrisiken am Leben und stützt die Preise, was zusätzlichen Druck auf die Inflationserwartungen ausübt.
Nvidia rettete den Markt nicht
Die starken Ergebnisse von Nvidia halfen asiatischen Technologiewerten, lösten aber in den USA keine neue Kaufwelle bei KI-Aktien aus. Die Nvidia-Aktie bewegte sich im vorbörslichen Handel kaum, obwohl der Bericht eine starke Nachfrage nach KI-Chips bestätigte.
Weitere Unternehmensnachrichten sorgten für zusätzliche Vorsicht bei Anlegern. Die Aktien von Intuit fielen um etwa 13 %, nachdem das Softwareunternehmen angekündigt hatte, rund 17 % der Belegschaft abzubauen. Tesla legte um rund 1 % zu, nachdem bekannt wurde, dass Elon Musks SpaceX einen Börsengang beantragt hat.
Der Unterschied zu Asien war deutlich. Technologiewerte in der Region legten kräftig zu, gestützt durch die Nachfrage nach Chips und KI-Infrastruktur. In den USA hingegen zeigten sich Anleger weniger bereit, dem Trend weiter zu folgen, während Öl und Renditen stiegen.
Zinsen werden zum Haupthemmnis
Der Anleihemarkt sendet der US-Notenbank ein deutliches Signal. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen, die oft als Indikator für die Erwartungen an die Fed-Politik gilt, stieg auf 4,1 %. Das liegt deutlich über dem aktuellen Zielkorridor der Fed von 3,50 % bis 3,75 %.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte fast 4,7 %, bevor sie wieder nachgab – ein Zeichen dafür, dass Anleger befürchten, die Inflation könnte angesichts des Iran-Kriegs und hoher Energiepreise erhöht bleiben. Auch JPMorgan-Chase-CEO Jamie Dimon warnte, dass die Renditen bei anhaltendem Inflationsdruck und Kapitalmangel noch deutlich weiter steigen könnten.
Für Aktien entsteht dadurch ein schwierigeres Umfeld. Höhere Renditen machen künftige Gewinne weniger attraktiv, erhöhen die Finanzierungskosten und belasten Unternehmen, die stark auf Fremdkapital angewiesen sind. Solange der Ölpreis über 100 $ bleibt und die Renditen hoch sind, wird es der Aktienmarkt schwer haben, sich allein auf starke Technologiegewinne zu stützen.
Wir berichteten außerdem, dass Nvidia die Prognosen übertroffen hat, doch Anleger hinterfragen das Wachstumstempo.
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