JPMorgan sieht Anzeichen für eine Stabilisierung nach dem Ausverkauf von Kryptowährungen Ende 2025
Laut JPMorgan mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich der jüngste Ausverkauf am Kryptomarkt einer Talsohle nähert, da die Daten zu Handelsströmen und Positionierungen auf eine Stabilisierung Anfang Januar hindeuten.
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Die Analysten unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou stellten fest, dass die Indikatoren der Perpetual Futures und der CME-basierten Positionierungsproxies darauf hindeuten, dass der Großteil des De-Risking bereits stattgefunden hat, berichtet CoinDesk.
Sowohl Bitcoin als auch Ether sind nach starken Zuwächsen in der Vergangenheit stark gefallen, wobei BTC zweistellig von seinem Höchststand abfiel und die wichtigsten Altcoins tiefere Rückschläge erlitten. Die Korrektur fiel mit erhöhter Volatilität, ETF-Abflüssen und einer allgemeinen Abkühlung der globalen Risikobereitschaft zusammen. Trotz dieses Drucks argumentiert JPMorgan, dass die aktuelle Kursentwicklung eher eine Konsolidierung als eine erneute Abwärtsdynamik widerspiegelt. Die Bank bezeichnet die jüngste Phase als eine Verdauungsphase nach einem aggressiven Positionsabbau Ende 2025.
ETF-Ströme und Futures-Positionierung deuten auf nachlassenden Druck hin
JPMorgan hob hervor, dass Bitcoin- und Ether-ETFs im Dezember starke Abflüsse verzeichneten, obwohl globale Aktien-ETFs Rekordzuflüsse in Höhe von 235 Milliarden US-Dollar verzeichneten, was unterstreicht, wie stark die Anleger ihr Krypto-Engagement zum Jahresende reduzierten. Die Daten von Anfang Januar zeigen jedoch, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt, und die ETF-Zuflüsse in BTC und ETH beginnen sich zu stabilisieren. Ähnliche Signale kommen von den Märkten für ewige Termingeschäfte, wo sich Hebelwirkung und Positionierung zu normalisieren scheinen.
Die Daten der CME-Futures deuten darauf hin, dass sowohl institutionelle als auch erfahrene Privatanleger den Positionsabbau, der im letzten Quartal des vergangenen Jahres dominierte, weitgehend abgeschlossen haben. Diese Verschiebung bedeutet, dass weniger Zwangsverkäufer auf dem Markt verbleiben. Infolgedessen haben sich die Preise stärker in einer Bandbreite bewegt, ein Muster, das JPMorgan eher mit frühen Bodenbildungsphasen als mit Trendfortsetzungen in Verbindung bringt.
Indexentscheidungen verringern das Risiko von Zwangsverkäufen
Der Bericht wies auch auf die Entscheidung von MSCI hin, Bitcoin- und Krypto-Treasury-Unternehmen bei der Überprüfung im Februar 2026 nicht aus seinen globalen Aktienbenchmarks auszuschließen, was ein unterstützender Faktor ist. Laut JPMorgan bietet die Entscheidung eine kurzfristige Erleichterung, da sie das Risiko von indexbedingten Zwangsverkäufen verringert, insbesondere bei strategiegebundenen Engagements. MSCI hat zwar für die Zukunft eine umfassendere Überprüfung der Methodik in Aussicht gestellt, doch das unmittelbare Ergebnis beseitigt einen wichtigen Überhang, der die Stimmung Ende 2025 belastete.
JPMorgan wies die Behauptung zurück, dass die Korrektur auf eine sich verschlechternde Liquidität zurückzuführen sei, und wies darauf hin, dass seine Marktbreitenkennzahlen kaum Anzeichen für eine Verschlechterung der Handelsbedingungen erkennen lassen. Stattdessen sagte die Bank, dass das De-Risking im Zusammenhang mit den MSCI-Signalen vom Oktober über mögliche Ausschlüsse der primäre Katalysator war. Insgesamt kamen die Analysten zu dem Schluss, dass die Daten vom Januar eher auf eine potenzielle Bodenbildung hindeuten als auf den Beginn einer weiteren Abwärtsbewegung.
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