Leistungsfähige Lasersysteme bleiben eine zentrale Grundlage für Anwendungen von der Mikroelektronik bis zum Quantencomputing. TRUMPF aus Ditzingen präsentiert bei einem Ministerbesuch seine Forschungsarbeit als Teil europäischer Wertschöpfungsketten und industriepolitischer Schlüsseltechnologien.
Das Wichtigste
- TRUMPF liefert Hochleistungslaser für die Extrem-Ultraviolett-Lithografie, wodurch das Unternehmen zentraler Teil der europäischen Mikrochip-Wertschöpfungskette mit ASML und ZEISS ist.
- Die TRUMPF-Ausgründung Q.ANT entwickelt Quantentechnologien, und das Unternehmen arbeitet in Projekten wie QUTAC und QuaSiLaMa an industriellem Quantencomputing.
- In den vergangenen 25 Jahren förderte das Bundesministerium Projekte von TRUMPF mit mehr als 50 Millionen Euro und seit 2019 Q.ANT mit rund 14 Millionen Euro.
Ministerbesuch rückt Schlüsseltechnologien in den Fokus
Wie das BMFTR mitteilt, informiert sich Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bei TRUMPF in Ditzingen über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Unternehmens. Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger spricht sie mit der Unternehmensführung über die Rolle der Wirtschaft bei der Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland, anschließend besichtigen beide das Werk.TRUMPF liefert Hochleistungslaser für die Extrem-Ultraviolett-Lithografie, die bei der Herstellung besonders leistungsfähiger Mikrochips eingesetzt wird. Das Unternehmen ist damit Teil einer europäischen Wertschöpfungskette, zu der laut den Angaben auch ASML und ZEISS gehören.
Mikroelektronik zählt zu den sechs Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland. Ziel ist es, technologische Kompetenzen und Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu stärken und Forschung schneller in die Anwendung zu bringen.
Förderung und Praxistransfer für die Industrie
Auch über die Mikroelektronik hinaus engagiert sich TRUMPF in mehreren Technologiefeldern. Die Ausgründung Q.ANT entwickelt Quantentechnologien, während TRUMPF in geförderten Projekten wie QUTAC und QuaSiLaMa daran arbeitet, Quantencomputing für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen.Zudem forscht das Unternehmen an effizienterem Batterierecycling und am Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Industrie. TRUMPF engagiert sich außerdem in der Plattform Industrie 4.0, um industrielle KI in Deutschland weiter zu etablieren.
Das Ministerium unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei TRUMPF seit vielen Jahren. In den vergangenen 25 Jahren förderte das Haus Projekte des Unternehmens mit mehr als 50 Millionen Euro, hinzu kommen seit 2019 rund 14 Millionen Euro für Q.ANT.
Beim Besuch betont Bär die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für die Hightech Agenda Deutschland. Unternehmen seien ein wichtiger Partner, um Forschungsergebnisse in marktfähige Technologien zu überführen, neue Wertschöpfung zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sowie technologische Kompetenzen in Deutschland und Europa auszubauen.
In unserem früheren Beitrag zur Neuausrichtung der GRW-Regionalförderung haben wir erläutert, dass die Bundesregierung ab Anfang 2026 investitions- und beschäftigungsfördernde Maßnahmen stärker in den Mittelpunkt rückt. Im Fokus stehen zusätzliche Anreize für KMU, bessere Fördermöglichkeiten für Innovation und wirtschaftsnahe Infrastruktur sowie der Abbau bürokratischer Hürden. Bis 2028 ist dafür eine mehrjährige Umstellungsphase vorgesehen, inklusive Übergangszeitraum für die Länder und erwarteter EU-Genehmigung.
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