IBIT zieht trotz negativer Performance massive Zuflüsse an
Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock hat sich in diesem Jahr als eine der überzeugendsten Anomalien auf dem ETF-Markt erwiesen.
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Obwohl der IBIT der einzige Fonds in der Kohorte mit den höchsten Zuflüssen ist, der seit Jahresbeginn eine negative Rendite aufweist, hat er rund 25 Mrd. USD an Nettozuflüssen angezogen und rangiert damit insgesamt auf Platz sechs, berichtet Cointelegraph.
Damit liegt er vor vielen traditionellen Aktien- und Anleihen-ETFs, die starke zweistellige Zuwächse verzeichneten. Selbst der Gold-ETF GLD, der in diesem Jahr um mehr als 60 % gestiegen ist, hat weniger Kapital angezogen als IBIT. Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, bezeichnete den Trend als ein starkes langfristiges Signal. Er argumentierte, dass anhaltende Zuflüsse in einem Jahr mit rückläufiger Entwicklung eher auf Überzeugung als auf die Jagd nach dem Momentum hindeuten. Seiner Ansicht nach spiegelt dies ein Verhalten wider, das eher für langfristig orientierte Anleger als für spekulative Händler typisch ist.
Warum die starke ETF-Nachfrage die Bitcoin-Preise nicht angehoben hat
Einige Marktteilnehmer haben sich die Frage gestellt, warum die starken institutionellen Käufe durch Spot-ETFs nicht zu höheren Bitcoin-Preisen geführt haben. Balchunas meinte, dass sich Bitcoin zunehmend wie eine reifere Anlageklasse verhält und nicht wie eine rein spekulative. Frühe Inhaber könnten Gewinne mitnehmen oder Einkommensstrategien wie den Verkauf von Call-Optionen umsetzen und so die neue Nachfrage absorbieren, ohne dass der Preis stark ansteigt. Er wies auch darauf hin, dass Bitcoin im vergangenen Jahr um mehr als 120 % gestiegen ist, so dass eine Phase der Konsolidierung nicht überraschend ist.
Diese Dynamik kann die kurzfristige Preisentwicklung selbst bei starken Zuflüssen dämpfen. Die jüngsten Daten stützen diese Ansicht, da die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs allein am Freitag Nettoabflüsse in Höhe von 158 Millionen US-Dollar verzeichneten. Den Ether-ETFs erging es noch schlechter, sie verzeichneten nun schon sieben Tage in Folge Abflüsse.
BlackRock spielt Volatilität und Abflüsse herunter
IBIT selbst stand im November unter erheblichem Druck und verzeichnete Nettoabflüsse in Höhe von rund 2,34 Milliarden Dollar, darunter zwei besonders starke Abflüsse. Dennoch haben die Führungskräfte von BlackRock versucht, die Bedenken über die Entwicklung des Fonds zu zerstreuen. In einer Rede auf der Blockchain Conference 2025 in São Paulo betonte Cristiano Castro, Business Development Director bei BlackRock, dass die Bitcoin-ETFs des Unternehmens nach wie vor zu den größten Umsatzträgern gehören.
Er wies darauf hin, dass ETFs Werkzeuge für die Kapitalallokation und das Liquiditätsmanagement sind und nicht für einen geradlinigen Anstieg ausgelegt sind. Perioden von Zu- und Abflüssen seien ein natürlicher Bestandteil der Risikoverwaltung institutioneller Anleger. Castro argumentierte, dass Kompressionsphasen die langfristige Rolle von Bitcoin-ETFs in Portfolios nicht untergraben. Insgesamt deutet die Performance von IBIT auf eine Widerstandsfähigkeit hin, die eher auf Überzeugung als auf kurzfristige Preistrends zurückzuführen ist.
Kürzlich schrieben wir, dass der Kryptomarkt Anzeichen einer Stabilisierung zeigt, wobei die Gesamtmarktkapitalisierung um 1,8 % auf etwa 2,99 Billionen US-Dollar gestiegen ist.
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