Gold verzeichnet in der US-Wahlwoche erneut Kaufinteresse: Kann XAU weitere Verluste vermeiden?

Gold verzeichnet in der US-Wahlwoche erneut Kaufinteresse: Kann XAU weitere Verluste vermeiden?
Gold fällt heute um 1,21 % auf 3.896 $

Gold (XAU) wird bei 3.896 $ gehandelt, liegt am Tag 1,21 % im Minus und notiert unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Die Kursentwicklung spiegelt den anhaltenden Abwärtsdruck im Vergleich zu den kurz- und mittelfristigen Trendniveaus wider.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

XAU Preisvorhersage
24H -0.5%
3.895,79 $
48H -0.69%
3.888,36 $
7D -0.61%
3.891,71 $
1M -4.68%
3.732,24 $
3M 6.23%
4.159,33 $
6M 17.8%
4.612,19 $
12M 2.71%
4.021,44 $
Aktueller Preis: 3.915,43 $ -9.2200 0.23%
Echtzeitdaten 07:45
Tagesbereich 3896.21 Arrow from to Icon 3929.43
Wochenbereich 3871.77 Arrow from to Icon 4080.97
Lädt...

Das Wichtigste

  • Zu Beginn der Woche der US-Zwischenwahlen zog Gold angesichts der zunehmenden politischen Unsicherheit erneut Kaufinteresse auf sich.
  • Jüngste diplomatische Aktivitäten zwischen den USA und dem Iran ließen die Ölpreise sinken und stützten Gold nur begrenzt. Gleichzeitig erreichte das Edelmetall ein neues Jahrestief und schloss den Oktober mit deutlichen Verlusten ab.
  • Gold notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten. Momentumindikatoren zeigen, dass die Verkäufer die Kontrolle haben. Für die Spanne von 3.849 $ bis 3.943 $ wird eine Wahrscheinlichkeit von 71 % prognostiziert.

Nachfrage nach sicheren Häfen durch Makrofaktoren und Wahlunsicherheit gedämpft

Zu Beginn der Woche der US-Zwischenwahlen verzeichnete Gold erneut Kaufinteresse, da Anleger angesichts der zunehmenden politischen Unsicherheit auf eine vermeintlich höhere Nachfrage nach sicheren Häfen reagierten. Der Rückgang der Ölpreise, der auf diplomatische Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran zurückgeführt wurde, sorgte für eine leichte Entlastung des Edelmetalls. Der Effekt blieb jedoch begrenzt, wie FXStreet berichtet. Trotz dieser Faktoren war Gold zuletzt auf ein neues Jahrestief gefallen und schloss den Oktober mit deutlichen Verlusten ab, was den anhaltenden Verkaufsdruck im aktuellen makroökonomischen Umfeld unterstreicht.

Abwärtsdynamik hält an, mehrere Indikatoren signalisieren überverkaufte Bedingungen

Im H1-Chart notiert XAU unter dem MA-20 bei 3.941 $ und dem MA-50 bei 3.926 $ und liegt weiterhin auch unter dem langfristigen MA-200 bei 4.357 $. Das Kijun-Niveau bei 3.930 $ bildet den unmittelbaren Widerstand. Der RSI liegt bei 37,88 und signalisiert Verkaufsbedingungen, während MACD und ADX auf eine anhaltende Abwärtsdynamik hindeuten. Stochastic RSI, CCI und Bull/Bear Power weisen auf überverkaufte Bedingungen und eine starke Dominanz der Verkäufer hin. Der Kurs liegt nahe dem Tagestief; der Awesome Oscillator ist neutral und liefert keine zusätzlichen Signale.

Seitwärtsbewegung erwartet, während das Abwärtsrisiko überwiegt

In den nächsten ein bis zwei Handelstagen dürfte XAU in einer Spanne von 3.849 $ bis 3.943 $ konsolidieren. Die Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs liegt bei 29 %, während der Abwärtsdruck mit einer Wahrscheinlichkeit von 71 % überwiegt, wodurch eine Erholung weniger wahrscheinlich ist. Im Basisszenario setzt sich der Handel in einer Spanne fort. Ein klarer Ausbruch über den Kijun-Widerstand würde jedoch den Weg nach oben ebnen, während ein Rückgang unter die Unterstützung weitere Verluste beschleunigen könnte.

Anton Kharitonov, Analyst bei Traders Union, sieht weiterhin Abwärtsrisiken für Gold. Technische Signale deuten auf eine vorherrschende Verkaufsdynamik und überverkaufte Bedingungen hin, während die jüngsten Nachrichten keine nachhaltige Erholung ausgelöst haben. Seiner Einschätzung nach sorgten politische Ereignisse nur vorübergehend für eine Nachfrage nach sicheren Häfen, während der makroökonomische Gegenwind stark bleibt. „Das Basisszenario bleibt eine Konsolidierung unterhalb des Widerstands – solange Gold nicht wieder über 3.930 $ steigt, ist das Aufwärtspotenzial begrenzt und die Verkäufer haben die Kontrolle.“

Zuvor wiesen Analysten darauf hin, dass Gold unter Druck stand, da Anleger Positionen abbauten, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen, und die Erwartungen an Zinserhöhungen angesichts der sich wandelnden Inflationsdynamik anhielten. Der aktuelle technische Ausblick bekräftigt weiterhin dieses bearishe Szenario: Die Abwärtsdynamik überwiegt, und Händler sollten einen möglichen Bruch der kurzfristigen Unterstützung im Blick behalten, da dadurch das Risiko beschleunigter Verluste steigt.

Die Informationen basieren auf Prognosen und stellen keine Anlageberatung oder Garantie für zukünftige Ergebnisse dar. Marktbedingungen können sich ändern. Siehe unseren Haftungsausschluss und unsere Redaktionelle Integrität für Details.