Der Erdgasmarkt findet weiterhin Unterstützung durch eine Kombination aus starker LNG-Exportnachfrage und Erwartungen auf heißeres Wetter in den Vereinigten Staaten. Die Auslastungsraten an den US-LNG-Exportterminals sind nach Abschluss der saisonalen Wartungsarbeiten wieder auf ein erhöhtes Niveau zurückgekehrt, was die für Speichereinspeisungen verfügbare Gasmenge verringert.
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Gleichzeitig zeigten die jüngsten EIA-Daten einen geringeren Bestandsaufbau im Vergleich zu den Vorwochen, was die Erwartungen bestärkt, dass sich der aktuelle Angebotsüberschuss in der zweiten Sommerhälfte allmählich verringern könnte.
Lagerbestände bleiben komfortabel, aber der Überschuss schrumpft
Trotz der verbesserten Stimmung ist der Markt noch nicht in ein Defizit-Umfeld eingetreten. Die US-Erdgasvorräte liegen weiterhin über dem Fünfjahresdurchschnitt, während die EIA immer noch mit einem Produktionswachstum in den wichtigsten Becken, einschließlich Permian und Haynesville, rechnet. Das durch LNG-Exporte getriebene Nachfragewachstum übertrifft jedoch weiterhin den Ausbau des Angebots, was darauf hindeutet, dass die überschüssigen Lagerbestände bis zum Herbst deutlich sinken könnten. Dies bleibt einer der Schlüsselfaktoren, die eine tiefere Preiskorrektur verhindern.
Geopolitische Risiken rücken wieder ins Rampenlicht
Ein zusätzlicher Katalysator ergab sich nach einem Vorfall im katarischen Gaskomplex Ras Laffan, einem der weltweit größten LNG-Exporthubs. Während das volle Ausmaß der Auswirkungen noch bewertet wird, diente das Ereignis als Erinnerung an die Sensibilität des globalen Gasmarktes gegenüber Versorgungsunterbrechungen. Nach der Nachricht stiegen die europäischen Erdgas-Futures, während die Risikoprämien im gesamten LNG-Sektor leicht zunahmen.
Technischer Ausblick
Aus technischer Sicht handelt XNGUSD weiterhin oberhalb seines langfristigen gleitenden 200-Perioden-Durchschnitts, der weiterhin nach oben geneigt ist. Seit dem Tief im Mai hat der Markt eine Sequenz von höheren Tiefs und höheren Hochs etabliert, was einen mittelfristigen Aufwärtstrend bestätigt. Die wichtigste Unterstützungszone befindet sich um 3,18–3,20, wo kurzfristige gleitende Durchschnitte mit früheren Ausbruchsniveaus konvergieren. Solange die Preise über diesem Bereich bleiben, liegt der Vorteil bei den Käufern. Ein erster Widerstand ist im Bereich von 3,35–3,40 zu sehen, wobei ein entscheidender Ausbruch potenziell die Tür in Richtung 3,55–3,60 öffnen könnte. Ein Rutsch unter 3,15 wäre das erste Signal dafür, dass das aktuelle bullische Szenario an Dynamik verliert.
Dennoch bleibt trotz des konstruktiven Tons am Markt das Risiko eines erneuten Abwärtstrucks bestehen. Wie bereits in Erdgas testet wichtigen Widerstand inmitten erneuter bullischer Dynamik erörtert, steht der aktuelle Anstieg noch vor mehreren fundamentalen und technischen Herausforderungen, die eine weitere Korrekturphase auslösen könnten, falls die bullischen Katalysatoren nachlassen.
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