US-Futures steigen nach erster Fed-Zinserhöhung seit 2023

US-Futures steigen nach erster Fed-Zinserhöhung seit 2023
Dow-Futures erholen sich nach Fed-Ausverkauf

​US-Aktien-Futures legten am Donnerstag zu, da Anleger versuchten, die durch die Federal Reserve ausgelösten Verluste wettzumachen. Technologieaktien führten den Anstieg vor der Börseneröffnung an. Die Erholung setzte ein, während die Ölpreise nachgaben und damit einen Teil der Inflationssorgen abschwächten, die sich verschärft hatten, nachdem die Zentralbank ihre erste Zinserhöhung seit 2023 vorgenommen hatte.

Das Wichtigste

  • Dow-, S&P-500- und Nasdaq-100-Futures legten zu.
  • Die Wall Street versucht, sich vom Fed-bedingten Ausverkauf zu erholen.
  • Sinkende Ölpreise nehmen etwas Druck von den Aktienmärkten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average stiegen um 412 Punkte bzw. 0,79 % auf 52.327. Die S&P-500-Futures legten um 0,85 % auf 7.687,75 zu, während die Nasdaq-100-Futures um 1,13 % auf 29.587 kletterten. Der Markt versuchte, sich zu erholen, nachdem die Federal Reserve die Zinsen angehoben hatte, berichtete CNBC.

Futures erholen sich nach Fed-Schock

Die Sitzung am Mittwoch endete unter Druck, nachdem die Fed die Zielspanne für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75–4 % angehoben hatte. Es war die erste Zinserhöhung der Zentralbank seit drei Jahren. Die Währungshüter signalisierten zudem, dass noch vor Ende 2026 eine weitere Anhebung folgen könnte, da die Inflation weiterhin erhöht ist.

Der Dow verlor in der vorherigen Sitzung mehr als 630 Punkte bzw. 1,2 %, belastet von Finanzwerten. Der S&P 500 gab um 0,5 % nach, während der Nasdaq Composite geringfügig niedriger schloss.

Die Bewegung der Futures am Donnerstag machte einen Teil dieser Verluste wieder wett. Dabei verzeichneten die Nasdaq-100-Kontrakte den stärksten prozentualen Anstieg unter den drei großen Indizes.

Sinkende Ölpreise nehmen etwas Druck

Die Energiemärkte sorgten bei Aktien für etwas Entlastung. US-Rohöl fiel um mehr als 1,5 % in Richtung 100 $ je Barrel, während Brent um mehr als 2 % auf rund 103,48 $ nachgab.

Niedrigere Ölpreise könnten die Befürchtung dämpfen, dass Energiekosten für zusätzlichen Inflationsdruck sorgen, während die Fed gerade wieder zu einer restriktiveren Geldpolitik übergeht. Die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen bleibt ein zentrales Risiko für Aktien, insbesondere für zinssensitive Sektoren.

Die Überseemärkte entwickelten sich uneinheitlich bis freundlich. Japans Nikkei 225 schloss 0,33 % höher, während der südkoreanische Kospi kaum verändert blieb und Chinas CSI 300 um 0,45 % nachgab. In Europa legte der Stoxx 600 im frühen Handel um rund 0,5 % zu. Auch der britische FTSE 100 und der deutsche DAX stiegen um etwa 0,5 %.

Konjunkturdaten werden zum nächsten Test

Nun richten sich die Blicke auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA und die Baubeginne im August. Beide Veröffentlichungen könnten die Erwartungen an den nächsten Schritt der Fed beeinflussen, da sie neue Hinweise zur Lage am Arbeitsmarkt und zu den Auswirkungen höherer Finanzierungskosten auf den Bausektor liefern.

Die Erholung am Donnerstag zeigt, dass Anleger nach der ersten Fed-Reaktion bereit sind, in Aktien zurückzukehren. Die Geldpolitik bleibt jedoch eine Belastung. Bei einem Leitzins von nun 3,75–4 % und einer möglichen weiteren Anhebung in diesem Jahr werden die anstehenden Konjunktur- und Inflationsdaten darüber entscheiden, ob sich die Erholung über den anfänglichen Anstieg der Futures hinaus fortsetzen kann.

Wir hatten bereits darauf hingewiesen, dass die Fed die Zinsen anhebt und eine weitere Straffung signalisiert.

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