Erdgas behält Aufwärtstendenz angesichts von Versorgungsrisiken und saisonaler Nachfrage bei
Die letzten Wochen waren geprägt von den Entwicklungen im Nahen Osten und der Dynamik des LNG-Angebots. Trotz der Vereinbarungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erwarten die Marktteilnehmer keine schnelle Rückkehr zu den vollen Durchflussmengen vor der Krise durch die Straße von Hormus.
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Schäden an Teilen der Exportinfrastruktur Katars und anhaltende logistische Engpässe stützen weiterhin eine geopolitische Risikoprämie bei den globalen Erdgaspreisen. Analysten weisen darauf hin, dass eine vollständige Erholung der Lieferströme eher Monate als Wochen dauern könnte.
Fundamentalfaktoren bleiben moderat unterstützend
Die jüngsten Daten zu den US-Erdgasvorräten fielen stärker aus als vom Markt erwartet. Die wöchentlichen Bestände stiegen um 73 Milliarden Kubikfuß, verglichen mit 108 Milliarden Kubikfuß in der Vorwoche, was auf eine festere saisonale Nachfrage angesichts des steigenden Stromverbrauchs für Kühlzwecke hindeutet. Zusätzliche Unterstützung kommt von starken LNG-Exportvolumina und Prognosen für heißeres Wetter in Teilen der USA, Europas und Asiens.
Europäischer Markt steht weiterhin vor einer versteckten Versorgungslücke
Trotz stabiler LNG-Zuflüsse liegen die europäischen Gasspeicherstände deutlich unter den saisonalen Normen. Mitte Juni waren die EU-Speicher zu etwa 45–46 % gefüllt, verglichen mit einem historischen Durchschnitt von über 65 % für diese Jahreszeit. Dies bedeutet, dass Europa die Gaseinspeisung den Sommer über beschleunigen muss, um die Ziele vor dem Winter zu erreichen. Infolgedessen bleibt das Abwärtspotenzial bei den Preisen begrenzt, während die Nachfrage nach importiertem LNG hoch bleibt.
Technischer Ausblick: Konsolidierung über wichtiger Unterstützung
Gegenwärtig behält der Markt seine mittelfristig bullische Struktur nach einer starken Erholung von den Frühjahrstiefs bei. Die Preise halten sich weiterhin über dem gleitenden 200-Perioden-Durchschnitt, während der Bereich von 298–300 als nächste Unterstützungszone dient. Solange die Preise über dieser Spanne bleiben, behalten die Käufer die Oberhand. Unmittelbare Aufwärtsziele liegen bei 310–315, gefolgt von 322–325, wo zuvor signifikante Gewinnmitnahmen auftraten.
Ein Durchbruch unter 298 könnte eine Korrektur in Richtung 290–285 auslösen. Wie jedoch bereits in Erdgas verliert an Dynamik und testet wichtige Unterstützungsniveaus erwähnt, bleibt der technische Gesamtausblick neutral bis positiv, mit einer Tendenz zur Fortsetzung des breiteren Aufwärtstrends.
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