Öl bleibt hoch, während Trump versucht, die Iran-Gespräche am Leben zu halten

Öl bleibt hoch, während Trump versucht, die Iran-Gespräche am Leben zu halten
Trump sucht Deeskalation, während das Ölrisiko hoch bleibt

​Präsident Donald Trump hat Israels geplante Eskalation im Libanon zurückgedrängt, nachdem der Iran damit gedroht hatte, die Gespräche mit den Vereinigten Staaten abzubrechen, was die Bemühungen zur Beendigung des regionalen Krieges weiter erschwert. Die Ölpreise gaben im jüngsten Handelsverlauf leicht nach, blieben aber hoch: WTI-Rohöl lag bei 91,34 $ und Brent bei 94,16 $, da die Märkte weiterhin das Risiko von Störungen rund um die Straße von Hormus einpreisen.

Höhepunkte

  • Trump griff ein, nachdem Israel mit Angriffen auf Hisbollah-Ziele in Beirut gedroht hatte.
  • Der Iran warnte, die Gespräche mit den USA könnten gestoppt werden, falls Israel die Angriffe im Libanon nicht einstellt.
  • Öl blieb hoch, mit WTI bei 91,34 $ und Brent bei 94,16 $ laut aktuellem Marktüberblick.

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Trump drängt Netanyahu zum Einlenken

Laut Axios sprach Trump am Montag mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu, nachdem Israel mit Angriffen auf Hisbollah-Ziele im Dahiyeh-Viertel von Beirut gedroht hatte. Ein israelischer Beamter sagte später gegenüber Axios, dass die geplanten Angriffe auf Beirut nicht stattfinden würden – ein Zeichen dafür, dass Washington versucht, zu verhindern, dass die Libanon-Front die Iran-Gespräche entgleisen lässt.

Der Druck folgte einer Warnung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi, der erklärte, Israels Vorgehen im Libanon verstoße gegen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran und dass Washington und Israel die Verantwortung für etwaige Konsequenzen tragen würden. Iranische Vertreter erklärten zudem, dass die Gespräche mit den USA nicht fortgesetzt würden, solange Israel seine Angriffe im Libanon nicht einstelle.

Diplomatie bleibt fragil

Nach dem Gespräch mit Netanyahu sagte Trump, die Iran-Gespräche würden „in rasantem Tempo“ weiterlaufen. Er behauptete außerdem, Israel und die Hisbollah würden aufhören, sich gegenseitig anzugreifen.

Der von Außenminister Marco Rubio vorgelegte Vorschlag sieht vor, dass Israel geplante Angriffe auf Beirut aussetzt, während die Hisbollah Angriffe auf Israel einstellt. Netanyahu erklärte jedoch, Israel werde seine Operationen im Süden des Libanon fortsetzen und Beirut angreifen, falls die Hisbollah weiterhin israelische Städte und Zivilisten attackiere.

Ölpreise geben nach, bleiben aber hoch

Nach der jüngsten diplomatischen Intervention gaben die Ölpreise leicht nach, blieben aber im Vergleich zu den letzten Wochen auf hohem Niveau. West Texas Intermediate wurde zuletzt mit 91,34 $ pro Barrel gehandelt, ein Minus von 0,89 %, während Brent um 0,86 % auf 94,16 $ fiel, wie der aktuelle Marktüberblick zeigt.

Der Rückgang deutet darauf hin, dass Händler Trumps Bemühungen, israelische Angriffe auf Beirut zu verhindern, als Entspannung werten, doch der Risikoaufschlag bleibt bestehen. Die Märkte beobachten weiterhin, ob die US-Iran-Gespräche fortgesetzt werden und ob Drohungen rund um die Straße von Hormus wieder in den Mittelpunkt des Konflikts rücken.

Ölmärkte bleiben im Kriegsmodus

Die Marktreaktion zeigt, dass Rohölhändler sich nicht mehr nur auf direkte US-Iran-Konflikte konzentrieren. Die Libanon-Front ist Teil derselben Risikobewertung geworden, da Teheran das israelische Vorgehen dort mit dem Fortgang der US-Iran-Gespräche verknüpft hat.

Das ist für die Energiepreise relevant, weil jeder diplomatische Rückschlag den Fortschritt bei der Wiederöffnung oder Stabilisierung der Straße von Hormus verzögern könnte. Über die Wasserstraße liefen 2024 laut US-Energiebehörde rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag – die weltweite Versorgung ist also bei jeder neuen Eskalation am Golf oder im Libanon gefährdet.

Wir berichteten außerdem, dass Aktien nachgeben, nachdem der Iran angekündigt hatte, die Gespräche auszusetzen.

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