SK Hynix strebt 28 Milliarden US-Dollar bei Nasdaq-Listing an
SK Hynix bereitet einen der weltweit größten Verkäufe neuer Aktien vor und nutzt die Nachfrage der Anleger nach Chips für künstliche Intelligenz, um durch ein US-Listing rund 28 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Der südkoreanische Speicherchiphersteller plant den Verkauf von American Depositary Receipts an der Nasdaq, um mehr globalen Anlegern direkten Zugang zu einem der größten Gewinner des KI-Infrastruktur-Booms zu ermöglichen.
Höhepunkte
- SK Hynix plant, durch ein US-Listing rund 28 Milliarden US-Dollar einzunehmen.
- Das Unternehmen wird 17,79 Millionen neue Aktien über Nasdaq-ADRs verkaufen.
- Die in Seoul notierte Aktie ist in diesem Jahr um rund 273 % gestiegen.
- Die Erlöse werden Chipfabriken und fortschrittliche Produktionsanlagen finanzieren.
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Nasdaq-Listing öffnet Zugang für US-Investoren
SK Hynix wird 17,79 Millionen neue Aktien über das Depositary-Receipt-Listing verkaufen, wobei 10 ADRs eine Stammaktie repräsentieren. Die Preisspanne wird voraussichtlich am Montag bekannt gegeben und basiert auf dem in Seoul notierten Aktienkurs des Unternehmens, so Reuters.
Die Aktie des Unternehmens fiel am Montag in Seoul um etwa 4 % auf 2.327.000 Won, während der südkoreanische KOSPI-Index um 2,2 % nachgab. Selbst nach diesem Rückgang liegen die Aktien von SK Hynix in diesem Jahr um rund 273 % im Plus, was die starke Nachfrage der Anleger nach Unternehmen widerspiegelt, die mit KI-Rechenzentren und Hochleistungsrechnen verbunden sind.
Der endgültige Preis für das Listing in New York soll am Donnerstag festgelegt werden, der Handelsstart wird für Freitag erwartet. Das Management von SK Hynix wird sich diese Woche im Rahmen einer Roadshow mit globalen Investoren treffen.
KI-Speichernachfrage treibt Expansion voran
SK Hynix hat sich dank seiner High-Bandwidth-Memory-Chips, die in fortschrittlichen KI-Systemen von Kunden wie Nvidia und Google eingesetzt werden, zu einem der größten Profiteure des KI-Booms entwickelt. Das Unternehmen hat die großen Konkurrenten Samsung Electronics und Micron in einem Markt überholt, in dem das Angebot knapp geblieben ist und sich die Preismacht verbessert hat.
Die Erlöse aus dem ADR-Verkauf werden für den Bau von Chipfabriken in Südkorea und den Kauf von Anlagen zur Chipherstellung verwendet, darunter EUV-Scanner von ASML. Die Kapitalbeschaffung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Südkorea eine umfassendere nationale Strategie für Halbleiter und KI vorantreibt, einschließlich eines 576 Milliarden US-Dollar schweren Chip-Investitionsprogramms im Südwesten des Landes. Es wird erwartet, dass SK Hynix und Samsung die Eckpfeiler dieser Initiative bilden.
Das Angebot könnte als zweitgrößter Aktienverkauf weltweit eingestuft werden, hinter dem gemeldeten Börsengang von SpaceX in Höhe von 85,7 Milliarden US-Dollar im letzten Monat und vor dem Börsengang von Saudi Aramco in Höhe von 25,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019.
Ein globaler Test für den Speicherzyklus
Das Listing bietet SK Hynix die Möglichkeit, die KI-Begeisterung in Kapital umzuwandeln und gleichzeitig seine Investorenbasis über Südkorea hinaus zu erweitern. Eine Präsenz an der Nasdaq könnte zudem die Bewertungslücke zum US-Konkurrenten Micron verringern und die Aufnahme der Aktie in Indizes und passive Anlageprodukte erleichtern.
Dennoch erfolgt der Deal in einer volatilen Phase für Speicherchip-Aktien. Einige Anleger befürchten, dass steigende Speicherpreise letztlich die Ausgaben für KI-Infrastruktur, Smartphones und PCs unter Druck setzen könnten. Vorerst setzt SK Hynix darauf, dass die Nachfrage nach High-Bandwidth Memory stark genug bleibt, um sowohl den Aktienverkauf als auch die nächste Expansionsphase zu stützen.
Wie wir bereits berichteten, planen Samsung und SK Hynix massive Investitionen in KI-Chips in Südkorea.
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