IMFC unterstützt Haushaltskonsolidierung und IWF-Quotenreformen angesichts globaler wirtschaftlicher Risiken

IMFC unterstützt Haushaltskonsolidierung und IWF-Quotenreformen angesichts globaler wirtschaftlicher Risiken
IMFC unterstützt IWF-Reformen

Globale Finanzvertreter erklären, dass die Weltwirtschaft nach einer Reihe von Schocks widerstandsfähig bleibt, auch wenn Krieg, Handelsspannungen und Unterbrechungen der Lieferketten weiterhin Preise und Wachstumsaussichten belasten. Sie warnen zudem, dass geschwächte politische Puffer, hohe Schuldenlasten und eine zunehmende Divergenz für Länder mit niedrigem Einkommen den Ausblick weiteren Abwärtsrisiken aussetzen.

Das Wichtigste

  • IMFC bekräftigt Haushaltskonsolidierung durch glaubwürdige mittelfristige Rahmenwerke zur Sicherung der Schuldentragfähigkeit und betont die Unabhängigkeit der Zentralbanken als Schlüssel für Preis- und Finanzstabilität.
  • Der Ausschuss unterstützt IWF-Quotenreformen und fordert zeitnahe nationale Genehmigungen für die 16. Allgemeine Quotenüberprüfung sowie die Umsetzung schnellerer, vorhersehbarerer Mechanismen zur Restrukturierung staatlicher Schulden.
  • Das Treffen in Bangkok befürwortet Schutzmaßnahmen für digitale Finanzdienstleistungen, fordert mehr Schuldentransparenz und priorisiert Unterstützung für vulnerable Länder und Länder mit niedrigem Einkommen angesichts anhaltender globaler Wirtschaftsrisiken.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Politische Prioritäten des Treffens in Bangkok

Wie der IWF berichtet, erklärten die Mitglieder des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses auf ihrer 54. Sitzung in Bangkok, dass makroökonomische und finanzielle Stabilität weiterhin oberste Priorität haben, während Regierungen mit zunehmenden fiskalischen Verwundbarkeiten, anhaltender Unsicherheit und strukturellem Wandel in der Weltwirtschaft konfrontiert sind.

Der Ausschuss erklärt, dass die Haushaltskonsolidierung durch glaubwürdige mittelfristige Rahmenwerke vorangetrieben werden sollte, um die Schuldentragfähigkeit zu sichern und Puffer wieder aufzubauen, wobei gefährdete Gruppen und vorrangige Investitionen geschützt werden müssen. Die Zentralbanken bleiben im Rahmen ihrer Mandate der Preisstabilität verpflichtet, heißt es in der Erklärung, und die Mitglieder betonen, dass die Unabhängigkeit der Zentralbanken entscheidend ist, um die Glaubwürdigkeit der Politik zu wahren und Inflationserwartungen zu verankern.

Die Vertreter unterstützen zudem Reformen für ein vom Privatsektor getragenes Wachstum, darunter den Einsatz fortschrittlicher Intelligenztechnologien und die Digitalisierung zur Steigerung der Produktivität bei gleichzeitigem Management der damit verbundenen Risiken. Der Ausschuss begrüßt den Bangkok Blueprint zur Stärkung der Schutzmaßnahmen für digitale Finanzdienstleistungen, der Cyberresilienz und der internationalen Zusammenarbeit gegen digitalen Betrug und bekräftigt seine Unterstützung für widerstandsfähige Lieferketten, sichere Energieflüsse und die Freiheit der Schifffahrt.

Agenda für Schuldenerleichterungen und IWF-Governance

Die Mitglieder erklären, dass sie Länder mit Reform- und Schuldenproblemen weiterhin unterstützen werden, mit besonderem Augenmerk auf Volkswirtschaften mit niedrigem Einkommen, vulnerable Länder mit mittlerem Einkommen, fragile Staaten und kleine Entwicklungsstaaten. Die Erklärung fordert weitere Verbesserungen bei der Restrukturierung staatlicher Schulden, unter anderem im Rahmen des Common Framework und durch die Arbeit am Global Sovereign Debt Roundtable, damit Restrukturierungen vorhersehbarer, zeitnäher und koordinierter erfolgen.

Der Ausschuss ermutigt zudem alle Beteiligten, einschließlich privater Gläubiger, zu mehr Schuldentransparenz und unterstützt eine schnellere Umsetzung des Drei-Säulen-Ansatzes von IWF und Weltbankgruppe für Länder mit tragfähiger Verschuldung, aber kurzfristigem Finanzierungsdruck. Er begrüßt die jüngsten IWF-Politiküberprüfungen zu Überwachung, Schuldenanalyse, Kreditvergabe und Kapazitätsentwicklung und erklärt, dass die Mitglieder die abschließende nationale Genehmigung der Quotenerhöhung im Rahmen der 16. Allgemeinen Quotenüberprüfung ohne weitere Verzögerung erwarten.

Die Erklärung ergänzt, dass die nächste IMFC-Sitzung voraussichtlich im April 2027 in Washington, D.C. stattfinden wird. Die Mitglieder unterstützen zudem Bemühungen zur Modernisierung der IWF-Abläufe, zur Stärkung des unternehmensweiten Risikomanagements und zur Verbesserung der Repräsentation von Frauen und Regionen unter den Mitarbeitern, im Exekutivdirektorium und in der Führung des Direktoriums.

In unserem früheren Artikel über Mario Draghis Warnung vor dem politischen Zielkonflikt zwischen Inflationsbekämpfung und langfristigem Wachstum erläuterten wir seine Ansicht, dass Zinssätze über den Wachstumsraten die Schuldendynamik verschärfen und den Druck in Richtung „fiskalische Dominanz“ erhöhen können. Außerdem wiesen wir auf sein Argument hin, dass Zentralbanken der Preisstabilität Vorrang einräumen sollten, zugleich aber unnötig restriktive Zinspfade vermeiden müssen, die Investitionen, Produktivitätssteigerungen und KI-bezogene Innovationen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit abwürgen könnten.

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