Gunther Schnabl analysiert Kevin Warshs Kurswechsel bei der US-Notenbank

Gunther Schnabl analysiert Kevin Warshs Kurswechsel bei der US-Notenbank
Schnabl über Warshs Fed-Kurswechsel

Die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank rückt erneut in den Fokus.

Gunther Schnabl, Professor für Wirtschaftspolitik, hebt hervor, dass der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh eine ''radikale Agenda'' verfolgt. Im Zentrum steht laut Schnabl das Ziel, die US-Zentralbank zurück zur ''Marktneutralität'' zu führen. Diese Linie unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Interventionen und Signalwirkungen der Federal Reserve auf die Märkte.

Schnabl verweist zudem darauf, dass Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, vor einigen Jahren das Prinzip der ''Marktneutralität'' bei der EZB infrage gestellt hatte. Demnach könnte ein Kurswechsel in den USA auch die europäische Geldpolitik beeinflussen und Anstoß für eine erneute Debatte über Rolle und Neutralität der Zentralbanken geben.

Schnabl hat kürzlich auf den massiven Ausverkauf bei US-Tech-Aktien durch Zinsängste an der Wall Street hingewiesen. Er analysierte zudem die Herausforderungen für die russische Finanzpolitik und die Zinspolitik der Zentralbankchefin während der Wirtschaftskrise in Russland. Beide Analysen unterstreichen seine anhaltende Beobachtung internationaler geldpolitischer Entwicklungen.

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