Nasdaq Composite fällt unter den 20-Tages-EMA, da das Momentum zu Wochenbeginn vor den PPI-Daten nachlässt

Nasdaq Composite fällt unter den 20-Tages-EMA, da das Momentum zu Wochenbeginn vor den PPI-Daten nachlässt
Nasdaq klettert um 2,6% auf 22.900

Der Nasdaq Composite [IXIC] eröffnete die letzte Novemberwoche mit einer kräftigen Aufwärtsbewegung und kletterte am Montag um 2,6 % von einem Schlussstand von 22.280 Punkten in der Vorwoche auf einen Höchststand von 22.900 Punkten. Dieser Anstieg setzt die Ende letzter Woche begonnene Erholung fort und markiert eine Verschiebung der Dynamik nach drei aufeinanderfolgenden Wochen mit niedrigeren Schlusskursen. Der jüngste Aufschwung spiegelt den wachsenden Optimismus im gesamten Technologiesektor wider, da die Händler die Bewertungen der künstlichen Intelligenz und die makroökonomischen Risiken neu bewerten.

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- Der Nasdaq kletterte um 2,6 % auf 22.900 Punkte, da der Optimismus in Bezug auf künstliche Intelligenz und die zurückhaltenden Äußerungen der Fed die Stimmung aufhellten.

- Der 20-Tage-EMA-Widerstand beendete die Erholung vom Montag und ließ den Index knapp unter der 23.000er-Marke.

- Händler achten auf die Veröffentlichung des Core PPI, um Hinweise auf die Inflation und mögliche Zinssenkungen zu erhalten.

Halbleitertitel und große Technologiewerte führten die Montagsrallye an. Tesla und Alphabet legten beide um mehr als 6 % zu, während Chip-Hersteller wie Broadcom, AMD und Micron ebenfalls starke Zuwächse verzeichneten. Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass die Marktteilnehmer weniger besorgt über eine Korrektur der Überbewertung von KI sind, insbesondere nachdem der jüngste Rückschlag die Erwartungen zurückgesetzt hat.

Nasdaq-Kursdynamik (Juli - November 2025). Quelle: Tradingview

Abgesehen von aktienspezifischen Katalysatoren wurde die Rallye am Montag auch von allgemeineren makroökonomischen Faktoren unterstützt. US-Präsident Trump teilte in den sozialen Medien mit, dass er ein positives Telefongespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping geführt habe und im April einen Besuch in China plane. Diese Äußerung trug dazu bei, die Bedenken hinsichtlich der Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu zerstreuen. Parallel dazu sorgten die Äußerungen des Federal Reserve Gouverneurs Christopher Waller, der eine Zinssenkung im nächsten Monat befürwortete, für einen Stimmungsaufschwung bei den Risikoanlagen.

Nasdaq RSI bei 50 signalisiert Wechsel vom Abwärtstrend zur neutralen Stimmungszone

Der Nasdaq Composite stieß jedoch am 20-Tage-EMA auf Widerstand, der die Erholung vom Montag unterhalb der psychologischen Marke von 23.000 Punkten beendete. Am Dienstag gab der Index vorbörslich etwa 0,5 % bzw. 125 Punkte zurück, was ein gewisses Zögern in der Nähe dieser technischen Obergrenze widerspiegelt. Der RSI auf Tagesbasis liegt jetzt bei 50, was eine Verschiebung vom bärischen in den neutralen Bereich bedeutet.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die verspätete Veröffentlichung der US-Kern-PPI-Daten. Es wird erwartet, dass die Daten, die aufgrund des Shutdowns der Regierung verschoben wurden, bei 0,2 % liegen werden, statt wie zuvor bei -0,1 %. Sollte die tatsächliche Zahl die Prognose übertreffen, könnte dies die Erwartungen einer anhaltenden Inflation schüren. Dies würde den Dollar-Index stärken und die Aktien, einschließlich des Nasdaq Composite, unter Druck setzen, da die Hoffnung auf Zinssenkungen neu bewertet wird. In diesem Fall könnte der Index seine Talfahrt fortsetzen und die 50-Tage-EMA-Unterstützung bei 22.700 Punkten testen.

Andererseits würde eine schwächer als erwartet ausgefallene PPI-Veröffentlichung die Argumente für eine Zinssenkung im Dezember untermauern und könnte das Aufwärtsmomentum neu entfachen. Dies könnte einen Ausbruch über den 20-Tages-EMA begünstigen und den Weg zu einem erneuten Test der 23.000 und einem möglichen Ausbruch ebnen.

Wir haben erörtert, wie sich der Nasdaq Composite trotz schwindender Hoffnung auf eine Zinssenkung in der Nähe von 22.300 Punkten halten konnte. Der Index fiel in der vergangenen Woche um 2,8 % und verzeichnete damit seine schlechteste Performance seit dem Markteinbruch im März.

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