Kryptomärkte rutschen ab, da geopolitische und makroökonomische Risiken
Die Kryptowährungsmärkte gerieten erneut unter Druck, als die Anleger auf die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die wachsende Besorgnis über eine straffere globale Geldpolitik reagierten. Der Ausverkauf drückte die wichtigsten digitalen Vermögenswerte auf Mehrmonatstiefs und unterstrich, wie empfindlich Kryptopreise nach wie vor auf externe Schocks reagieren.
Höhepunkte
- Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Erwartung einer Zinserhöhung durch die BOJ lösten einen starken Ausverkauf bei Kryptowährungen aus.
- Bitcoin fiel unter 65.000 $, während die gesamte Marktkapitalisierung auf 2,29 Billionen $ fiel.
- Das Engagement von Unternehmen in Kryptowährungen verstärkte die Verluste bei verwandten Aktien.
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Der Abschwung vollzog sich, als sich die Risikostimmung stark verschlechterte, was Händler dazu veranlasste, ihr Engagement in volatilen Vermögenswerten zu reduzieren und in vermeintlich sichere Häfen umzuschichten, berichtet CoinGape.
Spannungen zwischen den USA und dem Iran führen zu einer Abwärtsbewegung der Risiken
Am Freitag forderte die virtuelle US-Botschaft im Iran amerikanische Bürger auf, das Land sofort zu verlassen und warnte vor möglichen Sicherheitsstörungen. Die Empfehlung lautete: "Verlassen Sie den Iran jetzt. Erstellen Sie einen Plan für die Ausreise aus dem Iran, der nicht auf die Hilfe der US-Regierung angewiesen ist. Flugausfälle und Störungen sind auch ohne Vorwarnung möglich". Die Botschaft warnte auch vor "verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, Straßensperrungen, Unterbrechungen des öffentlichen Nahverkehrs und Internetblockaden".
Die Warnung rüttelte die bereits angespannten Märkte auf und löste eine neue Welle von Kryptowährungsverkäufen aus. Nachdem Bitcoin kurzzeitig auf 60.000 $ gefallen war, gelang ihm eine kurzzeitige Erholung auf etwa 66.570 $, bevor er wieder auf etwa 64.574 $ abrutschte, was einem Rückgang von etwa 8,6 % an einem Tag entspricht. Ether fiel in den letzten 24 Stunden um etwa 9,6 %, während XRP laut den Daten von CoinGecko um etwa 9,9 % fiel.
Die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen sank um etwa 8 % auf 2,29 Billionen US-Dollar, den niedrigsten Stand seit Ende 2024. Die Anleger nannten die Angst vor einem breiteren Konflikt und die Unsicherheit vor den geplanten Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran im Oman als Haupttreiber für die Verschiebung hin zu einer risikoarmen Positionierung.
Signale der Zentralbank verstärken den Druck
Die makroökonomischen Bedenken vertieften sich, als die politischen Entscheidungsträger in Japan eine härtere Gangart bei den Zinssätzen signalisierten. Bloomberg berichtete, dass das Vorstandsmitglied der Bank of Japan, Kazuyuki Masu, sagte: "Ich bin davon überzeugt, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein werden, um die Normalisierung der Geldpolitik in Japan abzuschließen." Seine Äußerungen ließen die Erwartungen für eine Zinserhöhung bereits im April steigen, wobei die Märkte laut Overnight-Index-Swaps eine Wahrscheinlichkeit von etwa 74 % einpreisen.
Höhere Zinssätze haben in der Vergangenheit spekulative Vermögenswerte belastet, und Händler warnten, dass eine weitere Verschärfung die bereits auf den Kryptomärkten verzeichneten Verluste noch verstärken könnte. Bitcoin wird seit Jahresbeginn um mehr als 20 % niedriger gehandelt, was den Druck durch die globale Liquiditätsverknappung noch verstärkt.
Das Engagement von Unternehmen verstärkt die Auswirkungen auf den Markt
Der Einbruch der Kryptowährungen hat sich auf die Aktienmärkte ausgewirkt, insbesondere bei Unternehmen, die digitale Vermögenswerte in ihren Bilanzen halten. Die Aktien von Strategy's MSTR fielen stark und rutschten von etwa 457 $ im Juli auf fast 100 $, den niedrigsten Stand seit mindestens August 2024, während sie während des jüngsten Ausverkaufs um mehr als 11 % nachgaben. Andere Unternehmen, darunter BitMine, meldeten Milliarden von Dollar an nicht realisierten Verlusten, die mit den sinkenden Bitcoin-Preisen zusammenhängen.
Fazit
Der aktuelle Abschwung bei Kryptowährungen spiegelt das Zusammentreffen von geopolitischen Risiken, strengeren monetären Erwartungen und einer fragilen Marktstimmung wider. Externe Schocks stellen einmal mehr die Rolle von Kryptowährungen als Risikoanlage und nicht als Absicherung auf die Probe. Solange keine Klarheit an den globalen politischen und sicherheitspolitischen Fronten herrscht, wird die Volatilität wahrscheinlich hoch bleiben.
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