LVMH-Aktie fällt um 1,1%, da der Luxussektor vor den US-Arbeitsmarktdaten ins Stocken gerät
Am 5. September wird die LVMH-Aktie mit 493,50 € gehandelt und hat in den letzten 24 Stunden 1,1 % verloren. Der Aktienkurs ist seit seinem Höchststand von 622 € im Januar 2025 um mehr als 20 % gefallen und bewegt sich nun knapp über der kritischen psychologischen Unterstützung von 490 €.
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Höhepunkte
- Die LVMH-Aktie ist seit ihrem Höchststand von 2025 um über 20% gefallen und konsolidiert nun in der Nähe der wichtigen Unterstützung bei €490.
- Schwache deutsche Fabrikdaten und die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten belasten die Stimmung an den europäischen Märkten.
- Kurzfristig dürfte sich der Kurs zwischen 480 € und 515 € einpendeln, sofern sich kein eindeutiger makroökonomischer Katalysator abzeichnet.
Kurzfristige Momentum-Indikatoren deuten auf eine bärische bis neutrale Stimmung hin. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt liegt derzeit bei etwa 510 €, während der gleitende 200-Tage-Durchschnitt näher bei 545 € liegt, wobei der Kurs fest unter beiden Niveaus liegt - eine klassische bärische Ausrichtung. Der Kursrückgang hat sich jedoch abgeschwächt, und die Kursentwicklung Anfang September deutet auf eine geringere Volatilität hin, was auf die Möglichkeit einer Bodenbildung um die aktuellen Niveaus hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart bewegt sich knapp unter 40 - noch nicht überverkauft, aber ein deutliches Zeichen für ein schwächeres Kaufmomentum. Das geringe Handelsvolumen deutet darauf hin, dass sich der frühere Verkaufsdruck weitgehend erschöpft hat. Der Bereich zwischen 490 € und 480 € erweist sich nun als unmittelbare Unterstützung, während sich der Widerstand zwischen 505 € und 515 € stapelt. Ein Durchbruch über 520 € wäre technisch bedeutsam und könnte eine Eindeckung von Leerverkäufen auslösen.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (Juni 2025 - September 2025). Quelle: TradingView
Der längerfristige Chart zeigt auch ein wichtiges Fibonacci-Retracement-Niveau um 480 Euro, das sich von den Tiefstständen im März 2020 bis zu den Höchstständen im Jahr 2023 ableitet. Dies macht die aktuelle Zone zu einer strukturell wichtigen Zone, die es in den nächsten 1-2 Wochen zu beobachten gilt. Ein entscheidender Durchbruch unter diese Marke könnte das Abwärtsmomentum beschleunigen und algorithmische Verkäufe auslösen. Sollten die Käufer diesen Bereich hingegen verteidigen, könnte dies den Beginn einer mittelfristigen Erholungsphase markieren.
Deutsche Daten und US-Arbeitsmarktkrise belasten europäische Aktien
Der breitere europäische Aktienmarkt befindet sich nach wie vor in einer Warteschleife, wobei die Stimmung der Anleger durch widersprüchliche Signale gedämpft wird. Die europäischen Aktien, einschließlich des CAC 40 und des Euro Stoxx 50, bleiben richtungslos, da die Anleger den nächsten Bericht über die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft in den USA abwarten - ein wichtiger Faktor für die globale Risikobereitschaft. Die Politik der US-Notenbank hängt nach wie vor stark von den Arbeitsmarktbedingungen ab, und jede positive Überraschung bei der Schaffung von Arbeitsplätzen könnte die Angst vor einer strafferen Geldpolitik wieder aufleben lassen.
Neue Daten aus Deutschland zeigen, dass die Auftragseingänge in den Fabriken im Juli um 2,9 % gesunken sind - der stärkste Rückgang seit Januar - was die anhaltende Schwäche des europäischen Produktionssektors widerspiegelt. Dies verstärkt die Besorgnis über eine nachlassende Nachfrage in der Eurozone, insbesondere nach hochwertigen Konsumgütern.
Luxusaktien wie LVMH sind in diesem Umfeld besonders anfällig. Nach mehreren Jahren der Outperformance, die durch die chinesische Nachfrage und den globalen Vermögenszuwachs angetrieben wurde, hat das Jahr 2025 Herausforderungen mit sich gebracht: Anzeichen für eine Abschwächung des Konsums in China, anhaltende Stagnation in der Eurozone und potenzieller Gegenwind durch die US-Zinsen.
Konsolidierung wahrscheinlich, aber wichtige Niveaus werden den Kurs bestimmen
Kurzfristig ist eine fortgesetzte Konsolidierung zwischen 480 € und 515 € das wahrscheinlichste Szenario. Diese Spanne hat sich in den letzten drei Wochen gehalten, und ohne eine große Überraschung bei den US-Arbeitsmarktdaten oder eine geopolitische Erschütterung könnte LVMH in diesem Bereich verharren. Die Händler zeigen sich auf den aktuellen Niveaus wenig überzeugt, und das geringe Volumen spiegelt eine abwartende Haltung wider. Auch die Volatilität nimmt ab, ein üblicher Vorbote für eine größere Richtungsänderung.
Das Basisszenario deutet auf eine seitwärts gerichtete Kursentwicklung mit leicht zinsbullischer Tendenz hin, vorausgesetzt, die 490 € halten und der US-Arbeitsmarktbericht entspricht den Erwartungen. Unter diesen Bedingungen könnte LVMH in der kommenden Woche wieder in Richtung 510 bis 515 € steigen. Der Fokus der Anleger würde sich dann darauf verlagern, ob die Aktie über die obere Grenze dieser Spanne ausbrechen kann. Ein Abschluss über €515 bei starkem Volumen würde ein erneutes Kaufinteresse signalisieren und möglicherweise das Momentum zu Gunsten der Bullen verschieben.
Luxusaktien erhielten Auftrieb durch die guten Tourismuszahlen für Juli und August in wichtigen europäischen Märkten wie Frankreich, Italien und Spanien. Analysten sehen in der Wiederbelebung der Ausgaben von Touristen aus China und den USA eine wichtige Triebkraft für die Mode- und selektiven Einzelhandelsbereiche von LVMH.
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